1,5 Millionen Schweizer sind Single

17.01.2013 Katharina Hemmelmair

In der Schweiz leben rund 1,5 Millionen Singles zwischen 18-69 Jahren. Obwohl 43% von ihnen sich nach Zweisamkeit sehnen und weitere 25% für eine Partnerschaft offen sind, suchen nur gerade 11% wirklich intensiv nach einem Partner. Am ehesten hoffen sie dabei im Ausgang, im Internet oder in ihrem sozialen Umfeld fündig zu werden. Dies ergab eine aktuelle repräsentative Umfrage der führenden Online-Partneragentur Parship.ch bei der Schweizer Bevölkerung.

Zürich,

Wer in der Schweiz Single ist, befindet sich in guter Gesellschaft: In einer neuen, landesweiten Umfrage gaben 27,6% der Befragten an, ungebunden zu sein. Dies entspricht rund 1,5 Millionen Singles im Alter von 18 bis 69 Jahren. Die meisten Singles findet man in der Zentralschweiz (33%), der Ostschweiz und im Raum Zürich (je 29%). Auffallend auch: Jeder dritte Mann (36%) und jede zweite Frau (51%) gaben an, schon länger als drei Jahre ohne Partner zu sein.

Gefragt nach dem Grund für ihr Single-Dasein, glauben die 18 bis 39-Jährigen, dass sie in erster Linie zu schüchtern (45%) und zu anspruchsvoll sind (37%). Singles über 40 sehen den Grund vor allem in ihrem Wunsch nach Unabhängigkeit (42%) und der Schwierigkeit,
in ihrem Alter jemand Passenden zu finden (36%).

Obwohl 43% (Männer 46%, Frauen 40%) einen grossen bis sehr grossen Wunsch nach Zweisamkeit äussern und weitere 25% (Männer 30%, Frauen 20%) für eine Partnerschaft grundsätzlich offen sind, suchen lediglich 11% aktiv bis sehr aktiv nach einem passenden
Partner (Männer 16%, Frauen 6%).

„Natürlich geistert es immer noch in den Köpfen herum, dass der Traumpartner eines Tages vor der Türe auf einen warten könnte,“ so Barbara Beckenbauer, Psychologin bei PARSHIP.ch. „Aber eben, in der Realität ist dies meist nicht der Fall. Wer aktiv und gezielt auf Partnersuche geht, hat naturgemäss viel höhere Chancen den richtigen Partner zu finden.“

Partnersuche via Internet ist in der Schweizer Gesellschaft angekommen

Innerhalb der letzten zwölf Monate versuchten die befragten Singles in erster Linie im Ausgang, im Internet, im Freundes- und Bekanntenkreis, im Urlaub oder am Arbeitsplatz einen möglichen Partner kennenzulernen. Vor allem das Internet hat in dieser Hinsicht in
den letzten Jahren an Beliebtheit gewonnen. Während – entgegen der landläufigen Erwartung – die Online-Partnersuche bei den unter 30-Jährigen an dritter Stelle rangiert, suchen Singles über 40 bevorzugt im Internet nach einem neuen Partner.

PARSHIP-Psychologin Barbara Beckenbauer stellt grundsätzlich eine veränderte Einstellung zur Partnersuche im Internet fest: „Nie im Leben hätten Singles noch vor ein paar Jahren zuzugeben, dass sie im Internet einen Partner suchen. Heute ist es häufig ein Smalltalk-Thema an Tischrunden und Partys, wer auf welcher Plattform sucht und welche Erfahrungen man bisher damit gemacht hat.“ Dazu beigetragen hat sicher auch die breite, öffentliche Akzeptanz und die Tatsache, dass mittlerweile fast jeder ein Pärchen in seinem Umfeld
kennt, das sich über das Internet getroffen hat, ist Beckenbauer überzeugt.

Dies bestätigt auch die Umfrage: Nicht nur bei Singles, auch bei der übrigen Bevölkerung ist die Partnersuche via Internet mittlerweile angekommen. Insgesamt sind lediglich 11% der Befragten überzeugt, dass Online-Partnersuche in der Gesellschaft noch nicht akzeptiert ist. Über die Hälfte der Befragten (53%) könnte sich grundsätzlich vorstellen, einen Partner im Internet zu suchen, wobei Männer (62%) diesbezüglich offener sind als Frauen (45%).

54% hätten keine Probleme damit zuzugeben, dass sie im Internet auf Partnersuche sind. Nur rund ein Drittel (36%) würde es strikt für sich behalten und lediglich ein Viertel (27%) glaubt, dass die Familie oder die Freunde mit Unverständnis auf eine Partnersuche im Internet reagieren würden.

Über die Studie: Die repräsentative Studie wurde zwischen Dezember 2012 und Januar 2013 im Auftrag der Online-Partneragentur PARSHIP.ch vom Online Markt- und Meinungsforschungsinstitut Marketagent.com unter 1‘004 Personen zwischen 18–69 Jahren in der deutschen und französischen Schweiz durchgeführt.