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Wie sich die Gleichberechtigung auf die Beziehung auswirkt

Eine norwegische Studie hat herausgefunden, dass die Aufteilung der Hausarbeit zwischen Mann und Frau auch etwas über die Zukunft der Beziehung aussagt.

Frau und Mann in der Küche bei der Hausarbeit Geteilte Hausarbeit, schlechte Beziehung?  –   © fotolia

Jahrhundertelang waren die Rollen zwischen Mann und Frau klar definiert: Der Mann geht auf die Jagd, die Frau schürt das Feuer. Oder anders gesagt: Er sorgte für das finanzielle Auskommen, sie kümmerte sich um den Haushalt und die Kinder. Doch dann kam die Gleichberechtigung; das Aufbegehren der Frauen, die nach Bildung lechzten und auch mal das berufliche Zepter schwingen wollten.

Die Politik zog langsam nach und immer mehr Länder sorgen inzwischen dafür, dass es den Frauen trotz Kindern möglich ist, sich beruflich zu verwirklichen und Männer auch mehr direkte Verantwortung für ihre Kinder übernehmen können.

Norwegen ist eines dieser Länder, in denen die Gleichberechtigung von Mann und Frau nicht nur in der Theorie, sondern auch in ihrer Umsetzung eine wichtige Rolle spielt. So hat Norwegen seit gut zehn Jahren eine Frauenquote, die besagt, dass 40 Prozent der Aufsichtsräte in börsennotierten Unternehmen Frauen sein müssen.

Aber auch im Gebiet des Privaten ist das skandinavische Land ein Vorreiter in Sachen Gleichberechtigung. Sieben von zehn Paaren kümmern sich inzwischen in gleichberechtigter Aufteilung um den Nachwuchs - viel wichtiger aber: 95 Prozent dieser Paare sind mit dieser Regelung auch zufrieden.

Das Forschungsinstitut "NOVA - Norwegian Social Research" wollte nun herausfinden, ob sich anhand der Aufteilung häuslicher Pflichten Vorhersagen darüber treffen lassen, ob ein Paar fünf Jahre später noch immer zusammen sein oder sich bis dahin trennen wird. Dazu wurden mehr als 15.000 Norweger und Norwegerinnen zwischen 18 und 79 Jahren befragt.

Das erschreckende Ergebnis der Studie: Die Wahrscheinlichkeit, dass das Paar zusammenbleibt, steigt, je mehr Anteile der Hausarbeit die Frau übernimmt.

Der konservative Macho könnte sich nun natürlich die Hände reiben und "im Namen der Liebe" auf die Hausarbeit verzichten, doch so unmittelbar ist der Zusammenhang zwischen dem Putzverhalten eines Paares und der Stabilität ihrer Beziehung dann doch nicht. Vielmehr gehen die Forscher davon aus, dass hier die Gewichtung traditioneller Werte im Allgemeinen eine Rolle spielt. So stehe ein Paar, das der klassischen Rollenaufteilung folge, wahrscheinlich auch einer Scheidung kritischer gegenüber, als es ein modernes Paar tue.

Auch könnte die klassische Rollenaufteilung für mehr Ruhe in der Beziehung sorgen, da keiner dem anderen in die Quere kommt - eine Streitvermeidung der klassischen Art also.

Bei modernen Paaren zeigt sich hingegen die Auswirkung eines gleichberechtigten Sozialsystems generell: Denn die Frauen in modernen Beziehungen verfügen auch über einen hohen Bildungs- und Ausbildungsstand, eine gut bezahlte Arbeit und sind so auch finanziell unabhängiger. Die Frage, ob eine Beziehung hält oder nicht, entscheidet sich bei ihnen nicht auf dem Konto - sie sind zumindest finanziell in der Lage, eine Trennung zu tragen.

Lea-Patricia Kurz /Parship

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