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Sie liebt mich nicht: Die Anzeichen richtig deuten

Die kleinen Gesten sind es, die vom Ende einer grossen Liebe zeugen. Ob die Partnerin noch Liebe empfindet, lässt sich nur selten sofort durch eine grosse Aussprache herausfinden. Oft sind es Kleinigkeiten, die man(n) erst zusammenfügen muss. Gleichzeitig lassen die oft als typisch bezeichneten Signale wie vergessene Jahrestage oder verloren gegangene Intimität auch Raum für Interpretationen, deren Ursachen woanders zu suchen sind.

Sie liebt mich nicht Auf diese Anzeichen sollten Sie achten  –   © istockphoto.com

Manche Beziehungen kommen irgendwann an einen Punkt, an dem sich nichts mehr wie gewohnt anfühlt. Die Partnerin hat kein gutes Wort mehr übrig, die innige Nähe ist verloren gegangen. Man(n) fühlt sich ungeliebt. Die Frage steht im Raum, ob die Liebste überhaupt noch die gleiche Liebe fühlt, wie man selbst.

Eine erste Spurensuche nach fehlender Liebe beginnt meist damit, ungewöhnliche Verhaltensweisen der Partnerin aufzudecken. Vergisst sie häufig gemeinsame Termine, die ihr früher so wichtig waren? Bleibt sie lange im Büro oder unternimmt sie am liebsten mit Freunden etwas, anstatt als Paar Zeit zu verbringen? Für einige dieser geänderten Verhaltensweisen gibt es logische Erklärungen, manche Anzeichen bedeuten unter Umständen, dass man gemeinsam in eine neue Beziehungsphase eingetreten ist – oder tatsächlich eine Beziehungskrise durchmacht.

Als typische Anzeichen für eine verlorene Liebe gelten häufig

  • fehlender Respekt gegenüber dem Partner
  • Sprachlosigkeit und fehlende gemeinsame Themen für Unterhaltungen
  • fehlende gemeinsame Pläne für die Zukunft und das Fällen wichtiger Entscheidungen, ohne den Partner zu informieren
  • getrennt verbrachte Freizeit und zahlreiche Überstunden, häufige Aufenthalte ausserhalb der Familie
  • keine Unterstützung des Partners bei ihm wichtigen Themen und Unternehmungen – und auch kein erkennbares Interesse daran, es zu ändern
  • fehlender Sex, fehlende körperliche Nähe und Intimität

Nun sind diese Anzeichen mit einer gewissen Vorsicht zu betrachten, denn der eine oder andere Punkt begegnet einem eben auch in verschiedenen Beziehungsphasen wieder, sobald sich die Beziehung einer Krise nähert oder wenn besonders stressige Zeiten die Partnerschaft belasten.

Symptom: Beziehung ohne gemeinsame Pläne

Eine liebevolle Beziehung zeichnet sich dadurch aus, dass sich die Partner miteinander absprechen, wenn es um wichtige Entscheidungen geht. Ob es dabei um die richtige Wandfarbe der gemeinsamen Wohnung geht oder die Option auf einen neuen Job mit langen Pendelzeiten, das ist dabei zweitrangig. Bedeutsam ist, dass sich beide Partner auf ein gemeinsames Leben einlassen und den Partner in die anstehenden Entscheidungsprozesse mit einbeziehen.

Ganz zu Beginn einer Beziehung und wenn die Liebe noch sehr frisch ist, wird das manchmal nicht beachtet. Nach einer langen Phase als Single sind es die frisch Verliebten noch gewohnt, jede Entscheidung mit sich selbst auszumachen. Eine Umgewöhnung braucht seine Zeit und auch Geduld beim Partner. In einer Beziehungskrise dagegen ist das Weglassen von Entscheidungsgesprächen häufig dann ein Thema, wenn damit Konflikte vermieden werden können. An dieser Stelle muss zwar zwingend am gemeinsamen Umgang mit Konfliktthemen gearbeitet werden, aber ein Anzeichen für die verlorene Liebe der Partnerin ist es noch nicht.

Gemeinsame Unternehmungen und spontane Ideen für Hobby, Freunde und den Alltag zählen ebenfalls zu dem grossen Feld der partnerschaftlichen Pläne. Die Wissenschaft sieht den zusammen erlebten Alltag als eine wichtige Basis für die liebevolle Beziehung an. Fernbeziehungen müssen das mit wesentlich mehr Aufwand kompensieren, indem beispielsweise gezielt gemeinsame Erlebnisse geschaffen werden: wie telefonierend zu Abend essen oder geplante Serienabende als verbindende Elemente einführen.

Wenn aufgrund von Stress, durch äussere Umstände - wie zu pflegende Angehörige oder ein gemeinsames Kind - diese Paarzeiten deutlich zurückgehen, so ist das meist temporär.

Kritisch wird das Symptom der fehlenden Miteinbeziehung des Partners erst, wenn die Partnerin deutlich den Wunsch nach einer Veränderung vermissen lässt. Gesprächsversuche in diese Richtung werden abgeblockt und kompromisslos das eigene Erleben über die Wünsche des Partners gestellt.

Symptom: fehlende Intimität und Sex

Besonders Männer trifft dieses Anzeichen hart. Während Frauen vor allem Fürsorge und körperliche Nähe als Zeichen für die Liebe ansehen, ist es für Männer tatsächlich der Sex an sich, der für Liebe und Nähe steht. Entfällt er, fühlt man(n) sich sehr schnell ungeliebt und zurückgewiesen.

Auch hier gilt: Je nach Beziehungsphase können sich die körperliche Anziehungskraft und damit auch die Häufigkeiten von intensiver körperlicher Nähe verändern. Frisch Verliebte können kaum die Finger voneinander lassen, Jahrzehnte miteinander verbundene Paare sprechen teilweise über längere Phasen ohne intime Momente.

Auch nach der Geburt eines Kindes oder bei grossem äusserlichen Druck reagieren Frauen teilweise mit Abwehr, was die Nähe des Partners angeht. Es ist kein Symptom für fehlende Liebe, aber sehr wohl ein wichtiger Hinweis in der Beziehung, dass hier Redebedarf besteht:

  • körperliche Nähe muss keinen Sex beinhalten, darf aber nicht völlig ausfallen
  • Intimität lässt sich auf verschiedene Weisen herstellen, beispielsweise durch dichtes Nebeneinandersitzen, Händchenhalten und Umarmungen
     

Manchmal fällt es dem Partner schwer, seinen Wunsch nach simplen Umarmungen und grösserer Nähe auch auszusprechen. Wenn allerdings an diesem Punkt der Partnerschaft nicht offen über die verschiedenen Bedürfnisse gesprochen wird, dann entwickelt sich schnell eine Spirale aus fehlender Aufmerksamkeit, fehlender Nähe und gescheiterten Gesprächen.

Ein kritisches Zeichen in einer an sich geschlossenen Partnerschaft ist das absolute Fehlen von Eifersucht beziehungsweise der Hinweis der Partnerin, Seitensprünge seien tolerierbar und kein grosses Problem. Auch wenn sich Beziehungsformen ändern, sollte dies doch immer von beiden Seiten ausgehen und auf einem festen, liebevollen Fundament verankert stehen. Den Partner eifersüchtig machen zu wollen – oder andersherum, dem Partner Freiheiten abzutrotzen, die sonst nie zur Debatte stünden, zeigt nur den tiefen Riss in der Beziehung deutlicher an.

Symptom: Alle anderen erhalten jede Menge Aufmerksamkeit

Ob es die eigenen Kinder sind, Freunde oder Bekannte: Alle erhalten wesentlich mehr Aufmerksamkeit als der Partner. Für absolut jeden ist ausreichend Zeit übrig, um sich beispielsweise um dessen Probleme zu kümmern, Gespräche zu führen oder einfach nur „da“ zu sein. Nur der Partner, der erhält diese Form der intensiven Aufmerksamkeit nicht.

Gerade wenn es um Kinder geht, kann diese Form der Wahrnehmung zu Krisen in der Beziehung führen. Während die Partnerin in der Mutterrolle aufgeht, fühlt sich der Mann und Vater ausgeschlossen. Andersherum neigen insbesondere Frauen dazu, mit der Mutterschaft alle anderen Verpflichtungen nach hinten zu schieben. Mit intensiven Gesprächen und teilweise auch der Unterstützung von Externen lassen sich beide Sichtweisen und Wünsche in einer Beziehung wieder auf einen Nenner bringen. Dann erhalten die Kinder alle Aufmerksamkeit, die sie auch brauchen. Gleichzeitig findet das Paar Lösungen, sich selbst und die eigenen Bedürfnisse nicht aus den Augen zu lassen. Damit ist eine Krise abgewendet, eine neue Phase in der Beziehung eingeläutet und die Partnerschaft hat den Raum, weiter zu wachsen.

Wenn es allerdings in Gesprächen erst gar nicht dazu kommt, wenn sich Gespräche über Zeitverteilung und Beachtung nur im Kreis drehen, wird es kompliziert. Denn dann kann es gut sein, das sich demnächst zum Gefühl der Einsamkeit und der Nichtbeachtung durch die geliebte Partnerin noch Liebeskummer dazugesellt.

Auswege: Beziehungsarbeit, Trennung oder Partnersuche?

Auswege aus der Beziehung Auswege: Wenn sonst nichts mehr hilft  –   © gettyimages.com

Therapeuten sprechen davon, dass sich Paare in Krisenzeiten meist erst nach mehr als sechs Jahren professionelle Hilfe suchen. Da sind die Fronten oft schon verhärtet, die Verletzungen reichen tief und lassen unausgesprochene Konflikte immer wieder ausbrechen. Das Verharren in solchen Beziehungen bedeutet für den immer noch liebenden Partner ein gewisses gesundheitliches Risiko. Depressionen, Angstzustände und allgemein ein höheres Erkrankungsrisiko können die Folgen von diesen langen, emotional stark fordernden Konfliktsituationen sein. Das gilt auch dann, wenn in der Partnerschaft schon länger mehr nebeneinander her als miteinander gelebt wird.

Wenig empfehlenswert ist eine rein emotionale Trennung, in der die Partner – häufig zugunsten kleiner Kinder – in WG-ähnlichen Verhältnissen beieinander bleiben. Die Folgen für die späteren Beziehungen der Kinder sind erheblich und sollten gut durchdacht werden.

Auswege bieten sich an, indem

  • mit dem nötigen Ernst und idealerweise auch mit therapeutischer Hilfe an der Beziehung gearbeitet wird; sinnvoll ist das allerdings nur, wenn beide Partner dazu bereit sind
  • eine Trennung ins Auge gefasst wird, um mit der lieblosen Beziehung abzuschliessen
     

Wenn man(n)sich unsicher über die Liebe seiner Partnerin ist und sich Gewissheit wünscht, können die typischen Anzeichen natürlich hilfreich sein – oder auch nicht, wenn sie eigentlich auf bestimmte Beziehungsphasen, äusserliche Umstände oder die eigene Vorgeschichte fussen.

Kritisch, aber hilfreich sind diese beiden Fragen, laut gestellt, und natürlich auch die Antworten, die die Partnerin darauf gibt:

  1. Würdest du mich heute, wenn du erneut die Wahl hättest, wieder als Partner wählen?
  2. Liebst du mich?

Beide Fragen scheinen auf den ersten Blick so simpel und selbstverständlich, offenbaren aber in jeder Beziehung den Stand der Dinge – wenn sie ehrlich und spontan beantwortet werden.

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