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Das erste Treffen

Habe ich eine Chance?

Das erste Treffen war nett - doch bei der Verabschiedung warten Sie vergebens auf das Zeichen Ihres Online-Flirts: Lass uns bald wieder treffen! Keine Panik. Es gibt Signale, die Ihnen ohne Worte verraten, ob nun Rückzug oder Initiative gefragt ist.

Habe ich eine Chance? © iStock

Sie liebt mich, sie liebt mich nicht

Seit Holger (44, Ingenieur) auf Online-Partnersuche ist, hat er einige Verabredungen hinter sich. Doch trotz seiner Erfahrungen ist er immer wieder unsicher. "Woran kann ich erkennen, ob eine Frau ernsthaftes Interesse hat?" Bei einigen Kontakten herrschte nach lebhaftem Auftakt urplötzlich Funkstille - war das abzusehen? Wie Holger geht es vielen. Endet ein Date nicht gerade mit der Zu-dir-oder-zu-mir-Frage - na ja, oder der Vereinbarung eines zweiten Treffens -, bleibt die Unsicherheit. Dabei besteht durchaus Grund zur Hoffnung. Nicht jeder ist so forsch, dass er seine Absichten gleich enthüllen mag. Aber jeder Mensch sendet viel sagende Signale. Und wenn Sie Ihr Gegenüber genau beobachten, werden Sie diese auch erkennen.

Am Anfang ist das Wort

Im Tierreich ist es häufig die Nase, die über Liebe oder Nicht-Liebe entscheidet. Beim Menschen ist es etwas komplizierter. Finden wir den anderen attraktiv, wird zunächst das Terrain erkundet. Über Stimme und Konversation lernen wir einander kennen. Doch nicht nur das Gesagte ist aufschlussreich. Bestimmte Verhaltensweisen lassen Rückschlüsse darauf zu, ob Ihr Gegenüber ein gesteigertes Interesse an Ihnen hat oder nicht. Hat er oder sie Ihnen gut zugehört? Sie ausreden lassen? Gelegentlich Zwischenfragen gestellt? Hat der andere sich vielleicht sogar kleinere Details aus Ihrem Parship-Profil oder den Mails gemerkt und darauf Bezug genommen? Hat er sich bemüht, das Gespräch in Gang zu halten? Wenn ja: Alles gut gelaufen. Und Sie haben ein erstes Signal, dass der andere Gefallen an Ihnen findet.

Ein Blick sagt mehr als tausend Worte

Nun haben Sie geredet, geredet und geredet. Nach einem kurzen Abriss ihrer Lieblingsspeisen kamen die Hobbys dran, Sie haben Gemeinsamkeiten festgestellt und zuletzt sogar über Zukunftswünsche gesprochen. Ein gutes Zeichen. Doch Sie zweifeln: Was, wenn Ihr Gegenüber Sie bloss nett findet? Freunde führen schliesslich auch gute Gespräche. Stimmt. Aber sicher haben Sie ein Phänomen schon selbst beobachtet: Sind Sie verliebt, empfinden Sie ein zweistündiges Gespräch über physikalische Versuchsanordnungen als Nachtigallgesang. Woran das liegt? Wenn zwei Menschen etwas füreinander empfinden, wird auf allen Ebenen kommuniziert. Zuallererst sind es die Augen. Mit dem Blick sagt Ihnen der andere, was er für Sie empfindet. Blickt die Frau Ihrer Träume etwa tief in Ihre Augen, während sie über den Pawlowschen Reflex spricht, rückt das Thema in den Hintergrund. Mit ihrem Blick signalisiert sie Zuneigung. Und das gilt - wie im Übrigen alles, was hier gesagt wird - auch für Sie: "Um Interesse wahrzunehmen und auch zu signalisieren, müssen Sie Blickkontakt halten können. Das sollte man vielleicht sogar vor dem Date mit Freunden trainieren", rät Parship-Psychologin Sabine Wery v. Limont.

Zwei Körper im Einklang

Auf Neuguinea werden künftige Paare mit einem Tanz getestet. Je besser die Bewegungen des Paares zueinander passen, je grösser der Einklang zwischen beiden ist, desto besser sollen sie zusammenpassen. Diesem Werbetanz-Test liegt eine Beobachtung mit universeller Geltung zugrunde. Die erste Kennlernphase folgt nämlich überall einer Choreographie: Während der andere über seine Lieblingsspeisen spricht, sitzt er noch zurückgelehnt, seitlich am Tisch. Bei den Hobbys hat er Ihnen Kopf und Schultern zugewendet. Als Sie zu den Gemeinsamkeiten kommen, dreht er sich ganz in Ihre Richtung. Und als Sie über die Zukunft sprechen, kommt es vielleicht sogar zu unbewussten, flüchtigen Berührungen. Wenn Sie ebenso wie der andere empfinden, sind auch Sie Teil dieser Choreographie: Körperhaltung, Sprechtempo, Mimik und Gestik passen sich dem Gegenüber an. Greift Ihre Bekanntschaft zum Glas, trinken Sie ebenfalls. Klopft sie zur Musik auf den Tisch, wippen Sie mit dem Fuss. Dieser Einklang ist nichts anderes als ein unbewusster Werbetanz und ein guter Indikator für die Gefühle füreinander.

Schüchtern? Unsicher? Oder schon Ablehnung?

Der Abend ist vorbei, Sie lassen die letzten Stunden Revue passieren. Wenn alles wie im Bilderbuch ablief, fragen Sie ruhig nach einem zweiten Treffen. Er/Sie wird freudig zustimmen. Aber was, wenn Sie aus den Signalen nicht schlau werden? Natürlich ist es möglich, dass Ihre Temperamente sich stark unterscheiden. Vielleicht ist der andere besonders schüchtern - dann ist es kein Wunder, dass er Ihre Blicke nicht erwiderte. In diesem Fall sollten Sie ihm Zeit lassen, sicherer zu werden. Vielleicht öffnet er/sie sich beim zweiten Treffen. Ist Ihr Gegenüber dagegen in Bezug auf seine Gefühle für Sie unsicher, sind es auch seine Signale. Er/Sie sendet so genannte Doppelbotschaften, also Zeichen, die nicht zueinander passen. Vereinbart etwa ein zweites Treffen, lehnt sich dann aber zurück und redet ununterbrochen von Problemen im Job. Hier rät Sabine Wery v. Limont: "Fragen Sie Ihr Gegenüber, wie Sie sein Verhalten interpretieren sollen. Haken Sie so lange nach, bis Sie Klarheit haben."

Lassen Sie sich Zeit

Wir wollen es nicht hoffen, aber es besteht natürlich auch die Möglichkeit, dass Sie nicht den Vorstellungen des anderen entsprechen. Dann werden die Signale auch dementsprechend aussehen: Fluchtreflexe, Unaufmerksamkeit, körperliche Abgewandtheit können Sie als Ablehnung deuten. Wenn Sie unsicher sind und diesen Eindruck lieber bestätigt haben wollen - nachfragen. Vielleicht aber ist der andere gar nicht das Problem: "Am wichtigsten ist die eigene Klarheit", sagt Sabine Wery v. Limont. "Bin ich selbst ambivalent, sende ich auch ambivalente Botschaften und mein Gegenüber hat es sehr schwer, diese zu interpretieren." Sollte Ihr Gegenüber Ihre Botschaften falsch gedeutet haben, werden die oben geschilderten Abläufe gestört. Und Sie haben ebenfalls Probleme, seine Wünsche zu erkennen. Zum Glück brauchen Sie nichts überstürzen: Schlagen Sie einfach ein zweites Treffen vor und beobachten Sie, wie sich die Sache entwickelt - das verpflichtet Sie ja zu nichts.

Martin Schaefer/Parship

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