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Selbstliebe: Sich selbst lieben lernen

Sich selbst zu lieben ist wichtig, um auf Partnersuche erfolgreich zu sein. All jenen, die sich selbst wertschätzen und achten, fällt es leichter, sich auf andere Menschen einzulassen und zuzulassen, dass sie einen lieben können. Was Selbstliebe ist, wie sie die Partnersuche beeinflusst und wie das eigene Selbstwertgefühl gefördert werden kann, wird nun genauer beschrieben.

"Ich liebe dich!" - "Oh, wirklich? Das kann ich nachvollziehen, ich mich auch!"

Ein derartiger Dialog ist schier undenkbar. Jeder würde bei einer ähnlichen Antwort von Zweifeln geplagt, was der andere danach von einem halten würde. Immerhin schickt es sich nicht, Selbstliebe auf diese Weise offen zu propagieren - zu schnell würde man mit dem Narziss aus der griechischen Mythologie verglichen, der einer Persönlichkeitsstörung ihren Namen gab. Er soll so verliebt in sein sich im Wasser spiegelndes Antlitz gewesen sein, dass er, als er versuchte, sich zu küssen, vorn überkippte und ertrank ...

Selbstliebe hat nichts mit Narzissmus gemein

Wie bereits erwähnt, wurde eine Persönlichkeitsstörung nach dem griechischen Jüngling benannt. Der zufolge kann Narzissmus als eine pathologische Form der Selbstverherrlichung angesehen werden. Betroffene manipulieren andere und nutzen sie aus, da sie sich selbst als wertvoller erachten und daher das eigene Wohl vor allem anderen steht. Selbstliebe sollte damit jedoch nicht gleichgesetzt werden! Sie ist vielmehr eine positive Art der Lebensführung und daher als durchweg erstrebenswert anzusehen.

Ein Paar in der Sonne Selbstliebe muss kein Narzissmus sein...  –   © istockphoto.com

Das obige Dialogbeispiel beweist jedoch, dass nach aussen getragene Selbstliebe von anderen allzu oft nicht gut aufgenommen würde. Wer sich selbst liebt und dies offen zeigt - wer also ein positives Selbstwertgefühl besitzt - sieht sich zumeist Begriffen wie Arroganz oder Egoismus ausgesetzt. Dieser Sachverhalt ist wirklich bedauerlich. Zumal Liebe ein so wichtiges Thema ist: Die Nächstenliebe beispielsweise hat nicht nur in den Wertvorstellungen der Religion ihren Platz, auch gesellschaftlich sind jene hoch angesehen, die Sympathie für andere zeigen und sich selbst für das Wohl anderer zurücknehmen. Daher ist verwunderlich, warum die Selbstliebe keinen Platz in den Glaubenssätzen findet. Zumal eine gesunde Einstellung zu sich selbst unerlässlich für das geistige Wohlbefinden und für den Aufbau sozialer Beziehungen ist.

Selbstwertgefühl - Was ist das eigentlich?

Das Selbstwertgefühl ist die bewertende Komponente des sogenannten Selbstkonzepts. Dieses umfasst das Bild, das man von der eigenen Person hat. Basierend auf Erfahrungen, die im Laufe des Lebens gesammelt wurden, hat sich jeder Mensch eine Meinung über sich selbst gebildet; darüber, welche Fähigkeiten man sich zuspricht, wie man auf andere wirkt, wo man im Leben steht etc.

Je nachdem, ob diese Meinung über die eigene Person eher wohlwollend oder missmutig ist, ist das Selbstwertgefühl als positiv oder negativ zu bezeichnen. Entsprechend sind Menschen mit positivem Selbstwertgefühl zufrieden mit sich selbst. Sie wissen, was sie gut können, was sie wollen, was sie darstellen - und haben damit keine Probleme. Sie sind mit sich im Einklang und akzeptieren und lieben sich so, wie sie sind. Es wird deutlich: Mit Selbstverherrlichung oder dergleichen hat Selbstliebe nicht einmal im Ansatz etwas zu tun, im Gegenteil: Positiv über die eigene Person zu denken ist mehr als erstrebenswert!

Vertrauen in die eigene Person setzen

Wer sich selbst positiv bewertet, besitzt normalerweise auch ein ausgeprägtes Selbstvertrauen. Dies ist auch nicht weiter verwunderlich: Wer sich liebt, wie er ist und von seinen Kompetenzen überzeugt ist, wird keine Schwierigkeiten haben, auf eben diese zu vertrauen. Von den eigenen Fähigkeiten überzeugt zu sein und sich auf sich selbst verlassen zu können hat den Vorteil, der Zukunft positiver entgegenblicken zu können. Immerhin werden selbstbewusste Menschen stets von dem Gefühl begleitet, alle Herausforderungen des Lebens meistern zu können - auch jene im zwischenmenschlichen Bereich. So fällt es Menschen mit hohem Selbstvertrauen und ausgeprägter Selbstliebe leichter, mit anderen Kontakt aufzunehmen, Beziehungen zu entwickeln und sich bestenfalls zu verlieben.

Was haben Selbstliebe und die Liebe zu anderen gemein?

Der allgemein bekannte Spruch "Nur, wer sich selbst liebt, kann auch andere lieben" hat tatsächlich einen hohen Wahrheitsgehalt: Wer sich selbst nicht leiden kann, unzufrieden mit der eigenen Person ist und glaubt, der Liebe anderer nicht wert zu sein, strahlt Unwohlsein und Unsicherheit aus. Hiervon werden unweigerlich die Menschen um einen herum beeinflusst.

  • "Ich habe es nicht verdient, von ihr geliebt zu werden!"
  • "Was findet er überhaupt an mir, dass er mich lieben kann?"
  • "Ich bin wertlos; ich verstehe nicht, warum sie so liebevoll zu mir ist!"
  • "Er sollte wirklich keine Rücksicht auf meine Bedürfnisse nehmen; ich kann mich schon glücklich schätzen, ihn überhaupt zu haben!"
     

Wer solche Sätze ausspricht oder denkt, drückt aus, wie wenig er eigentlich von sich hält. Derartige Zweifel an der eigenen Person haben einen negativen Einfluss auf jede Partnerschaft und behindern ein glückliches Miteinander. Und nicht nur das: Zumeist stellen sich Menschen mit geringerem Selbstwertgefühl selbst ein Bein - schon lange bevor eine Beziehung überhaupt entstehen kann. Immerhin können sie sich, aus mangelndem Selbstbewusstsein heraus, beim besten Willen nicht vorstellen, wie ein anderer Mensch sie tatsächlich lieben könnte. Wie auch? Wenn man sich selbst nicht leiden mag, wie sollte es dann ein anderer können? Unter Anbetracht dieser Schlussfolgerung ist eines klar: Jeder Mensch sollte Selbstliebe zulassen; jeder Mensch sollte sich trauen, sich selbst zu lieben!

  • "Ich verdiene es, dass sie mich liebt und glücklich macht!"
  • "Ich bin es wert, von ihm geliebt zu werden!"
  • "Ich bin wertvoll, ich habe es verdient, gut von ihr behandelt zu werden!"
  • "Er kann sich ebenso glücklich schätzen, dass er mich hat, wie ich glücklich bin, ihn zu haben!"
     
Eine Frau sitzt in einer Wiese Vom Selbstwertgefühl zum Selbstbewusstsein...  –   © Fotolia

Jeder sollte so viel Selbstmitgefühl haben, um solche Sätze zuzulassen. Kein Mensch hat es nötig, sich gegenüber einer anderen Person als weniger wertvoll darzustellen! Zudem ist der positive Effekt solcher Äusserungen nicht unerheblich: Werden die Aussagen verinnerlicht, können sie einen erheblichen Beitrag dazu leisten, das Selbstwertgefühl zu stärken, was zur Folge hat, dass auch das Selbstbewusstsein gesteigert wird und man in der Lage ist, sich anderen gegenüber positiv darzustellen.

Hierbei sollten alte Glaubensmuster vernachlässigt werden, wonach es nicht gut ankommt, sich selbstbewusst zu zeigen. Selbstwertgefühl ist absolut salonfähig!

Weitere Möglichkeiten zur Steigerung des Selbstwertgefühls

Nicht mit anderen vergleichen

Die Bewertung der eigenen Person erfolgt häufig im Vergleich zu anderen. Der eigene Beruf wird mit dem eines früheren Schulkameraden verglichen; das eigene Aussehen mit dem von Models; der soziale und gesellschaftliche Status mit dem des Nachbarn ... Zudem tendieren nicht-selbstbewusste Menschen eher dazu, sich mit besonders erfolgreichen, schönen und gut situierten Personen zu vergleichen, sodass ihnen ihr eigenes Leben besonders fade erscheint. Soziale Vergleiche sind daher nicht förderlich für das eigene Selbstbewusstsein. Worauf es wirklich ankommt, ist doch, wie zufrieden man selbst mit seinem Leben ist, ungeachtet dessen, was andere sind oder was sie für erstrebenswert erachten.

Sich die eigenen Stärken vergegenwärtigen

Sich immer wieder vor Augen zu führen, worin seine Kompetenzen liegen, kann das Selbstvertrauen stärken. Denn jeder kann eine oder mehrere Sachen sehr gut oder gar besser als andere. Da es häufig nicht so leicht ist, sich eigene Kompetenzen zuzugestehen, kann es hilfreich sein, sich beispielsweise an die vergangene Woche oder den letzten Monat zu erinnern und sich ehrlich zu fragen:

  • Was lief besonders gut?
  • Worauf war/bin ich stolz?
  • Wer hat mich wofür gelobt?
  • Wobei haben andere um meine Hilfe gebeten?
     

Die Ergebnisse dieses Brainstorming regelmässig zu verinnerlichen kann helfen, das Vertrauen in die eigene Person zu fördern und dabei helfen, sich lieben zu lernen. Wem es zu schwer fällt, selbst nach positiven Eigenschaften zu suchen, sollte sich im Freundeskreis, bei Kollegen oder in der Familie umhören. Im ersten Moment mag die Frage zwar etwas absonderlich klingen, die Wirkung der Antwort ist jedoch unerreicht:

  • "Warum magst du mich?"

Das Wunschbild der eigenen Person überdenken

Jeder hat ein gewisses Idealbild im Kopf, wie er gerne sein würde. Unzufriedenheit rührt häufig daher, dass der tatsächliche Zustand zu weit vom erwünschten Ideal entfernt erscheint. Zwar ist es wichtig, Träume zu haben und sich selbst Ziele zu stecken, die im Laufe des Lebens erreicht werden wollen, für das Selbstwertgefühl jedoch können sie bedrohlich sein, wenn deren Erreichung schier unmöglich ist. Es ist daher unerlässlich, den eigenen Lebensentwurf regelmässig zu überprüfen und an das anzupassen, was die eigene Realität ist. Auf diese Weise ist es möglich, seine Ziele zu erreichen, Erfolge zu erleben und dadurch Selbstbewusstsein aufzubauen.

Aus alle dem sollte deutlich geworden sein, dass Selbstliebe nichts Verwerfliches ist. Sie ist eine Notwendigkeit dafür, anderen Menschen zu erlauben, einen zu lieben und in der Lage zu sein, eine glückliche Beziehung zu führen.

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