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Neu bei PARSHIP?

Schüchtern? Na und!

Zittern, Stottern, Schweigen - wer schüchtern ist, hat es nicht nur beim Flirten schwer. Doch mit ein bisschen Hilfe lassen sich die größten Hemmungen überwinden - wie unser Beispiel zeigt ...

Schüchtern? Na und! © Fotolia

Zurückhaltend oder arrogant?

Claudias Alptraum ist ein Raum voller Menschen, die sie nicht kennt. Die 30-jährige Grafikdesignerin leidet nicht etwa an Platzangst oder einem schrecklichen Kindheits-Trauma - sie ist bloß schüchtern. Jemanden "einfach so" ansprechen oder sich auf einer Party zu einer Gruppe stellen und mitdiskutieren - allein die Vorstellung verursacht ihr Herzrasen. Claudia kommt sich ohnehin meist vor wie auf einer Bühne: Die Menschen in ihrer Umgebung empfindet sie als Publikum, das nur auf einen peinlichen Patzer wartet. Dabei gibt es eigentlich keinen Grund für übertriebene Unsicherheit: Sie sieht gut aus und kann - in vertrauter Umgebung - klug und witzig erzählen. Aufgrund ihrer souveränen Ausstrahlung hält sich das Mitleid bei Freunden und Kollegen so auch in Grenzen. Claudia wirkt einfach nicht wie ein scheues Reh, das man vor der Welt beschützen muss. Ein Widerspruch, der ihr besonders im Kontakt mit Männern Probleme bereitet: Da man ihr die ständige Unsicherheit kaum anmerkt, wird Claudias Zurückhaltung als Arroganz gedeutet. "Die glaubt, sie müsste nur mit dem Finger schnippen ..."

Ständig auf der Flucht

Beinahe jeder hat irgendwann mit Ängsten und Unsicherheiten zu kämpfen. Wer sich etwa schon einmal als "der Neue" im Büro behaupten musste, kennt das Gefühl, sich beobachtet zu fühlen und bei Zusammentreffen mit Kollegen feuchte Hände zu bekommen. Wirklich schüchternen Menschen fällt es jedoch dauerhaft schwer, auf andere zuzugehen. Sie werden rot, verlegen oder verhalten sich aus Unsicherheit kühl und abweisend. Bei Claudia ging das irgendwann soweit, dass sie es vermied, Einladungen zu Partys anzunehmen oder sich interessierten Männern zu verabreden - aus Angst, sich auf irgendeine Weise zu blamieren. Schüchternheit ist hier nichts anderes als ein Fluchtreflex. Und der ist sogar genetisch festgelegt: Was für den Neandertaler die Angst vor dem Säbelzahntiger war, ist für den modernen Menschen die Furcht vor der sozialen Blamage. Grundsätzlich laufen nämlich im Körper eines Schüchternen etwa beim ersten Date die gleichen Prozesse ab wie bei Lebensgefahr. Doch keine Sorge: Man kann lernen, das Panik-Risiko zu minimieren.

Schüchtern ist cool!

Die meisten Schüchternen reagieren auf Stresssituationen entweder mit Vermeidung - oder Verstellung. Besonders Letzteres hält Parship-Psychologin Sabine Wery v. Limont für falsch: "Wenn jemand versucht, den Draufgänger oder die Zynikerin zu spielen, wirkt das nicht authentisch und letztlich irritierend." Single-Coach v. Limont empfiehlt Ratsuchenden deshalb immer zuerst, die Zurückhaltung als Teil ihrer Persönlichkeit anzuerkennen und offensiv mit ihr umzugehen. Schüchterne sollten zum Beispiel mal darauf achten, wie viele selbstbewusste Frauen erfolgreich mit (angeblicher) Unsicherheit kokettieren oder wie viele zurückhaltende Männer trotzdem die richtige Frau gefunden haben. Ziel dieser Übung ist es, zu erkennen, dass Schüchternheit von den meisten gar nicht so negativ bewertet wird. Wer das einmal begriffen hat, kann mit Blackouts und Atemnot beim ersten Date anders umgehen: "Schüchterne sollten bei Stress einfach offen über ihre Unsicherheit sprechen. Sie werden feststellen, dass ihr Gegenüber im Zweifel genauso nervös ist wie sie und ihre Schüchternheit wahrscheinlich sogar sympathisch findet."

Kleine Tricks

Soll man also Schüchternheit als Schicksal akzeptieren? Ganz und gar nicht, findet die Parship-Psychologin: "Es gibt viele Möglichkeiten, sich ein wenig Sicherheit im Umgang anzutrainieren." So könne man einer angstbesetzten Situation viel von ihrem Schrecken nehmen, wenn man sie sich nur oft genug plastisch ausmalt: "Spielen Sie alles immer wieder durch - mit sich selbst in der Hauptrolle. Wenn Sie sich dann wirklich in der entsprechenden Lage befinden, etwa an einer Bar angeflirtet werden, können Sie deutlich entspannter reagieren." Darüber hinaus - so v. Limont - gebe es im Alltag viele unverfängliche Möglichkeiten, den Umgang mit Fremden zu trainieren: Wer etwa im Supermarkt andere Kunden um Hilfe bittet ("Wo finde ich ...?") oder hin und wieder auf der Straße nach dem Weg fragt, erhöht schon dadurch seine soziale Sicherheit. Und auch wer sich irgendwann zutraut, tatsächlich den bislang aus der Ferne angehimmelten Traummann oder die Traumfrau anzusprechen, kann dabei auf kleine Tricks zurückgreifen. Als Einleitung empfiehlt sich laut der Expertin ein Thema, das nichts mit der eigenen Person zu tun hat: "Wie schmeckt eigentlich dein Drink?" sei deshalb immer besser als etwa: "Wie findest du mein Outfit?". Schließlich hat man auf neutralem Terrain einfach weniger zu verlieren.

Ende gut, alles gut

Eine weitere Möglichkeit, bei der Partnersuche mit Schüchternheit umzugehen, ist das Internet. Online-Partnersuche ist da fast ein Segen. Auch Claudia hat sich schließlich für diesen Weg entschieden - und sich bei Parship.de angemeldet. Der zunächst indirekte Kontakt per Mail fiel ihr deutlich leichter, immerhin wird dabei der erste Schritt des Kennenlernens quasi übersprungen. Außerdem war die sonst zurückhaltende Claudia beim Mailen und Telefonieren weitaus lockerer als im direkten Umgang. Trotzdem: Auch wer sich online kennen lernt, will sich irgendwann gegenübertreten - und steht wie Claudia dann vor denselben Problemen wie zuvor. Sie hatte sich zunächst virtuell in den 35-jährigen Kai verguckt und schob das erste Treffen aus Angst immer wieder hinaus. Bis dieser irgendwann ganz offen nach dem Grund für die Verzögerung fragte. Claudia fasste sich ein Herz und schrieb offen von ihrer Schüchternheit. Daraus entstand ein Mailaustausch über die jeweiligen Schwächen der beiden, und beim ersten Treffen war Unsicherheit kein Thema mehr.

Andreas Udluft/Parship

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