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Besondere Situationen

Achtung, Abchecker!

Jeder hat seine Vorstellungen vom idealen Partner. Klar, dass man bei der Partnersuche auf manche Eigenschaft besonders grossen Wert legt. Das Kennenlernen macht jedoch wenig Freude, wenn man an einen Abchecker gerät.

Achtung, Abchecker! © iStock

"Ich hatte noch gar nichts über mich geschrieben", erinnert sich Andrea (36), "da wollte er schon ein Foto von mir haben. Er sei ein visueller Mensch und würde sich gern ein Bild von mir machen." Obwohl das der Apothekerin eigentlich zu schnell ging, gab sie ihm ihr Bild frei. Schliesslich hatte er ihr sein Foto auch gezeigt. Am Tag darauf musste sie jedoch festzustellen, dass er den Kontakt abgebrochen hatte. Wortlos. Abchecken - das bedeutet, nur darauf zu achten, ob jemand ins Schema passt. Wer den gewünschten Kriterien nicht entspricht, fliegt raus. "Natürlich ist so etwas verletzend", weiss Sabine Wery v. Limont. Die Parship-Psychologin hat häufiger mit diesem Problem zu tun.

Frauen wollen auch nur das Eine

Auch Barbara (48) ärgert sich über einen Abchecker: "Ich war extra zum Blind Date nach Wien gefahren. Am Treffpunkt rief er mich auf dem Handy an, legte aber gleich wieder auf - und ward nie gesehen. Er hat mich wohl aus der Ferne beobachtet und nicht interessant gefunden ..." Abchecken ist jedoch kein rein männliches Phänomen. Es gibt durchaus auch Frauen, die zum schnellen Bildertausch drängen ("... oder traust du dich nicht?!"). Das Gros der Damen sucht evolutionsbedingt aber immer noch eher den einfühlsamen Versorger als (nur) auf optische Reize zu setzen. So nutzen Frauen einen ausführlicheren Mailkontakt, um ihr Gegenüber abzuklopfen. Einen Mann kränkt es dabei ebenfalls, wenn er einer Frau Einblicke in sein Gefühlsleben gewährt und dann eine Abfuhr bekommt. So erging es Jörg (34). Wochenlang hatte er mit einer Frau Mails ausgetauscht, über seine Träume, Hoffnungen und Wünsche geschrieben und gedacht, er habe alles im Griff. "Und dann schreibt sie mir auf einmal, sie habe das Gefühl, ich sei nicht der Richtige, und das war's dann. Ich frage mich wirklich, was ich falsch gemacht habe", sagt Jörg zerknirscht. "Gar nichts", weiss Sabine Wery v. Limont.

Sie haben es in der Hand

Bei der Partnersuche auf bestimmte Merkmale zu achten, ist legitim; deshalb kann es natürlich auch passieren, dass man selbst aus dem einen oder anderen Grund, für den man gar nichts kann, einen Korb hinnehmen muss. Man vergisst in solch schmerzlichen Situationen leicht, dass man selbst andere ebenso "abscannt". Sie können sich jedoch zumindest Ihrerseits um Feinfühligkeit beim Absagen bemühen. Sabine Wery v. Limont: "Wenn ein Kontakt einfach abgebrochen wird, ist das für den anderen viel schwerer zu ertragen als eine nett formulierte Absage. Denn wenn ich Feedback bekomme, habe ich die Chance, mich weiterzuentwickeln." Julia (33) hatte mit einer besonderen Abchecker-Spezies Kontakt - einem "Masse statt Klasse"-Mann: "Schon seine erste Mail wirkte wie ein Serienbrief, den er an jede verschickt." Auf das, was Julia schrieb, ging er überhaupt nicht ein, sondern forderte nur ihre Telefonnummer und ein baldiges Treffen. Als seine nächste Mail mit "Hallo Claudia" anfing, hatte Julia genug. Sie tat das einzig Richtige und brach den Kontakt ab.

Verantwortung fürs eigene Handeln

"Machen Sie sich klar, was Sie wirklich wollen", rät die Parship-Psychologin. Bei der Partnersuche ist Eigenverantwortung sehr wichtig. Wenn Sie jemandem Ihr Bild schicken, obwohl Sie noch gar nicht so weit sind, geben Sie ihm damit die Verantwortung. Wenn der andere Sie dann einfach wegklickt, hat er diese nicht angenommen. Schnell fühlt man sich hintergangen und missbraucht. "Machen Sie sich bewusst, dass unterschiedliche Menschen eben nach unterschiedlichen Kriterien suchen, und nehmen Sie es nicht gleich persönlich", empfiehlt Sabine Wery v. Limont. Abchecker werfen Sie dann nicht mehr so leicht aus der Bahn, selbst wenn Sie sich natürlich zu Recht über das unhöfliche Verhalten vereinzelter "schwarzer Schafe" beschweren können. "Tun Sie nichts, was Sie nicht wollen. Schicken Sie kein Foto, nur weil Sie jemand drängt, und lassen Sie sich nicht ausfragen, wenn Sie sich damit unbehaglich fühlen." Behalten Sie Ihr Tempo bei, auch wenn sich damit vielleicht mancher Kontakt von selbst erledigt, und sagen Sie dem anderen, wenn Ihnen etwas nicht behagt. Sie müssen es nicht jedem Recht machen. Auch Andrea hat das beherzigt und sich beim nächsten Mal die Zeit genommen, die sie brauchte, bevor sie ihr Bild freigab. Das Resultat heisst Rolf (41), und der klickte begeistert auf "Antworten".

Annette Riestenpatt/Parship

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