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Neu bei PARSHIP?

Singlezeit richtig genutzt

Er ist Liebling der Marketingabteilungen und Feind des Rentensystems: der Single. Oftmals hat er nichts Eiligeres zu tun als schnell wieder einen Partner zu finden. Singlephasen lassen sich jedoch auch gut für die Persönlichkeitsbildung nutzen.

Singlezeit richtig genutzt

Ein unaufhaltsamer Aufstieg?

Vor hundert Jahren gab es "Singles" als Lebensmodell noch gar nicht. Heute ist der Single Liebling der Medien. Bei aller gesellschaftlichen Relevanz ist das Alleinsein jedoch kein beliebter Daseinszustand: "Das Bedürfnis, sein Leben mit einem anderen zu teilen, ist uns in die Wiege gelegt", erklärt Single-Experte und Autor Eric Hegmann. Sogar der Körper des Menschen ist auf Paarbeziehungen eingestellt: Langzeitstudien haben gezeigt, dass das Immunsystem bei Singles häufig schwächer ist als das von Menschen in einer Beziehung.

Immunsystem vs. Singlespass

Dass die Biologie sich auf die Seite der glücklichen Partnerbeziehung schlägt, ist nicht weiter verwunderlich. Schliesslich sind wir bei Lichte betrachtet allesamt nur kleine, ferngesteuerte Fortpflanzungsmaschinen im grosen Plan der Evolution. Dabei sollte aber eines nicht vergessen werden: Singlesein kann ziemlich viel Spass machen! Und die Zeit ist auch wichtig, um sich dann irgendwann wieder in den grossen Sog des glücklichen Pärchenlebens einzureihen. Doch was kann man tun, um ein guter Single zu sein?

Entdecke die Möglichkeiten

In Phasen des Selbstmitleids, nach Trennungen also, fällt es meist leichter, der Vergangenheit nachzuheulen als der Zukunft entgegenzublicken. Dabei ist es viel einfacher, wenn man sich an den bekannten Slogan hält: "Entdecke die Möglichkeiten". Jetzt können Sie endlich wieder tun, wozu Sie wirklich Lust haben. Die Carrera-Bahn im Schlafzimmer aufbauen ... Mit Ihrer alten Clique die Nacht zum Tag machen ... Alle 15 Staffeln "Ein Trio für vier Fäuste" am Stück angucken ... Tun Sie einfach einmal Dinge, die Sie früher gerne getan haben. Oder solche, die Sie sich noch nie getraut haben. Probieren Sie sich aus! Lernen Sie Ihre Stärken kennen und erleben Sie das Hochgefühl, dass Sie haben werden, wenn Sie feststellen, dass Sie das Leben auch ganz allein meistern können. Sie können sicher sein: Je mehr Sie Ihre Freiheit geniessen, desto schneller kommt die neue Liebe.

Abenteuer erlaubt

Meistens dauert es ein wenig, bis man sich der Tatsache bewusst wird, dass man nun nur sich selbst verantwortlich ist. Sie brauchen weder Rücksicht auf die Wünsche und Bedürfnisse einer "besseren Hälfte" zu nehmen noch auf diejenigen Ihrer Schwiegermutter. Das sollten Sie ausnutzen. Jeder weiss, zu welchen Verwicklungen und Katastrophen Affären während einer Beziehung führen. Als Single aber können Sie tun und lassen, was Sie wollen. Ungeniertes Flirten ist ebenso erlaubt wie One-Night-Stands - solange Sie sich dabei wohlfühlen (und selbstverständlich der andere auch). Auch dies hat sein Gutes: Denn so tasten Sie sich Schritt für Schritt vor zu dem Menschen, mit dem Sie zusammenleben wollen.

Das Gesetz der Unzeitmässigkeit

Es gibt eine etwas unglückliche Gesetzmässigkeit im Wirrwarr des Liebeslebens: Was man sich am stärksten wünscht, passiert erst, wenn man den Wunsch wieder vergessen hat. So ist es auch im Singleleben. Je stärker der Wunsch nach dem Traumprinzen, umso wahrscheinlicher sind nur ein paar Al Bundys mit ungelenken Anbaggersprüchen zu haben. Irgendwann aber, wenn der Traumprinz längst vergessen ist, kommt von irgendwoher - am Kopierer, auf einer Geburtstagsfeier, im Internet - einer, bei dem sich einfach alles richtig anfühlt. Allzu stark können Sie diesen Moment zwar nicht beeinflussen. Was Sie aber tun können, ist: im Hinterkopf behalten, dass Sie und Ihr Wohlbefinden das Wichtigste auf der Welt sind - und nicht Ihre Verflossenen oder irgendwelche künftigen Lebenspartner! Und natürlich sollten Sie Ihr Glück nicht allein in die Hände des Schicksals legen. Ob Sie bei Parship.ch Kontakte knüpfen oder im Nachtleben die Augen aufhalten - etwas Aktivität beschleunigt den Erfolg sicherlich.

Drei Wochen oder fünf Jahre?

Vor drei Monaten hat sich Wiebke von Jochen getrennt. Nach sieben Jahren! Jochen war am Boden zerstört. Ganze drei Wochen lang. Dann begann er, einen Tauchurlaub mit Freunden zu planen (Wiebke hasste Tauchen), fuhr am Wochenende nach Berlin (Wiebke liebte das Land) und reaktivierte ein Hobby nach dem anderen. Nach weiteren zwei Monaten überraschte er mit der Ansage, er würde mit seiner neuen Freundin zusammenziehen. Eine Trennungsphase im Schnelldurchlauf. Was sagt uns das? Wie in der Anarchie gibt es auch in der Liebe keine Regeln! Das zeigt auch Eric Hegmanns Erfahrung: "Zwar sagt der Volksmund, dass man die Hälfte der Beziehungsdauer benötigt, um wieder frei für eine neue Partnerschaft zu werden. Letztlich kommt aber auf jeden Menschen, der bereits nach einem Monat die neue Liebe gefunden hat, einer, der sich erst monate- oder jahrelang sortieren muss, bevor er sich für eine neue Beziehung bereit fühlt."

Der richtige Zeitpunkt für etwas Neues

Doch wie finde ich heraus, wann für mich der richtige Zeitpunkt für eine neue Beziehung ist? "Prinzipiell gilt, dass die vorherige Beziehung erst einmal verarbeitet sein muss, bevor man eine neue beginnt", so Eric Hegmann. "Die Gefahr, den Rucksack voll schlechter Erfahrungen, Befürchtungen und Sorgen in die nächste Beziehung zu tragen, ist einfach zu gross. Und niemandem sollte eine Beziehung zu dritt (also mit Ex) angetan werden." Ansonsten: Wenn Ihnen die richtige Person begegnet, werden Sie es schon merken. Dafür gibt es schliesslich das untrügliche Bauchgefühl. Vermeiden Sie bloss den Fehler, Liebe mit Angst vor Einsamkeit zu verwechseln. Setzen Sie sich also nicht unter Druck, akzeptieren Sie stattdessen Ihre Situation und lassen Sie dem Lauf der Dinge seine Zeit. Seien Sie dabei so aktiv, wie Sie es für notwendig halten.

Das Stehaufmännchen-Prinzip

Was aber, wenn die Zeit Ihre Wunden nicht heilt? Wenn Ihnen die Single-Zeit richtig zusetzt? Wenn Sie sich zurückziehen und zu nichts mehr Lust haben? Dann sollten Sie in Erwägung ziehen, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen: "Eine Beziehung zu verlieren bedeutet Verlust. Verlust wiederum ist ein extrem starkes Gefühl, das den gesamten Organismus durcheinander bringen kann. Wer diesen Verlust nicht alleine verarbeiten kann, braucht sich nicht zu schämen, wenn er einen Therapeuten aufsucht", sagt Eric Hegmann. "Schliesslich gehören Verlust und Verlustangst in jeglicher Form zu den häufigsten Therapieanlässen." Solch extreme Reaktionen sind jedoch selten. Die meisten ähneln eher dem Stehaufmännchen. Einmal umgekippt, richten sie sich von selbst wieder auf. Zwar mag der Single, der das Single-Dasein zum Lebensprinzip erklärt, selten sein. Trotzdem eint die meisten Menschen, die längere Zeit allein gelebt haben, eine Erkenntnis: Single-Sein ist eigentlich auch ganz gut.

Martin Schaefer/Parship

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