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"Recht"-Schreiben macht sexy

Alle Welt redet über die Rechtschreibreform. Aber bringt die Kenntnis der - egal ob alten oder neuen - "richtigen" Schreibweise im wahren Leben wirklich etwas? Vorteile bei der Partnersuche vielleicht?

Über die Vor- und Nachteile der Rechtschreibreform lässt sich trefflich streiten. Über den Nutzwert fehlerlosen Schreibens - ob nach alten oder neuen Regeln - ist damit noch nichts gesagt. Wie sehr beeinflusst die Fähigkeit, Buchstaben aneinander zu reihen, unser Leben wirklich? Findet, wer "nämlich" kurzerhand mit h in die Tastatur haut, etwa schwerer einen Partner als sein fehlerlos schreibender Konkurrent? Kümmert es potenzielle Partner tatsächlich, ob ich Schifffahrt mit einem, zwei oder einfach ohne f schreibe?

Eine Nation von Oberlehrern?

Genau um dieses Thema drehte sich kürzlich unsere "Frage der Woche". Wir wollten wissen: Wie wichtig ist es Ihnen bei Ihren Online-Kontakten, dass Ihr Gegenüber fehlerlos schreibt? Mit eindeutigem Ergebnis: Fast 90 Prozent der 438 Befragten sprachen sich gegen Stümperei in der schriftlichen Konversation aus. So gaben 39 Prozent an, ihre Online-Kontakte "sollten Rechtschreibung und Kommasetzung schon beherrschen". Schliesslich suche man ja einen Partner, der dem eigenen Niveau entspricht. 18,5 Prozent hielten mit Fehlern gespickte Mails schlicht für unhöflich. Immerhin 42 Prozent der Regelbefürworter störten sich zwar an Fehlern, würden einem viel versprechenden Kontakt aber trotzdem eine Chance geben.

Frauen noch pingeliger

Dabei scheint es Frauen noch schwerer zu fallen als Männern, Schwächen in der Schriftsprache zu verzeihen: Während sich fast 95 Prozent der befragten Frauen an zu vielen Rechtsschreibfehlern störten, waren es bei den Männern nur 82,3. Nur ein Zehntel der Teilnehmer pflegt einen grosszügigeren Umgang mit Rechtschreibpatzern - was die Hälfte davon damit begründet, dass es ja wohl weniger auf die Form als auf den Inhalt ankomme. Gute drei Prozent gaben zu, selbst auch häufiger mal "danebenzuhauen". Und zwei Prozent hielten ohnehin nichts von ausuferndem Schriftwechsel. Telefonat und Verabredung sind in ihren Augen viel aussagekräftiger. Unt wi haldden Sihs dammit?

Leserfeedback

"Rechtschreibfehler stören mich schon. Ich denke, man sollte sich beim E-Mail-Schreiben schon zusammennehmen. Ich lese meine Briefe immer noch mal durch, bevor ich sie versende."

Klara (61), Buchhalterin

"Ich bin Legastheniker und konnte erst auf dem zweiten Bildungsweg Studieren. Dies bei mir nur, da ich nicht so langsam denken kann wie ich schreibe. Im Job ist es für mich sehr schwer einige Zeilen ohne Rechtschreibprogramm zu verfassen. Zum glück gibt es Sekretärinnen. Bei meiner privaten Korrespondens hilft mr das jedoch nichts - da ich da nichts 'Verstecke' ! Ich lebe also mit meinen Fehlern und arbeite daran - können andere das nicht resspecktieren? Für eine Partnersuche gebe ich mir besonders mühe - dennoch gelingt es mir nicht micht Rechschreibmähsig richtig darzustellen. Sollte SIE also schon damit nicht klar kommen, wie ist es erst wenn ich Ihr sage das ich gern Fliege oder mit dem Motorrad durch die gegend fetze und dennoch auch gern koche, male und singe. - Verzeiht die Rechtschreibung doch ich denke eben logisch !"

Manfred (46), Geschäftsführer/Technikinformatiker

"ich unterscheide stark bei dem medium, dass ich zum schreiben verwende: einen echten brief mit fehlern würde ich wegwerfen. ein email mit fehlern nehme ich hin. denn ich akzeptiere bei aller modernität dieses medium nicht als ein brief-medium. was man schon daran sieht, dass ich nicht auf gross- und kleinschreibung achte in diesem mail. solange ich verstehe, was der absender meint, ists per mail in ordnung."

Reinhild (49), Sozialwissenschaftlerin

"Ich empfinde es als störend, dass in vielen durchaus anspruchsvollen 'Ich über mich'-Beschreibungen so viele Rechtschreibfehler sind. Auch in den Anfragen bzw. Mails wimmelt es nur so von Fehlern. Meiner Meinung nach hat Rechtschreibung auch etwas mit Bildung zu tun. Sehen Männer das vielleicht lockerer als Frauen?"

Ramona (46), Imageberaterin

"Es gibt ja zwei Arten von Schreibfehlern: die Tippfehler und die 'echten' Fehler. Ich selbst lese mir meine Mails 2x durch - so vermeide ich wenigstens die Vertipper. Ich bin aber auch meinem Gegenüber immer sehr dankbar, wenn sie nicht oberlehrerhaft auf die Einhaltung der neuen Rechtschreibung besteht - ich tue es auch nicht ..."

Fred (53), Taxifahrer

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