Jeder zweite Schweizer passt seine Silvesterpläne an die Corona-Situation an

18.12.2020 Katharina Hemmelmair

53% aller Schweizer und Schweizerinnen werden Silvester anders feiern, als sie es üblicherweise tun. Dies hat eine neue, repräsentative Studie der Online-Partneragentur Parship.ch bei rund 1‘000 Frauen und Männern in der ganzen Schweiz ergeben. Paare wollen im kleinsten Familienkreis mit Partner und/oder Kindern feiern, Singles einige Freunde privat einladen. Rund 17 Prozent der Alleinstehenden befürchten, Silvester allein verbringen zu müssen. Und jeder Zehnte gibt an, wegen der Pandemie gar nicht feiern zu wollen.

Zürich,

Befragt danach, wie die aktuellen Umstände ihre Pläne für den Jahreswechsel beeinflussen, gaben 1017 Frauen und Männer aus der ganzen Schweiz folgende Antworten:

  • Ich werde wegen Corona nur im engsten Kreis der Familie (z.B. ich, mein Partner und/oder die Kinder) feiern (Männer 51%, Frauen 49 %)
  • Ich werde weniger Personen treffen als üblich (dies trifft vor allem Männer 55%, Frauen 38%)
  • Ich werde keine grosse Silvester-Party besuchen (Männer 31%, Frauen 27%)
  • Ich werde keine Ferien im Ausland verbringen können (27% Männer, 29% Frauen)
  • Ich werde mit meinen Freunden privat zu Hause im kleinen Rahmen feiern anstatt auswärts (gleich viele Männer wie Frauen)
  • Ich werde keine Skiferien verbringen können (dies trifft Männer mehr als Frauen: 14% Männer, 6% Frauen)
  • Ich werde wegen Corona Silvester gar nicht feiern (10% Männer, 11% Frauen)
  • Ich werde allein feiern müssen (gleich viele Männer wie Frauen)

Zu einigen der oben stehenden Aussagen gibt es signifikante Unterschiede zwischen Paaren und Singles.

 

Singles

Paare

Ich werde wegen Corona nur im engsten Kreis der Familie (z.B. ich, mein Partner und/oder die Kinder) feiern

32%

58%

Ich werde weniger Personen treffen als üblich

38%

52%

Ich werde mit meinen Freunden privat zu Hause im kleinen Rahmen feiern anstatt auswärts

33%

21%

Ich werde allein feiern müssen

17%

4%

Weiter gibt jeder Zehnte, unabhängig des Beziehungsstatus, an, wegen Corona in diesem Jahr gar nicht Silvester feiern zu wollen. Dazu Parship-Psychologin Dania Schiftan: „Die Festtage sind für viele Menschen per se eine herausfordernde Zeit, und zwar unabhängig davon, ob sie allein oder in Partnerschaft leben. In diesem Jahr kommen viele Faktoren hinzu, wie etwa Unsicherheit wegen des Virus, Angst vor einem möglichen Jobverlust oder zusätzlicher Stress wegen der einschränkenden Massnahmen.“

Sicher ist nur, dass nichts sicher ist

Und natürlich ist es ein grosses Thema, können die Menschen aufgrund der Kontaktbeschränkungen ihre sozialen Kontakte derzeit deutlich weniger pflegen. Wie also umgehen damit? „Jetzt ist es wichtig, sich auf permanente Veränderung einzustellen. Silvester wird dieses Jahr anders – und das darf es auch. Pläne schmieden kann man trotzdem, aber man muss bereit sein, diese wieder über Bord zu werfen. Am besten fährt, wer keine allzu grossen Erwartungen hat“, sagt Dania Schiftan.

Rund ein Sechstel der 18 bis 29-Jährigen jedenfalls will sich die Party nicht ganz verderben lassen: 17% planen, mit einigen ausgewählten Freunden im Freien zu feiern, anstatt einen Club oder eine Silvesterparty zu besuchen. Die über 50-Jährigen (52%) und über 60-Jährigen (54%) hingegen geben an, dass die aktuellen Umstände ihre Pläne kaum beeinflussen.

„Auch an Silvester zeigt sich einmal mehr, dass es vor allem die Jungen sind, die in dieser Pandemie zurückstecken müssen. Doch haben sie gelernt, damit umzugehen und pragmatische Entscheide zu treffen. Ich finde es sehr beeindruckend, dass diese Altersgruppe Verantwortung übernimmt und sich solidarisch zeigt“, sagt Dania Schiftan.

 

Über die Studie: Die Studie wurde vom 20. bis 29. November 2020 vom digitalen Markt- und Meinungsforscher Unternehmen marketagent.com durchgeführt. Befragt wurden 1017 Frauen und Männer von 18 bis 69 Jahren in der Schweiz (Westschweiz, Raum Zürich, Raum Bern, Ostschweiz, Mittelland, Zentralschweiz, Nordwestschweiz und Graubünden).