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Partnerschaft

Liebesfalle Eifersucht

Wie krankhafte Eifersucht die Beziehung zerstören kann.

Eifersüchtige Frau mit ihrem Partner Eifersucht kann alles zerstören  –   © fotolia

Die Liebe wird in der Kunst oft als freies Gefühl beschrieben, als der Wunsch, den anderen um seiner selbst willen zu lieben und nicht aus egoistischen Gründen. In der Realität sieht das jedoch meist anders aus: Oft reicht schon ein Blick oder ein Lächeln in Richtung eines anderen Mannes oder einer anderen Frau, damit Menschen ausrasten und in Eifersucht zergehen.

Dass ein bisschen Eifersucht der Beziehung erst den Pfeffer verleiht, mag durchaus stimmen. Krankhafte Eifersucht ist jedoch ein Teufelskreis, der sich schnell verselbstständigt und aus dem sich nur schwer wieder aussteigen lässt.

Gründe für die Eifersucht

Urgrund einer jeden Eifersucht ist wohl die Verlustangst, also die Angst, der Partner könnte jemand "Besseren" finden und die Beziehung beenden. Dem zugrunde liegen vielfältige Ursachen, die von einem geringen Selbstwertgefühl bis hin zu einem unverarbeiteten Trauma aus der Kindheit oder schlechten Erfahrungen in vergangenen Beziehungen reichen. Aber auch eine kulturelle und nie hinterfragte Konditionierung kann Ursache der Eifersucht sein - denn Treue und Eifersucht sind gesellschaftlich akzeptiert und gelten als "normal".

Misstrauen

Diese Gründe und Ursachen der Eifersucht führen schnell zu Zweifeln an der Beziehung und vor allem an der Aufrichtigkeit des Partners. Argwohn kommt auf und die Ehrlichkeit des oder der Liebsten wird in Frage gestellt. Manch einer beginnt, dem Partner hinterher zu schnüffeln, liest heimlich die privaten E-Mails oder seine SMS. Alles mit dem Ziel, die Bestätigung zu finden für die dunklen Ahnungen, der Partner könne fremdgehen oder einen nicht mehr lieben.

Die ewige Rechenschaft

Wenn sich hier nichts finden lässt, wird der Partner zur Rechenschaft gezogen. "Wo bist du gewesen? Mit wem, wie lange und warum?" Solche Fragereien kriegen schnell den Charakter von Kreuzverhören und der Befragte fühlt sich an die Wand gestellt und eingeengt. Nähe schafft das jedenfalls nicht.

Der Anspruch auf Monopol

Auch der monopolistische Anspruch auf den Partner wird schliesslich ausgelebt. Es werden Auflagen gemacht, mit wem sich der Partner treffen darf und wann - wenn er überhaupt noch allein aus dem Haus gehen darf. Verbote werden ausgesprochen und werden diese gebrochen, ist das Misstrauen bestätigt und der Teufelskreislauf geht von vorne los: Zweifel und Verdächtigungen, Kreuzverhöre, Auflagen und ein Partner, der wahrscheinlich ein zunehmend grösseres Gefühl verspürt, ausbrechen zu wollen.

Das Ende vom Lied

Kein Mensch lässt sich auf Dauer gern an die Kette legen. Und bei krankhafter Eifersucht steht am Ende irgendwann die Trennung. Sich eingeengt und von der Liebe des anderen in Besitz genommen zu fühlen, lässt der Beziehung keinen Raum mehr zum Atmen. Wer nicht selbst derart eifersüchtig ist, wird dies auf Dauer kaum ertragen. So gesehen ist Eifersucht eine selbsterfüllende Prophezeiung - wird aber vom Verlassenen so ausgelegt, als ob er mit seinen Vermutungen von Anfang an recht gehabt hätte.

Das Leid des Eifersüchtigen

Natürlich leidet auch der Eifersüchtige unter diesen Gefühlen. Ständig Angst haben zu müssen, betrogen oder verlassen zu werden, sind sehr existentielle und ernstzunehmende Emotionen. Von heute auf morgen lässt sich krankhafte Eifersucht allerdings nicht in den Griff kriegen. Je nach Einzelfall können eine Paar- oder aber eine individuelle Therapie den Betroffenen unterstützen.

Lea-Patricia Kurz /Parship

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