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Die Vorauswahl

Fernkontakte - lieber gleich meiden?

Nah oder fern: Für Martina (37) muss es nicht der Nachbar sein, aber alles über 80 Kilometern zwischen sich und dem künftigen Partner empfindet sie als zu weit. Doch ist das sinnvoll? Das Thema "Fernbeziehung" bewegt viele. Sie auch? Dann sagen Sie uns, was Sie darüber denken!

Fernkontakte - lieber gleich meiden? © Fotolia

"Liebes Parship-Team,

ich bin ein sehr offener Mensch und hoffe, dass ich meine Offenheit auch auf die Partnersuche übertragen kann. In einem Punkt bin ich allerdings sehr festgelegt: Ich kann mir nicht vorstellen, eine Fernbeziehung zu haben. Etwas in mir sträubt sich einfach gegen den Gedanken, dass der Mensch, den ich liebe, so weit entfernt ist. Es ist mir ein Rätsel, wie andere Fernbeziehungs-Paare dieses Problem lösen. Ich hätte Angst, meinen Traummann zu finden und ihn aufgrund der Entfernung wieder zu verlieren. Andererseits befürchte ich, einem wirklich sympathischen Mann von vornherein wegen der Entfernung keine Chance zu geben."

Martina (37), PR-Beraterin

Liebe Martina,

selbstverständlich ist es sinnvoll, ihre Partnersuche einzugrenzen - speziell die Online-Partnersuche ermöglicht die Festlegung wichtiger Suchkriterien. Allerdings sollten Sie auch nicht zu streng an einem Ideal festhalten. Die Liebe kommt oft überraschend. Und da Sie sich selbst als offenen Menschen beschreiben, dürfte das ja auch speziell Ihrem Charakter entsprechen. Grundsätzlich erhöht grössere Offenheit immer die potenzielle Auswahl und somit auch die Erfolgschancen. Dass es keine klinisch getestete Anleitung zur perfekten Suche gibt, ist aber genauso wahr - zum Glück.

Neues wagen - warum nicht?

Sie haben selbst erwähnt, wie schade Sie es finden, wenn Sie sympathischen Männern aufgrund der räumlichen Entfernung jegliche Kennenlernchance verweigern. Denken Sie darüber nach - vielleicht sollten Sie etwas Neues versuchen? Klar, den Partner immer um sich zu haben ist sehr schön und gibt viel Kraft. Andererseits besteht bei jeder noch so nahen Beziehung immer das Risiko des Scheiterns. Garantien gibt es nicht - so oder so. Also: Falls Sie von einem Mann ausserhalb Ihrer Region angeschrieben werden und dieser Mann Ihnen gefällt, dann antworten Sie. Geben Sie sich zumindest die Chance, einander kennen zu lernen.

Nicht zu weit vorausdenken

Verabschieden Sie sich von lästigen Gedanken über eventuelle Probleme in der Zukunft ("Wenn ich mich auf diesen Fernkontakt einlasse, werde ich dann am Ende nicht doch enttäuscht?"). Lassen Sie die Dinge im Jetzt entstehen. Vielleicht ist es an der Zeit, etwas experimentierfreudiger zu werden. Wagen Sie einmal den Blick in die Nachbar-Kantone. Denn hier ist die Entfernung noch relativ überschaubar. Vielleicht ist diese anfangs niedrige Erwartungshaltung schliesslich verantwortlich für die eine oder andere im Internet begründete Beziehung.

Zu zweit eine Brücke bauen

Falls dann tatsächlich der Funke über Städte- und Ländergrenzen hinweg überspringen sollte, dann ergibt sich wohl automatisch der Weg zueinander. Besonders für die Person, die sich für den Umzug entscheidet, für die Loslösung aus dem gewohnten Umfeld mit Familie, Freunden, Arbeit etc., birgt dieser Schritt eine elementare Veränderung. Aber letztlich trifft diese Veränderung auf jedes Leben zu, in das die grosse Liebe Einzug erhält. Und wahrscheinlich ist dies die schönste Veränderung, die man sich überhaupt nur vorstellen kann. Wir hoffen, liebe Martina, dass wir Ihnen ein wenig weiterhelfen konnten und dass Sie viele interessante Menschen kennen lernen!

Katharina Hemmelmair/Parship

Kommentare

"Ich gehörte anfangs auch eher zu denen, die weitere Entfernungen gar nicht erst in Kauf nehmen wollten. Mit der Zeit bin ich etwas flexibler geworden. Manchmal scheint wundersamerweise gerade die Distanz Nähe erst möglich zu machen. Bei Kontakten, wo ich im Vorfeld schon absehen kann, da wird wohl nichts draus, fällt es leichter, einfach drauf los zu schreiben ... Man muss sich die Frage stellen, was bin ich bereit aufzugeben und was gewinne ich dadurch. Natürlich ist z.B. ein Eigenheim recht bindend. Für mich kann ich sagen, dass eine neue Liebe einen hohen Stellenwert hat und dass ich durchaus bereit wäre, mein Zelt hier zusammenzufalten."

Axel (45), EDV-Projektmanager

"Ich denke, dass die Erfolgsausichten bei Fernkontakten eher gering sind, zumal die Kennenlernphase ziemlich erschwert wird. Man sieht sich nicht regelmässig und wenn, dann geballt. Das kann dazu führen, dass man sich viel zu schnell sehr nah kommt, ohne den anderen im Alltag erlebt zu haben. Es bleibt viel Raum für Projektion und Idealisierung, und man ist schliesslich umso enttäuschter, wenn es auseinandergeht, weil man sein Innerstes einem Menschen preisgegeben hat, der eigentlich ein Fremder war und ist und bleiben wird."

Dörthe (29), Lehrerin

"Mein Mann starb, gerade als wir unsere Wohnung in Zürich auflösten und in unser Ferienhaus in Spanien übersiedeln wollten. Ich suche nun von Spanien aus einen neuen Partner. Aber alle antworten mir: Die Distanz ist zu gross. Ich kann doch aber nicht wieder nach Zürich ziehen, um dort auf meinen Traumprinzen zu warten ... Oder aber ich werde gefragt, ohne einen ersten persönlichen Kontakt, ob ich mich entscheiden könnte, bei ihm einzuziehen. Natürlich habe ich mir meine Gedanken dazu gemacht. Bei gegenseitigem Funken könnte ich mir sehr gut vorstellen, meinen Standort zu wechseln. Aber dazu kommt es nie, siehe oben ..."

Esther (64), Personalassistentin i.R.

"Nach meiner Erfahrung wollen die Männer eine Distanz von mehr als 50 km nicht akzeptieren. Vor allem für die Ostschweizerinnen ist es ein grosses Problem, manchmal könnte man meinen, man gehöre überhaupt nicht mehr in die Schweiz. Ich als mobile Frau bin durchaus bereit, die Distanz auch abzukürzen, alles weitere würde sich doch sicherlich ergeben ..."

Elisabeth (58), Kauffrau

"Eine Fernbeziehung kann das Leben sehr bereichern. Ich pflege seit einem halben Jahr eine Beziehung mit einer Kolumbianerin. Trotz aller Verliebtheit sind wir uns bewusst, dass wir uns nur von Briefen und Fotos kennen. Im September treffen wir uns in New York, ein Wahnsinns-Ereignis, auf das sich jede Seite freut wie ein Kind. Der finanzielle Aufwand tritt in den Hintergrund. So eine Beziehung kann trotz Entfernung ungeheuer stark sein. Natürlich muss man eine Vorstellung von einer gemeinsamen Zukunft haben."

Horst (58), Dipl.-Ing.

"Ich habe ein schulpflichtiges Kind mit dem seltenen Glück eines Hortplatzes. Der Kontakt des Kindes zum Vater ist sehr gut. Idealerweise soll es demnächst den Weg zu uns unabhängig vom 'Eltern-Taxi' zurücklegen können. Mit einem Umzug wären wesentliche Einschnitte notwendig: weniger Papa, kein Betreuungsplatz, keine Arbeit für mich??? Das möchte ich uns nicht zumuten, auch nicht für einen neuen Partner. Bei Parship suche ich trotzdem nicht nur in meiner Nähe. Prompt finde ich 500 km entfernt alleinerziehende, wohnortgebundene Väter ... Da siegt dann wirklich die Vernunft über die 'Liebe', sorry!"

S. (46), Grafikerin/Kauffrau/Sozialarbeit

"Kontakte, die etwas weiter weg sind, meide ich eher. Die berufliche Situation steht einer Fernbeziehung eher im Weg, und ich möchte nicht erst 1 oder 2 Stunden auf der Autobahn zubringen, um den Partner zu treffen. Aber ich will diese Kontakte trotzdem nicht vollständig ausschliessen. Ein paar Telefonate, ein unverbindlicher Kontakt kann da viel Klärung bringen. Und wenn es denn nicht klappen sollte, dann hatte man zumindest einen netten Kontakt, gleich wie er ausgeht. Man sollte nur mit viel Sensibilität an die Sache herangehen."

Jörg (43), Kaufmann

"Ich hatte (vor Parship) eine 6 Jahre dauernde Partnerschaft, wobei die ersten zweieinhalb Jahre über mehr als 300 km Entfernung geführt wurden. Auch für eine neue Liebe wäre ich bereit, eine Fernbeziehung einzugehen und evtl. sogar umzuziehen. Das kommt allerdings daher, dass in einigen Monaten mein Studium beendet ist und dann die Karten eh neu gemischt werden. Ich kann schon verstehen, wenn jemand den Standort nicht wechseln will. Persönlich hätte ich jedoch kein Problem damit, woanders mit einem Partner an meiner Seite neu anzufangen."

Karin (29), Psychologiestudentin

"Ich hatte eine Beziehung über eine Distanz von 450 km, eine Entfernung, wo man sich nicht mal eben ins Auto setzt und losfährt. Ich bin der Meinung, eine Zeitlang geht so was schon, auch zum Kennenlernen. Ich würde mir in so einem Fall einen Zeitraum von max. 1 Jahr setzen, dann muss eine Entscheidung fallen, wer umzieht."

Karl (43), Handelsvertreter

"Auch ich hatte eigentlich nur jemanden in meiner Umgebung finden wollen. Aber dann las ich den Tipp, möglichst nicht zu enge Parameter zu definieren, und änderte die geographische Begrenzung. Und Parship schlug mir Andreas vor - 350 km entfernt ... Ja, es ist schmerzlich, sich immer wieder verabschieden zu müssen. Aber jedes Wiedersehen ist ein Fest! Ja, wir fehlen uns oftmals. Doch irgendwann werden wir die Hürden beseitigen können. Die Arbeit daran führt uns noch näher zusammen. Ja, es kostet Geld, Nerven und Zeit, ständig hin- und herzureisen. Das sind wir uns jedoch wert. Ich möchte Andreas niemals gegen einen Mann in meiner Umgebung tauschen. Ich wünsche Wiebke 'den Richtigen' - wo auch immer er wohnt!"

Stefanie (46), Bibliothekarin

"Ich hadere derzeit auch mit diesem Problem, bin jedoch fixiert auf die nähere Umgebung, da ich leider schon Erfahrung mit einer Fernbeziehung machte: er in Salzburg und ich in Linz. Sind nur 125 km, aber die wuchsen in unserer Beziehung zu einem echten Problem heran. Da wir beide beruflich sehr eingespannt sind und keiner seinen guten Job aufgeben wollte/konnte, ging nach einem Jahr die Beziehung in die Brüche. Obwohl wir uns liebten. Aber da wir ausser Pendeln keine andere Lösung fanden, trennten wir uns."

Gerda (43), Industriekauffrau

"Ich habe berufsbedingt vor Jahren für ca. 9 Monate Fernkontakt haben müssen. Bekannte sagten damals: Toll, du lebst in zwei Städten. Mir wurde aber meine eigene Stadt fremd, ohne dass mir die meiner Partnerin näher kam. Ich verdiente Geld, um mir das Geldverdienen fernab von ihr leisten zu können. Und wie kann ich die Leere aushalten, die mir entgegenschlägt, nachdem die kostbaren Minuten der Zweisamkeit wieder mal viel zu schnell vorbei sind? Ich kann jeden verstehen, der zu sich selbst und damit auch zum anderen ehrlich ist und sagt: Dafür bin ich nicht der Typ."

Peter (56), kaufmännischer Angestellter

"Das 1. Mal, wo ich mich auf eine lockerere Fernbeziehung eingelassen habe, ist daraus die Mutter meiner Kinder geworden, mit dem Ergebnis, dass ich nach der Scheidung und ihrem Wegzug an den früheren Wohnort fast ein Jahrzehnt lang jedes 2. Wochenende 4 Stunden im Zug verbringen durfte, um meine Kinder zu sehen ... Als Bewohner eines Ballungsgebiets mit 4.000.000 Menschen muss es doch möglich sein, eine geeignete Partnerin in der Region zu finden!"

M. (47), Arzt

"Ich würde es auch mit einem Partner in einiger Entfernung versuchen, da ich in meinem Freundeskreis erlebt habe, dass auch der Aufbau einer 'Fern'-Beziehung funktionieren kann. Eine Absage mit der Begründung 'zu weit entfernt' auf eine Kontaktanfrage im benachbarten Postleitzahlenbereich finde ich allerdings schon ziemlich kurios. Es scheint wahrhaftig Männer zu geben, die meinen, die Frau ihres Lebens wohnt nur ein paar Strassen weiter?"

O. (51), Designerin

"Ich denke, die Entfernung muss keine übergeordnete Rolle spielen. Wenn beide Partner flexibel sind und man nicht sofort einen gemeinsamen Hausstand gründen will, kann eine grössere Entfernung beiden Partnern nicht schaden."

Richard (56), Datenbearbeiter

"Ich bin etwas traurig über das negative Denken, was Fernbeziehungen betrifft. Egal, wo man jemanden kennenlernt, es sollte immer die Liebe füreinander da sein, dann überbrückt man vieles. Es wäre auch gut, wenn wir alle etwas weniger an das ICH denken und mehr an dem DU arbeiten, damit irgendwann ein WIR daraus wird. Gebt der Liebe eine Chance!"

Violeta (37), Friseurmeisterin

"Will man im Job erfolgreich sein, ist immer ein gewisses Mass an Flexibilität gefragt. Warum sollte es im Privatleben anders sein? Und wenn ich mich schon auf diese Form der Partnersuche einlasse, ist es dann nicht wichtiger, die Person zu finden, die zu mir passt, als Pseudosicherheiten zu pflegen? Ich selbst habe nach und nach meinen Radius erweitert, um schliesslich den Mann kennen zu lernen, mit dem ich mir ein gemeinsames Leben vorstellen kann - knapp 700 km entfernt. Und, wie so oft: Wenn es passt, fügt sich alles wie zwei Zahnräder ineinander. Ich wechsele nun nicht nur den Wohnort, sondern gewinne eine 'Familie' aus Partner und zwei Kindern und zudem einen Job, der mir mehr bietet als der bisherige. Auch mein Partner hätte jederzeit versucht, seinen Job zu wechseln, für mich gab es einfach mehr Alternativen. Also Mut zu ein wenig mehr Offenheit, es lohnt sich!"

Johanna (45), Ärztin

"Ich habe eine Fernbeziehung hinter mir und möchte das nicht wieder haben. Es gibt einfach Lebensumstände, wo räumliche Flexibilität nicht verantwortbar ist. Ich habe einen Sohn im Grundschulalter, der einen sehr engen Kontakt zu seinem Vater hat. Durch die räumliche Nähe kann mein Sohn den Papa selbstständig besuchen. Es hat für mich Priorität, diese Beziehung zu erhalten. Meine Erfahrung ist, dass ab einem bestimmten Alter auch Männer, sei es durch Kinder oder den Beruf, an ihren Ort gebunden sind. So ist meine Fernbeziehung letztlich daran gescheitert, dass keiner von uns es verantworten konnte und wollte, den Ort zu wechseln."

Miriam (40), Therapeutin

"Das Thema scheint die Parship-Mitglieder in 2 Lager zu spalten. Ich finde es erstaunlich, wie viel Stress Menschen für einen Job in Kauf nehmen. Man zieht um, fährt lange Strecken, pendelt ... Die grosse Liebe erwarten die meisten allerdings 'just around the corner', und bei Entfernungen von über 50 km werfen die meisten schon die Flinte ins Korn. Ich finde, dass man einen guten Job leichter finden kann als seine grosse Liebe. Deswegen schrecken mich Entfernungen auch nicht."

Stefanie (39), Assistentin der Geschäftsleitung

"1-2 Std. Fahrt mit dem Zug oder Auto, um einen lieben Menschen zu treffen - diese Zeit, ausgerechnet auf ein Leben, ist wirklich nicht erwähnenswert. Und ist denn der Arbeitsweg schöner ...? Ich hatte Kontakt mit einer sympathischen Frau. Als dann der Wohnort bekannt wurde, bekam ich folgende Antwort: Der Weg ist mir zu weit ... und wurde gelöscht, konnte nicht mehr antworten. Darum an alle: Lasst dem Schreibpartner die Chance, zu argumentieren. Es gibt keine Probleme, sondern nur Lösungen! Ich würde viel geben, um Ihr, S. aus B., die Lösung zu schreiben ..."

C. (51), Geschäftsführer

"Bei mir hat sich der Wunsch, jemanden in der Nähe zu finden, ganz schnell umgedreht in 'Neugier weltweit', und ich mache bei Parship bisher richtig nette und interessante Erfahrungen, in der Nähe und bis in die USA, toll ist das! Problematisch ist eher manchmal die Sprache. Ich finde den Gedanken, 'erst einmal' eine Fernbeziehung einzugehen, richtig spannend, aber vielleicht gibt mir mein Alter ja eher die Möglichkeit, Mobilität nicht so sehr als Problem zu sehen. Den Wohnort für die Liebe wechseln? Das würde ich auf jeden Fall tun, wenn's nötig wäre, ich habe doch nur das eine Leben, und wenn's wieder funkt - dann wird es sicher überhaupt kein Abwägen von Wichtigkeiten geben!"

Gisela (62), Unternehmerin

"Manche Menschen sind einfach unflexibel, doch es gibt auch viele, die es nicht sind! Ich persönlich würde für den Menschen, den ich wirklich liebe, durchaus den Wohnsitz wechseln ... Nur wie soll ich wissen, ob ich jemanden wirklich liebe, ohne dass wir uns vorher kennengelernt haben? Ich denke, da wird von vielen etwas verlangt - totale Sicherheit im Vorfeld -, das sich erst im Lauf der Zeit entwickeln kann. Wenn ich lese, dass schon 80 km ein Problem sind, dann frage ich mich, was ist mit den alltäglichen anderen Problemen, die in jeder Partnerschaft so oder so normal sind? Wenn ich weiss, dass ich nehmen kann, dann gebe ich auch gerne ... wenn ich meine Partnerin liebe, sowieso ... selbst bei einer Freundschaft! Vielen Dank an meinen Vorredner: Ja, Probleme gibt's nur dort, wo keine Lösungen umgesetzt werden! Liebe Grüsse von einer, die beruflich ca. 50.000 km/Jahr fährt."

Sylvia (35), Medizin-Technikerin

"Liebe auf Distanz kann unheimlich spannend sein - wenn man dazu bereit ist, Änderungen und Hürden zu meistern! Als ich Hals über Kopf meine Koffer packte, um 1200 km in ein fremdes Land, dessen Sprache ich nicht sprach, zu ziehen, haben mich alle für verrückt erklärt und meinen Schiffbruch vorausgesagt. Heute, nach 12 Jahren, ist aus Liebe Freundschaft geworden. Was mich angeht, habe ich ein spannendes neues Leben gefunden und erfahren, was ich in meinen kühnsten Träumen nicht gedacht hätte. Ich kann allen Mut machen, es zu versuchen. Liebe kennt keine Grenzen und kann Berge versetzen! Ich habe meinen Schritt nie bereut und würde es wieder tun!"

A. (54), Maklerin/Designerin

"Meine letzte Beziehung ist an 70 km gescheitert. Am Anfang war alles noch ganz okay, dann kamen die Forderungen. Wozu ich ja auch bereit war, jedoch sind für einen 50-Jährigen die einigermassen gleichwertigen Jobs nicht so dicht gesät. Mit der Zeit kam die Unzufriedenheit immer stärker, wozu auch mein Schichtdienst beitrug, durch den wir uns oft zwei Wochen nicht sehen konnten. Spontane Sachen konnte man zusammen auch nicht machen, bei einer Anfahrt von mehr als einer Stunde. Deshalb bin ich nun nicht mehr für so eine Entfernung zu haben."

Niels (54), Operator

"Nachdem ich 12 Jahre eine Beziehung auf Distanz gelebt habe, bin ich heute etwas zwiespältig: Natürlich bin ich gewohnt, mein Alltagsleben alleine zu managen, und die Wochenenden zu zweit waren meist wunderschön. Doch vor die Wahl gestellt, würde ich heute einen Partner vorziehen, den ich in meiner Nähe haben kann. Denn auch die kleinen, spontanen Dinge des Alltags möchte man ja gemeinsam erleben. Wobei 50 km noch keine Fernbeziehung für mich sind."

B. (41), Managementassistentin

"Ich fand die Frau meiner Träume in über 700 km Entfernung. Die Vorbereitung der Treffen, die Planung eines gemeinsamen Urlaubs und die vielen Telefonate, bei denen viel 'Alltag' gegenwärtig wurde, können mich nur dazu veranlassen, anderen Partnersuchenden die Empfehlung zu geben, auch Fernkontakten eine reelle Chance zu geben."

Uli (49), Arzt

"Ich finde die Kilometer nicht so entscheidend. Schon eher die Zeit, die man benötigt, die Entfernung zu überwinden, weil sich daraus die Frequenz der Besuche ergibt. Ob ich nun mit dem Auto in 2 Stunden 250 km weit fahre oder mit einem Billigflieger in 1 Stunde 1000 km weit komme. Ausserdem ist doch die Parship-Mitgliedschaft Indiz dafür, dass man/frau bei der Partnersuche 'um die Ecke' nicht erfolgreich war. Also Leute, wagt eine Änderung! Es gibt ausreichend viele Hürden auf dem Weg zur neuen Partnerschaft, da braucht es nicht noch eine weitere. Es kommt nicht darauf an, wie weit man fährt oder fliegt, sondern für wen!"

Henry (49), Rettungsassistent

"Die Diskussion hinkt. Frauen, die es sich dank der Alterspyramide leisten können, finden Nahbeziehungen praktischer, Männer ab 50 auch wegen des Überangebotes suchender Frauen ab 50. Man wird bescheiden und nimmt als Frau ab 50 auch Fernbeziehungen in Kauf. Aber selbst das positivste Denken scheitert an den Problemen der Herren, die die Entfernung gern als Grund vorschieben. Eine ehrliche Analyse ihrer eigenen Probleme wäre schmerzhafter."

Petra (54), Lehrerin

"Ich kann sensiblen Menschen, die selbst aus bestimmten Gründen nicht umziehen können, nur von einer Fernbeziehung abraten. Ich selbst hatte einen Partner gefunden - 250 km entfernt. Es war eine wunderbare Beziehung - aber nur am Wochenende. Angeblich war er bereit, sich in meiner Stadt einen Job zu suchen, was er aber nie getan hat. Es hat ihm gereicht: während der Woche Hotel Mama und seine Kumpels und am Wochenende das Sahnehäubchen ... Wenn einer den anderen hinhält und ignoriert, dass er leidet, sollte man es lassen. Irgendwann geht jede Fernbeziehung auf diese Entscheidung zu. Ich will, dass der Partner da ist, wenn ich ihn brauche, und nicht, weil Wochenende ist!"

Petra (45), Senior Consultant

"Entfernungen existieren nur im Kopf. Ich habe jahrelang eine Wochenendehe geführt, anstrengend, aber schön. Man kann sich jemandem, der tausend Kilometer entfernt wohnt, viel näher fühlen als dem, den man täglich sieht. Aber die meisten Herren suchen wohl die Frau, die zu den Möbeln passt ... Auch wenn man nur 50 km entfernt wohnt, wird erwartet, sie zieht zu ihm. Jungs, das funktioniert nicht."

M. (35), selbstständig

"Was der Bauer nicht kennt, das mag er nicht - diese Weisheit lässt so manch faszinierende Eindrücke im Leben an einem vorbeiziehen. Für mich birgt eine Fernbeziehung sogar auch einige Vorteile, einen anderen Lebensstil. So kann ich konzentrierter arbeiten und mich dafür konzentrierter der gemeinsamen Zeit widmen. Und wenn es mal nicht klappt auf Distanz, dann sind doch oft Freundschaften bestehen geblieben, und die sind ein spannender Bereich in meinem Leben, den ich nicht mehr missen will. Also, liebe Leute, probiert es doch aus, egal wo der andere sich aufhält, oft erlebt man Überraschungen, die das Leuchten der Augen in einem erwecken oder das Lachen ..."

Alexander (39), Unternehmer

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