> Panorama > Partnerschaft > Liebesbriefe schreiben: Die Kunst des romantischen Schreibens

Partnerschaft

Liebesbriefe Schreiben: Die Kunst des romantischen Schreibens

Liebesbriefe zu schreiben, schien mit Ende des letzten Jahrtausends aus der Mode gekommen. Schade eigentlich, denn es ist schön, Liebesbekundungen von Partnern aus früheren Beziehungen zu lesen. In Zeiten der schnellen elektronischen Kommunikation erleben Liebesbriefe nun aber offenbar eine Renaissance. Die Kunst des Liebesbriefe-Schreibens ist wieder gefragt: So gelingt die plattitüdenfreie Liebesbotschaft ...

Liebesbriefe - am besten handgeschrieben Liebesbriefe erleben eine Renaissance.  –   © istockphoto.com

Natürlich kann man dem Partner liebevolle E-Mails schreiben oder Liebeserklärungen via WhatsApp oder SMS verschicken. Diese schnelle Kommunikation eignet sich dafür, den Partner wissen zu lassen, dass man gerade an ihn denkt. Manchmal hat man aber das Bedürfnis, liebevolle Worte in ausführlicherer Form mitzuteilen.

Für den handgeschriebenen Liebesbrief muss man sich Zeit nehmen. Sowohl beim Schreiben als auch beim Lesen. Er ist etwas Besonderes, etwas, das heraussticht aus dem Alltag.

Warum man einen Liebesbrief schreiben sollte

In einer langjährigen Partnerschaft steht der Alltag häufig so im Vordergrund, dass die Romantik auf der Strecke bleibt. Vor allem dann, wenn Kinder da sind oder zeitraubende Jobs und Hobbys die Zeit für die Paarbeziehung beschränken. Man liebt sich, sagt es einander aber nur noch selten, eher beiläufig und ohne grosse Gesten. Solange das für beide okay ist, passt das auch. Hat man aber das Gefühl, der Partner fühle sich wenig beachtet und nicht ausreichend wertgeschätzt, oder will man dem Partner einfach mal wieder ausführlich mitteilen, dass und warum man ihn liebt, dann ist es Zeit, liebevolle Worte auf Papier zu bringen.

Vom spontan organisierten Wellnesstrip bis zum Candle-Light-Dinner existieren dafür ja zig Möglichkeiten. Der Liebesbrief kostet nur wenig Geld, etwas mehr Aufwand – und ist dafür überaus persönlich und individuell.

Zwei grundlegende Tipps gelten für alle Typen von Liebesbriefen:

  1. Den Grund der schriftlichen Liebeserklärung sollte man vor dem Start bedenken: Von der ersten Erklärung der tiefsten Gefühle überhaupt bis zum wertschätzenden Dank für viele gemeinsame Jahre gibt es sehr viele Anlässe für einen Liebesbrief. Welcher soll es sein?
  2. Liebesbriefe sollten möglichst handschriftlich, auf festem Papier geschrieben und mit Füller verfasst sein.

Von Hand geschriebene Worte auf hochwertigem Briefpapier hauchen der Liebeserklärung jene persönliche Note ein, die weder E-Mail noch Kurznachrichten bieten können. Auf eine besonders schöne Handschrift kommt es dabei nicht an. Lesbar sollte sie allerdings schon sein – wäre ja schade, wenn der Inhalt für den Leser nicht zu entziffern ist!

Wer schon länger keine handschriftlichen Zeilen verfasst hat, der probt vielleicht den Brief samt Inhalt auf einem ganz normalen Stück Papier, bevor der edlere Briefbogen zum Zuge kommt. So lassen sich auch Verbesserungen und Rechtschreibfehler im eigentlichen Liebesbrief vermeiden.

Aller Anfang ist schwer: Die Anrede auswählen

Soviel zur reinen Theorie und der angemessenen Form. Jetzt aber geht es um den echten Einstieg in die Liebesbotschaft. Schon die richtige Anrede auszuwählen, scheint eine Wissenschaft für sich zu sein. Was könnte passen?

Die Anrede ist wichtig. Die richtige Anrede wählen.  –   © shutterstock.com
  • Geliebte/Geliebter…
  • Liebste/Liebster…
  • Liebe/Lieber…
  • Meine liebe/mein lieber…
     

Oder ganz schlicht: Der Vorname des Empfängers, als direkte und persönliche Form der Ansprache.

Langjährige Partner haben oft Kosenamen oder Nicknames, die sie nur im Umgang miteinander verwenden. Auch diese eignen sich natürlich als Anrede, solange der ganze Brief durch zu viele „Schatz-“ oder „Schnucki-“Anreden nicht zu sehr in den Kitsch abdriftet. Denn das kann den eigentlichen Zweck, die tiefen Gefühle und die Wertschätzung des Gegenübers, zu schnell ins falsche Licht rücken.

Der Inhalt ist leichter: Gefühle und Gedanken ausdrücken

Die Anrede und die ersten ein bis zwei Sätze sind tatsächlich am schwersten. Danach fällt es oft leichter, die eigenen Emotionen in Worte zu fassen. Hilfreich ist es auch, sich immer den Zweck des Briefs vor Augen zu halten. Warum schreibt man den Liebesbrief eigentlich?

Um

  • Dankbarkeit für die gemeinsam verbrachte Zeit auszudrücken
  • zum ersten Mal die eigenen Gefühle zu beschreiben
  • Gefühle dem anderen gegenüber zu bestätigen und zu vertiefen
  • sich nach einem Streit oder Fehltritt zu entschuldigen
  • Anerkennung und Wertschätzung gegenüber dem Partner zu zeigen 

Die Gefühle klar zu benennen, das ist ein erster Schritt, um in das Schreiben einzutauchen. Wenn man selbst unsicher ist, ob der Brief gut ankommt und seine Wirkung auch erreicht, lässt sich auch das einbauen. Sätze wie „Du weisst ja, dass ich mich im Formulieren schwer tue, aber es war mir wichtig, das hier für Dich aufzuschreiben ...“ vertiefen die Wirkung des handgeschriebenen Liebesbriefs noch zusätzlich.

Phrasen, Vorlagen aus dem Internet und Muster-Formulierungen sind grundsätzlich hilfreich - in einem Liebesbrief aber fehl am Platz. Auch wenn die Worte sorgfältig gewählt werden, sollten sie doch immer den eigenen Sprachstil abbilden. Sprich: Wer sonst immer geradeheraus redet, der schreibt auch seine schönsten Liebesbriefe genauso.

Für den Empfänger/die Empfängerin spielt es meist auch keine Rolle, ob sich Satzteile wiederholen, Satzzeichen richtig gesetzt sind und die Worte besonders geschliffen wirken. Wichtig ist die Botschaft, die transportiert wird. Wie viel Gefühl sich in der Liebeserklärung wiederfindet. Welche Besonderheiten und Eigenarten einem beim geliebten Partner auffallen, ohne die man sich ein Leben gar nicht vorstellen kann.

Tatsächlich sind es gerade kleine Dinge, die für Paare besonders bedeutsam sind. Beispielsweise wenn sie weiss, wie er seinen Kaffee am liebsten trinkt. Oder wenn er ihre Lieblingsblumen kennt. Es sind diese Kleinigkeiten, die in einer Partnerschaft die Basis des liebevollen Miteinanders bilden. Mit der Akzeptanz kleiner Macken und der Würdigung liebenswerter Eigenschaften zeigt sich im Liebesbrief auch schwarz auf weiss, dass man den Partner wahrnimmt und annimmt.

Auch Wünsche und Zukunftsszenarien eignen sich, die das Leben als Paar und die Beziehung zueinander beschreiben. So kann man sich beispielsweise wünschen,

  • noch viele gemeinsame Jahre miteinander zu erleben
  • die vergangenen Jahre genauso weiterzuführen
  • dass Kinder die Beziehung bereichern
  • dass die geteilte Zeit auch für den Partner so erfüllend ist, wie für einen selbst
Die Liebe bekunden. Die Liebe bekunden.  –   © istockphoto.com

Grosse Liebesbekundungen und intensive Gefühlserklärungen passen natürlich auch, vor allem zum Beginn einer Partnerschaft oder bei langen Trennungen. Neben Telefonaten und elektronisch kommunizierten Liebesbekundungen kann gerade ein Liebesbrief die Brücke zwischen getrennt lebenden Liebenden bilden. Er ist das greifbare Zeugnis der gemeinsamen Liebe, kann immer wieder gelesen werden. Das Auseinanderfalten, umblättern und später das sorgsame Verstauen der handgeschriebenen Seiten kann in schwierigen Beziehungszeiten zum Ritual werden oder schwere Anfälle von Sehnsucht nach dem anderen dämpfen.

Enden sollte ein Liebesbrief idealerweise mit dem so schlichten wie bedeutsamen „Ich liebe dich“ oder einem „Ich vermisse dich und freue mich schon darauf, wenn wir uns wiedersehen“ oder einem ganz individuellen Commitment mit grosser Bedeutung für den Absender und den Empfänger.

Wer es verspielt romantisch mag, der parfümiert sein Liebesbekenntnis noch mit dem bevorzugten Duft oder legt gepresste Blütenblätter mit in den Briefumschlag.

Der Liebesbrief ist geschrieben – und jetzt?

Ob man die Liebesbotschaft nun persönlich aushändigt, an einem passenden Platz hinterlegt oder sogar per Post verschickt – das hängt von der individuellen Situation ab. In Fernbeziehungen beispielsweise sind echte Liebesbriefe besonders wirkungsvoll, wenn sie ohne Ankündigung oder besonderen Anlass in den Briefkasten des Empfängers flattern.

Sieht sich ein Paar eigentlich jeden Tag oder lebt im gemeinsamen Haushalt, wird ein Liebesbrief dem Empfänger eher als Überraschung hinterlegt - auf dessen Schreibtisch, am Badezimmerspiegel, in der Handtasche, am Kopfpolster oder am Autositz ...

Persönlich und von Angesicht zu Angesicht übergebene Liebesbotschaften bringen den Empfänger eventuell in Zugzwang: Soll er oder sie ihn sofort lesen, während der Verfasser auf eine Reaktion wartet? Und wie geht man als Ersteller damit um, wenn die schriftlich erklärte Liebe nicht die gewünschte Reaktion hervorruft? Gedanken, die man sich durchaus vor dem Überreichen des Liebesbriefs machen kann. Hier bietet sich als Option an, den Brief mit der Bitte zu überreichen, diesen erst später zu lesen.

Tipps zum Weiterlesen ...

Panorama

Das perfekte Überraschungs-Frühstück

Denn Candlelight-Dinner kann jeder

mehr
Panorama

Der perfekte Partner: Wunsch und Wirklichkeit

Lass uns darüber sprechen, welche Vorstellungen und Eig …

mehr

Teste Parship kostenlos.

Ich bin
Ich suche

Es gelten die AGB und Datenschutzhinweise. Mit der kostenlosen Mitgliedschaft erhälst du regelmäßig Angebote zur kostenpflichtigen Mitgliedschaft und weiteren Produkten der PE Digital GmbH per Email (Widerspruch jederzeit möglich).

Forum
Ratgeber

Schaffe Raum für dein Glück

Was macht dich glücklich? Viele können das gar nicht so genau sagen ... 
Mehr erfahren

Unglücklich verliebtes Paar

Unglücklich verliebt

Verliebt zu sein, zählt zu den schönsten Gefühlen, die man empfinden kann... 
Mehr erfahren

Error with static Resources (Error: 418)