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Der erste Kontakt

Vom Umgang mit Parallelkontakten

Wer im Netz auf Partnersuche geht, beschränkt sich dabei - jedenfalls bis der oder die Richtige gefunden ist - selten auf nur einen Kontakt zur Zeit. Doch der Multi-Flirt hat seine Tücken: Wer für die eine entflammt ist, sollte nicht gleichzeitig noch der anderen Hoffnungen machen.

Vom Umgang mit Parallelkontakten

Am Montag ein Date mit Martina (36), Zahnärztin, Dienstag Treffen mit Unternehmensberaterin und Katzenfan Kerstin. Dazwischen auf keinen Fall vergessen, Autohasserin Katja (Kunststudentin) für Mittwoch abzusagen - schließlich wollte da doch diese Physiotherapeutin (33, Zungenpiercing) anrufen. Wie hieß die noch ...? Datingstress bei der Online-Partnersuche: Eigentlich ein Luxusproblem, über das man sich keinesfalls beklagen würde - hätte man nicht noch die Ratschläge des lebensweisen Schwippschwagers väterlicherseits im Ohr: "Du kannst nicht auf zwei Hochzeiten gleichzeitig tanzen!", "Konzentrier dich mal auf eine Sache, sonst klappt am Ende gar nichts!" Dazu die lästig bohrende Frage: Ist das schon Betrug, wenn man zwei Frauen gleichzeitig sympathisch findet?

Erst mal entspannen!

Erstaunlich viele Partnersuchende haben schon beim Mailkontakt Probleme mit der Mehrgleisigkeit: Selbst wenn anfänglich noch eher harmlose E-Mails ausgetauscht werden, neigt mancher schnell dazu, sich auf einen Kandidaten festzulegen, oder leidet unter dem Gefühl, das Gegenüber zu hintergehen. Zu Unrecht - wir raten in diesem Punkt generell zu mehr Gelassenheit. Zunächst sollte man sich klar machen, dass sich auch die eigenen Mailbekanntschaften im Zweifel nicht nur auf den einen Kontakt beschränken. Warum auch? Ein wenig rumprobieren, sich umsehen, nette Leute kennen lernen - so funktioniert Partnersuche nun mal, egal ob im Netz oder "real". Auf einer Party schwört man schließlich auch nicht dem ersten Menschen ewige Treue, der einen auf einen Cocktail einlädt! Grundsätzlich fehl am Platz sind deshalb Selbstvorwürfe und schlechtes Gewissen. Schließlich ist es doch normal, dass erst einmal ein paar Testläufe nötig sind, bevor es wirklich "Klick" macht. Sich schon sehr früh festzulegen, kommt deshalb eher einem Gewinnspiel gleich - bei dem man sich womöglich viel versprechende Chancen verbaut.

Und so geht's

Doch auch bei noch so großer Gelassenheit wirft das Multi-Flirten einige Fragen auf: Sollte zum Beispiel der bergsteigende Börsenmakler von seinem Konkurrenten in spe, dem schachspielenden Schlafwagenschaffner, in Kenntnis gesetzt werden? Und wenn ja, wann? Grundsätzlich raten die Parship-Experten, das Thema Parallelkontakte "nicht zu hoch zu hängen". Ohnehin dürfte kaum jemand, der sich im Netz nach einem neuen Partner umsieht, von Anfang an Exklusivität einfordern oder gar stillschweigend voraussetzen. Statt also das Offensichtliche zu diskutieren, sollte man sich lieber auf das jeweilige Gegenüber konzentrieren. Kommt das Thema doch zur Sprache, empfiehlt sich zurückhaltende Offenheit: Natürlich gibt es keinen Grund, andere Kontakte zu verleugnen - wer allerdings einen E-Mail-Austausch dazu nutzt, über andere Parship-Kontakte zu lästern und gar Namen zu nennen, outet sich selbst als unsensibler und indiskreter Schwätzer. Ebenfalls fatal: die Konsumentenhaltung. Wer dutzende Kontakte mit Standardtexten unterhält, hat kaum eine Chance auf ein ernsthaftes Kennenlernen. Vielmehr besteht die Gefahr, den Überblick zu verlieren und im schlimmsten Fall gar die E-Mail-Partner miteinander zu verwechseln. Um dem vorzubeugen und individuell auf das Gegenüber eingehen zu können, empfiehlt sich bei mehreren Kontakten ein Spickzettel mit den jeweils wichtigsten Daten. Hilfreich ist es auch schon, seinen Parship-Kontakten - über die entsprechende Funktion im Steckbrief - treffende Aliasnamen zu geben.

Einer wird gewinnen

Bei allem Spaß am Online-Flirten: Irgendwann gilt es doch, sich festzulegen - schließlich geht es den meisten am Ende doch darum, den und nicht etwa die Richtigen zu finden. Am einfachsten ist das natürlich, wenn es tatsächlich und eindeutig gefunkt hat. Die Frage nach anderen Mailkontakten stellt sich dann mangels Interesse meist ohnehin nicht mehr. Trotzdem sollte man es auch im größten Gefühlsrausch nicht versäumen, anderen Bekanntschaften freundlich und vor allem ehrlich abzusagen: "Tut mir Leid, ich bin fündig geworden ..." Und auch, wenn man weiterhin nicht auf anregende Mailkontakte verzichten oder Kontakte auf freundschaftlicher Basis weiterführen will: Spätestens wenn, was als Funke begann, Beziehungscharakter hat - gemeinsam Urlaube geplant werden oder man sich gegenseitig Freunden vorstellt, kurz: alles etwas verbindlicher wird - ist es auch an der Zeit, sich anderen als "gebunden" vorzustellen.

Andreas Udluft/Parship

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