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Single-Leben

Warum Sie sich aufs Älterwerden freuen können

Sex und Liebe sind Privilegien, die es zu geniessen gilt, solange man jung ist. Das zumindest ist die gängige Meinung vieler Menschen. Schade eigentlich, denn so verpassen sie viele Jahre erfüllter Sexualität.

Älteres verliebtes Paar Sexualität im Alter - aber sicher!  –   © fotolia

Es ist ein Thema, das in unserer Gesellschaft gern tabuisiert oder aber negativ konnotiert wird: Liebe und Sex im Alter. Der Erfolg von Filmen wie "Wolke 9" oder "Was das Herz begehrt" zeigt jedoch, dass es durchaus ein Interesse an dem Thema gibt und Dokumentarfilme wie "Die Lust der Frauen" und "Kribbeln im Bauch" machen deutlich: Die Jugend hat nicht nur Privilegien.

Im Gegenteil, manchmal wird "es" erst im Alter richtig schön. Dann nämlich, wenn es nicht mehr auf volle Lippen, eine gute Figur, einen imposanten Bizeps oder beeindruckende Technik ankommt.

Zuviel des Guten

Wie heisst es so schön? Wir leben in einer Gesellschaft, in der alle von gutem Sex reden, die wenigsten ihn aber haben. Zu hoch die Erwartungen, die besonders durch die Werbung in unerreichbare Sphären gesteigert werden: Immer gut duftend, faltenfrei und willig. Und vor allem: Jung und schön ein Leben lang. Daraus resultiert natürlich ein persönlicher (Leistungs-)Druck, dem niemand auf Dauer standhalten kann. Und dabei soll Sex doch angeblich die höchste Form zwischenmenschlicher Nähe sein.

Ausser Konkurrenz

Ist sie auch - glaubt man den oben genannten Dokumentarfilmen, die ganz unverblümt zeigen, dass Sexualität im Alter nicht nur erfüllend sein kann, sondern auch befreiend. Denn dass ein Mensch in hohem Alter faltig ist, die Muskulatur geschwächt und der ganze Bewegungsapparat etwas gebrechlicher sein kann, ist kein Geheimnis. Ein Vorteil des Alters ist der, dass man nicht mehr konkurrieren muss. Faltenfreiheit und ständige Lust sind passé - und es ist in Ordnung. Dieses Wissen führt bei vielen älteren Menschen dazu, dass sie ihre gesamte Sexualität frei von äusserem Druck empfinden. Man "muss" nicht mehr - aber man kann!

Wenn sich Erfahrung auszahlt

Auch Studien zeigen immer wieder: Die Lust am Sex geht nicht zwingend verloren, nur weil man in die Wechseljahre gekommen ist oder nicht mehr jedem Rock hinterherschaut, der das Sichtfeld kreuzt. Das Verlangen wird vielleicht weniger, wenn man es auf die Quantität bezieht, dafür wird die gelebte Sexualität in ihrer Qualität sehr viel intensiver wahrgenommen, als noch in der Blüte der Jugend. Und dabei darf man ruhig von der Weisheit des Körpers sprechen: Je älter man wird, desto besser kennt man seinen Körper - vorausgesetzt, man hat sich mit ihm beschäftigt und nicht in klösterlicher Abstinenz gelebt. Zu wissen, was man mag, welche sexuellen Vorlieben man hat und welche nicht, ist die eine Sache, die mit dem Alter kommt. Die andere ist eine gewisse selbstbewusste Reife, dies auch zu kommunizieren.

Aber bitte mit Liebe!

Sie sehen, trotz aller Unkenrufe lohnt sich das Älterwerden auch im Bereich der Sexualität. Die Krönung ist es dann natürlich, wenn man seine Sexualität mit einem Partner leben kann, mit dem einen viele gemeinsame Jahre verbinden. Sex ist Vertrauenssache - und das ist keine Frage des Alters.

Lea-Patricia Kurz /Parship

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