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Das erste Treffen

Nach dem ersten Treffen

Gleich anrufen oder besser übermorgen? SMS schicken oder hundert Rosen? Zum Italiener einladen oder Kreuzfahrt buchen? Ist das erste Date mit Bravour absolviert, gibt es viele Möglichkeiten. Mit unseren Tipps können Sie die Klippen umschiffen.

Nach dem ersten Treffen © iStock

Das erste Date. Sie waren Kaffee trinken. Oder sind spazieren gegangen. Und ihr Gefühl sagt Ihnen: Ich würde ihn/sie gerne wiedersehen. Das ist schön. Doch nun kommen die Unsicherheiten: Anrufen oder lieber abwarten? Was schlage ich für das zweite Date vor? Immer mit der Ruhe

Immer mit der Ruhe

"Gut Ding will Weile haben", sagt der Volksmund. Wenn's um die Liebe geht, können Sie ruhig mal auf ihn hören. Bevor Sie tätig werden, sollten Sie sich nämlich im Klaren sein, was Sie eigentlich wollen. "Lassen Sie die Eindrücke des ersten Treffens erst mal auf sich wirken", rät Parship-Psychologin Sabine Wery v. Limont. "Wenn es besonders toll war, kann die euphorische Stimmung einen realistischen Blick verhindern." Und andersherum: "Sollten Sie dazu neigen, die Dinge eher negativ zu sehen, hilft ein wenig Abstand bei der besseren Beurteilung der Lage." Also: Genießen Sie den Moment. Sprechen Sie vielleicht mit einer Freundin über Ihre Gefühle. Und schlafen Sie auf jeden Fall eine Nacht darüber, bevor Sie die nächsten Schritte in Erwägung ziehen.

Melden oder nicht melden?

Der Tag danach. Sie sitzen im Büro und können sich nicht für fünf Cent auf die Arbeit konzentrieren. Stattdessen kreisen die Gedanken: Ich rufe an. Ich warte, bis er anruft. Ich rufe an. Ich warte, bis er anruft ... Stopp! Es ist ganz normal, sich darüber Gedanken zu machen, aber notwendig ist es nicht. Denn die Sache ist ganz einfach: Derjenige, der Lust hat, sich zu melden, meldet sich. Fertig. Wenn Sie also Lust haben, machen Sie sich Gedanken, wie Sie Kontakt aufnehmen möchten. Und hüten Sie sich vor einem: Spielchen zu spielen. Die nämlich enden meist in Missverständnissen, die umständlich geklärt werden müssen - falls das überhaupt noch möglich ist. Oder wie wollen Sie nach drei Jahren erklären, dass Sie erst anrufen wollten, nachdem die Katze Ihrer Schwester bei Vollmond Drillinge bekommen hat? Eben!

Drei Stunden? Oder drei Tage?

Kaum haben Sie beschlossen, sich zu melden, haben Sie schon das nächste Problem: Wann ist der richtige Zeitpunkt? Bin ich zu früh, denkt sie vielleicht, der isst bestimmt auch 2-Minuten-Eier und steht schon drei Stunden vor Abflug am Gepäckschalter. Warte ich zu lange, hat er eventuell schon eine Familie gegründet. Das ist zwar Quatsch, führt Sie aber doch zur besten Variante: Zu schnell sollten Sie nicht sein. Zu langsam aber auch nicht. "Ein bisschen Zeit sollte schon verstreichen, bis man Kontakt aufnimmt", meint Sabine Wery v. Limont. "Sie können gerne am folgenden Tag eine SMS schreiben, dass Ihnen das Date gefallen hat. Danach können Sie aber schon ein paar Tage warten, bis Sie sich mit dem Vorschlag für ein weiteres Treffen melden."

Keine Rückmeldung? Keine Panik!

Nehmen wir an, Sie sind ein eher zurückhaltender Mensch, warten also lieber ab, dass der andere sich meldet. Ein Tag vergeht: Das Telefon bleibt still, der Briefkasten leer. Dasselbe am zweiten Tag. Sie werden unruhig, denn nach Ihrem Eindruck war das Date viel versprechend. Keine Panik: Stille kann vieles bedeuten. "Natürlich kann das heißen, dass das Gegenüber nicht interessiert ist", so die Parship-Psychologin, "es kann aber auch genau das Gegenteil sein: Vielleicht hat der andere einfach Angst davor, am Ziel der Wünsche angekommen zu sein." Die beste Möglichkeit, Klarheit zu erlangen? Springen Sie über Ihren Schatten und nehmen Sie Kontakt auf. Sagen Sie, dass Sie sich über eine Fortsetzung freuen würden. Damit klären Sie sicherlich einiges.

100 rote Rosen oder eine SMS?

Weniger kann manchmal mehr sein, auch dabei, wie Sie sich nach dem ersten Date verhalten sollten. Sollten Sie auf die Idee kommen, hundert rote Rosen mit der Einladung zum zweiten Treffen zu verschicken - denken Sie noch mal drüber nach! Ein Zuviel schlägt Ihr Gegenüber leicht in die Flucht. Allemal besser ist es, eine fröhliche Mail zu schicken. Oder noch schöner: eine Postkarte oder einen Brief. Das ist persönlich, ohne drängend zu sein. Und für Geschenke gibt es später noch genügend Anlässe. Nun suchen Sie nach dem ultimativen Vorschlag für das zweite Date. In den Zoo? Zum Italiener um die Ecke? Ihrem Einfallsreichtum sind eigentlich keine Grenzen gesetzt. Am besten ist es, Sie überlegen sich ihr Vorhaben gemeinsam mit dem Date-Partner: "Dann erfahren Sie, ob Sie sich einigen können. Und ob Ihr Gegenüber kreativ ist", sagt Sabine Wery v. Limont.

Ausgewogenheit ist Trumpf

Tipp: Orientieren Sie sich bei der Planung des zweiten Treffens am Verlauf des ersten, indem Sie einen Gegenpol setzen. War das erste Date bereits sehr intensiv, wählen Sie beim zweiten ruhig etwas mit mehr Leichtigkeit - den Zoobesuch zum Beispiel. Hatten Sie beim ersten Treffen viel Spaß, aber wenig Gelegenheit zum Gespräch, eignet sich eher das lauschige Lokal. "Gemeinsamer Spaß und gemeinsame Ernsthaftigkeit sind beides wichtige Voraussetzungen für eine langfristige Partnerschaft", erklärt Sabine Wery v. Limont. Und dann gibt es natürlich noch Möglichkeiten, die Sie sich besser gleich aus dem Kopf schlagen: Ihre drei Kinder aus erster Ehe sollten Sie auch beim zweiten Date lieber im Kindergarten lassen. Das Kaffeetrinken bei den Eltern könnte abschreckend wirken, der Spieleabend mit Ihren Freunden ebenfalls. Auch Unternehmungen, die keine Möglichkeit zum Austausch bieten (Kino, Theater, Konzert), sind nur bedingt geeignet.

Nach dem Date ist vor dem Date

Zuletzt: Das zweite Date ist noch keine Hochzeit. Eigentlich ist es die Vorbereitung des dritten Dates, so wie das dritte die Vorbereitung des vierten ist. Wenn Sie das im Hinterkopf behalten, fällt es Ihnen leicht, anderen auch dann noch eine Chance zu geben, wenn Sie nicht gleich heiß entflammt sind. Sie signalisieren damit lediglich, dass Sie nach wie vor neugierig auf Ihr Gegenüber sind. Machen Sie es dem anderen klar, wenn Sie sich in der jeweiligen Situation wohl fühlen und seine Gesellschaft schätzen. "Jeder weiß, dass alles, was sich gut anfühlt, nach Wiederholung strebt", so Sabine Wery v. Limont. Wenn Ihr Gegenüber also erfährt, dass er/sie sich für Sie "gut anfühlt", und es ihm/ihr ebenso geht, dann steht dem Beginn einer neuen Liebe eigentlich nichts mehr im Weg.

Martin Schaefer/Parship

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