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Partnerschaft

Job vor Liebe

Wenn ein Partner sehr viel arbeitet und der andere zuhause ist, reicht die Zeit oft nur für einen flüchtigen Kuss am Tag. Wie geht man damit um, wenn der Partner so viel arbeitet, dass für die Liebe keine Zeit mehr bleibt?

Paar gönnt sich eine gemeinsame Mittagspause Eine gemeinsame Mittagspause tut gut  –   © fotolia

Wer den Partner fürs Leben gefunden hat, kennt das Gefühl der Ruhe, das einen durchströmt, dieses einzigartige Gefühl, angekommen zu sein bei einem anderen Menschen und von nun an das ganze Leben gemeinsam verbringen zu können. Dass sich die Szenerie vor der rosafarbenen Brille mit den Jahren ändert, kann sich zu dem Zeitpunkt kaum jemand vorstellen.

Doch berufliche Veränderung, Kinder und Alltag können eine Beziehung ganz schön belasten. Vor allem, wenn der Partner einen zeitintensiven Job hat, bleibt für die Liebe kaum noch Raum. Wie kann man damit umgehen, wenn der Partner zum Beispiel 60 bis 70 Stunden pro Woche arbeitet, Schichtdienst hat oder oft auf Geschäftsreise ist? Sich morgens vor Sonnenaufgang zu verabschieden und nur am Abend gemeinsam Zähne zu putzen, ist schliesslich nicht die partnerschaftliche Erfüllung, von der man anfangs träumte. Vor allem dann nicht, wenn man selbst zu Hause sitzt, Hausmann oder Hausfrau ist und ins Grübeln gerät. Und nicht selten fehlt dem Zuhausegebliebenen die Anerkennung für die Arbeit, die mit Kindern und Haushalt anfällt.

Am Anfang war das Wort

Um an der gegenwärtigen Situation etwas zu ändern, braucht es Kommunikation. Ihr Partner kann nicht wissen, wie sehr Sie am Tag von Zweifeln geplagt werden. Bitten Sie ihn zu einem Gespräch, für das er sich ausreichend Zeit nimmt, und erzählen Sie ihm, wie Sie sich fühlen.

Pflicht oder Passion?

Die wichtigste Frage ist zunächst: Warum arbeitet der Partner so viel? Ist es seine Passion - der Beruf also eher eine Berufung - oder ist die Arbeit das notwendige Übel, um die Familie zu ernähren und das Haus abzubezahlen? Manchmal stecken auch partnerschaftliche Schwierigkeiten dahinter, die Ihren Partner länger auf der Arbeit verweilen lassen - ohne dass es ihm oder ihr bewusst ist.

Je nachdem, was die Gründe für das enorme Arbeitspensum sind, müssen Sie gemeinsam neue Wege einschlagen. Arbeitet ihr Partner aus Leidenschaft, ist selbständig oder einfach mit Leib und Seele dabei, müssen Sie an sein Wir-Gefühl appellieren. Arbeitet er hingegen so viel, weil es sein muss, ist der Weg zu mehr gemeinsamer Zeit ein anderer. Sind die Kinder gross genug, kann die finanzielle Bürde auch gemeinsam getragen werden. Suchen sie nach Lösungen und Modellen - denn kein Job der Welt ist so wichtig, dass man dafür die grosse Liebe aufs Spiel setzen sollte.

Zeit für Veränderung

Eine grundlegende Veränderung der beruflichen Situation ist meist nicht sofort oder kurzfristig möglich. Ein Erste-Hilfe-Paket sollte aber drin sein - vor allem dann, wenn die Situation Sie so sehr belastet, dass Sie vielleicht schon über Trennung nachgedacht haben. Ob das nun die eine Stunde ist, die der Partner früher Feierabend macht, ein gemeinsames Essen in der Mittagspause des Partners oder die gemeinsame Zeit, die bewusster miteinander verbracht wird - Freiräume lassen sich immer schaffen. Auch eine Haushaltshilfe kann viel dazu beitragen, dass Sie selbst am Abend entspannter sind, wenn Ihr Schatz nach Hause kommt.

Lea-Patricia Kurz /Parship

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