Stelle einen Single nie vor die Wahl zwischen dir und seinem Haustier: Du könntest verlieren!

05.08.2020 Katharina Hemmelmair

In mehr als jedem fünften Schweizer Haushalt leben tierische Mitbewohner. Das beliebteste Haustier ist die Katze, bei Männern ebenso wie bei Frauen. Wenn sie zwischen dem tierischen oder einem menschlichen Partner wählen müssten, würde sich mehr als die Hälfte aller alleinstehenden Haustierbesitzer „auf jeden Fall“ und fast ein Viertel „eher“ für ihr Haustier entscheiden. Selbst bei jenen Schweizern, die aktuell in einer Partnerschaft sind, würden im Zweifelsfall 41 Prozent das Haustier dem Partner vorziehen. Dies hat eine neue, repräsentative Studie der Online-Partneragentur Parship.ch bei 1‘008 Frauen und Männern in der Deutsch- und Westschweiz ergeben.

Zürich,

In 22% der Schweizer Haushalte schnurrt, bellt, kreucht und fleucht es in der Wohnung: Frauen teilen ihr Heim noch etwas häufiger mit tierischen Mitbewohnern als Männer (26% vs. 19%), in Partnerschaft lebende häufiger als Singles (24% vs. 18%). Doch auch bei den übrigen Befragten findet man einige potentielle Tierhalter, denn 34% der Frauen und 14% der Männer wünschen sich durchaus ein Haustier. Die

Wahl zum beliebtesten Haustier gewinnt das Büsi

Die Katze ist das beliebteste Haustier von Herr und Frau Schweizer: Sie ist in 77% der Haushalte von weiblichen Tierbesitzern zu finden, 38% halten einen Hund. Bei den männlichen Haustierbesitzern geben 60% an, ihren Haushalt mit einer Katze zu teilen; 52% besitzen einen Hund. Und besonders bei alleinstehenden Haustierbesitzern nehmen Katzen einen hohen Stellenwert ein: Drei Viertel von ihnen (und zwar Männer wie Frauen) besitzen eine Katze und 41% einen Hund.

Geht es um ihre Lieblinge, haben Frauchen und Herrchen klare Vorstellungen

Für mehr als die Hälfte der männlichen und zwei Drittel der weiblichen Haustierbesitzer ist es «sehr wichtig», dass ihr jetziger oder zukünftiger Partner Verständnis für ihr Haustier hat. Wichtig ist ausserdem, dass sich der Partner ebenso wie man selbst um das Tier kümmern sollte (40%). Rund ein Viertel der Haustierbesitzer erwartet zudem, dass ihr jetziger oder zukünftiger Partner ihre Leidenschaft für Tiere teilt und knapp jedem fünften ist wichtig dass der (potentielle) Partner die gleichen Tiere mag wie er/sie.

Auf der anderen Seite möchten 28% der Männer «eher weniger bis gar nicht», dass ihre (potentielle) Partnerin ein Haustier besitzt (Frauen 17%). Doch würden die wenigsten Männer erwarten, dass sie dieses zugunsten der Partnerschaft weggibt (14% vs. 6% Frauen). Ein Viertel der männlichen Haustierbesitzer wäre «eher bis durchaus» bereit, für die Partnerschaft auf ihr Haustier zu verzichten (24%; Frauen 6%).

Haustier oder Partner? Von wegen Qual der Wahl!

Vor die Wahl gestellt, würden sich 30% der Frauen und 23% der Männer «voll und ganz» und weitere 28% der Frauen und 17% der Männer «eher» für ihr Haustier als für einen (potentiellen) Partner entscheiden.

Dass Singles eher als Liierte zugunsten ihres Haustiers entscheiden würden, kommt nicht überraschend; dass es gleich viele Frauen wie Männer sind, schon eher: 52% der männlichen und weiblichen Singles würden sich «absolut» und weitere 21% der Männer bzw. 24% der Frauen «eher» für ihren tierischen als für den menschlichen Partner entscheiden. Doch auch diejenigen, die in ein einer Partnerschaft leben, sollten sich nicht allzu sehr in Sicherheit wiegen: 17% der Liierten würden sich, wenn sie müssten, «voll und ganz» und weitere 24% «eher» für ihr Haustier als für ihren Partner entscheiden.

Dazu Parship-Psychologin Dania Schiftan: «Viele Haustierbesitzer empfinden ihre Haustiere als Familienmitglieder und oft als die zuverlässigste «Bezugsperson» in ihrem Leben. Tiere geben Wärme, Nähe und Halt ohne zu kritisieren oder zu verurteilen. Kein Wunder also, dass Haustierbesitzer diese Gefühle nicht für einen Partner tauschen möchten, der ihnen dies nicht bietet oder den sie noch nicht wirklich kennen.»

 

Über die Studie: Die Studie wurde vom 29. Juni 2020 bis 02. Juli 2020 vom digitalen Markt- und Meinungsforscher Unternehmen marketagent.com durchgeführt. Befragt wurden 1.008 Personen im Alter von 18 bis 69 Jahren in der Schweiz (Westschweiz, Raum Zürich, Raum Bern, Ostschweiz, Mittelland, Zentralschweiz, Nordwestschweiz und Graubünden).