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Satt und zufrieden - iss dich glücklich!

Glücksgefühle sind kein Zufall. Wir haben mehr Einfluss auf unser Wohlbefinden, als wir denken - sogar über die Nahrung.

Junge Frau beim Gemüseschneiden Gesund kochen macht glücklich  –   © fotolia

Das Zusammenspiel zwischen Körper und Seele ist komplex. Die Wechselwirkung zwischen beiden wurde von der westlichen Schulmedizin lange bestritten. Heute ist man in seinen Erkenntnissen weiter und dennoch: Was in der traditionellen indischen Heilkunde Ayurveda jahrtausendealtes Wissen ist, erarbeitet man sich in unseren Breitengraden gerade mühsam mit aufwändigen Studien.

„Du bist, was du isst.“ Oder anders ausgedrückt: Mit dem Speiseplan lässt sich auch die Laune festlegen.

Die Wissenschaft dahinter

Über die Nahrung versorgen wir unseren Körper mit allem, was er braucht, um zu funktionieren. Darunter sind auch Stoffe, die unmittelbar auf das Gehirn wirken. Dies kann zum Beispiel über die Nervenenden im Magen-Darm-Trakt geschehen, indirekt über das Immunsystem oder durch Bakterien, die im Darm bei der Verdauung helfen.

Mit über 100 Millionen Nervenzellen verfügt zum Beispiel der Darm über mehr Nerven als das Rückenmark. Zelltyp, Botenstoffe und Rezeptoren sind weitgehend dieselben wie im Gehirn - man könnte also auch von einem Zwilling des Gehirns sprechen. Es gibt sogar eigene Rezeptoren für Aromen und Geschmäcker, und Forscher gehen davon aus, dass vom Darm aus „Empfangsbestätigungen“ für wichtige Nährstoffe an das Gehirn gesendet werden.

Die Annahme, durch unsere Nahrung unmittelbaren Einfluss auf unser Wohlbefinden nehmen zu können, bekommt nun langsam auch eine wissenschaftliche Fundierung. Australische, spanische und britisch-französische Forschungsteams führten unabhängig voneinander Langzeitstudien durch, die allesamt belegen: Bei Menschen, die sich vollwertig ernähren, also viel frisches Gemüse, Früchte und Vollkorn zu sich nehmen, ist das Risiko, an Depressionen zu erkranken, geringer. Bei Menschen, die viel industriell verarbeitete Lebensmittel, Zucker, Frittiertes oder Produkte aus Weissmehl zu sich nehmen, steigt das Risiko hingegen.

Zum Frühstück gibt es gute Laune

Doch wie kann nun so ein Gute-Laune-Speiseplan aussehen? Für viele Menschen wird hier wohl ein Umdenken erforderlich sein. Denn allein kulturell bedingt essen wir schon seit vielen Jahrzehnten nicht mehr so, wie es uns gut täte: zu viel Fast Food, zu viele Fertiggerichte, zu wenig Flüssigkeit. Wer sich langfristig gute Laune anessen möchte, sollte sein Essen möglichst frisch zubereiten, viel Obst und Gemüse zu sich nehmen, auf gesättigte Fettsäuren (z. B. Burger, Pommes, Pizza) verzichten und mehr zu ungesättigten Fettsäuren greifen (z.B. Lein- oder Rapsöl).

Beginnen Sie den Tag mit einem Glas heissem Wasser. Das spült den Darm durch und löst Verkrustungen und Ablagerungen. Ansonsten ist das Frühstück die wichtigste Mahlzeit am Tag. Studien zeigen, dass das Risiko für Übergewicht sinkt, wenn man sich morgens die Zeit für ein ausgedehntes erstes Mahl nimmt.

Mit allen Sinnen essen

Diese unmittelbare Verbindung zwischen Stimmung und Nahrung hat wohl jeder schon einmal erlebt: Wer Hunger hat, wird mit fortschreitender Zeit ungemütlich, kriegt schlechte Laune oder wird nervös. Bei manchen artet der Hunger in aggressives Verhalten aus. Und wer kennt nicht das Gefühl, „satt und zufrieden“ zu sein?

Aber nicht nur das, was wir essen, bestimmt unsere Laune. Auch wie wir unsere Nahrung zu uns nehmen, spielt eine grosse Rolle. Es ist nämlich ein grosser Unterschied, ob wir unser Essen morgens in aller Eile zwischen Dusche und Frisiertisch hinunterschlingen, dabei wenig kauen und mit den Gedanken schon im Büro sind, oder ob wir gemeinsam mit unseren Lieben am schön gedeckten Tisch sitzen und mit allen Sinnen und genügend Zeit den Tag beginnen. Allein der Duft von frisch gekochtem Kaffee kann schon glücklich machen.

Lea-Patricia Kurz /Parship

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