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Partnerschaft

Fluch oder Segen - wenn Partner zusammen arbeiten

Wenn die Partner zusammen arbeiten, kann es schon mal zu Problemen kommen - muss es aber nicht.

Liebe am Arbeitsplatz Gemeinsam arbeiten  –   © fotolia

Für die einen ist es der Traum schlechthin, die anderen verdrehen schon bei der Vorstellung die Augen - gemeinsam mit dem Partner arbeiten. Niemals voneinander getrennt sein, zusammen einschlafen und aufwachen und selbst auf der Arbeit nicht aus den Augen verlieren, was man am meisten liebt. Für frisch Verliebte sicher eine schöne Sache, für viele andere Paare undenkbar.

Aber nicht immer kann man es sich aussuchen. Wer seinen Partner auf der Arbeit kennenlernt, wird sich - zumindest temporär - damit arrangieren müssen, diesen auch mal in der Mittagspause zu sehen oder vielleicht gemeinsam an schwierigen und stressigen Projekten zu arbeiten. Ob es sich deshalb lohnt, den Job zu wechseln, hängt davon ab, wie gut beide Partner mit der Situation umgehen können. Denn die Probleme, die sich einstellen können, wenn sich Berufliches und Privates überschneiden, lauten "Nähe" und "Distanz".

Besonders die Distanz hat dabei eine Schlüsselrolle. Distanz zum Beruf und Distanz zum Partner - beides ist von immenser Bedeutung, um in dem einen leistungsfähig zu sein und sich in dem anderen nicht zu verlieren. Überschneidet sich dieser andere grosse Lebensbereich neben der Partnerschaft mit eben dieser, kann es schwierig werden. Wohnen die Partner auch noch zusammen, kann sich dann das Gefühl einstellen, keinen eigenen Raum mehr für sich zu haben und auf eine Art Symbiose zuzusteuern. Darunter leidet dann wiederum das Privatleben, denn den Partner auch bei freizeitlichen Unternehmungen noch zu sehen, ist vielen dann zu viel.

Arbeiten beide in verschiedenen Abteilungen, lässt es sich leichter aus dem Weg gehen. Der Arbeitsweg muss nicht gemeinsam gegangen werden und auch die Pausen lassen sich getrennt voneinander verbringen. Heikel wird es jedoch, wenn die Partner sich in einem Untergebenen-Verhältnis zueinander befinden, sprich, der eine der Chef vom anderen ist. Beziehungsprobleme können hier leicht in Entscheidungen und Konfliktsituationen einfliessen und es wäre sicher eine gute Idee, hier um eine Versetzung zu bitten.

Eine weitere Gefahr ist der Feierabend. Dieser dient ja eigentlich dazu, den Berufsalltag hinter sich zu lassen und zu entspannen. Die meisten Paare tauschen sich am Abend noch über ihren Tag aus und berichten von Neuigkeiten und Vorkommnissen auf der Arbeit. Gerade die Distanz, die der andere normalerweise zur eigenen Arbeit hat, relativiert die eigene Sicht auf die Dinge. Dies ist nicht gegeben, wenn der Partner die Firma, die Umstände und auch die Kollegen kennt, über die gesprochen wird. Es besteht das Risiko, dass nicht mehr abgeschaltet wird.

Aber nicht immer muss die Situation des gemeinsamen Arbeitens schwierig sein. Denn es macht einen grossen Unterschied, ob sich das Paar im Unternehmen kennengelernt hat oder sich dazu entschlossen hat, gemeinsam in die Selbständigkeit zu gehen.

Neben der freien Entscheidung mit dem Partner zu arbeiten, kommt hier nämlich ein ganz anderer Punkt hinzu, der eine partnerschaftliche Zusammenarbeit sogar recht erfolgreich machen kann: Eine gemeinsame Leidenschaft oder Idee. Dies kann nicht nur die Liebenden zusammenschweissen, sondern auch beruflich zu ungeahnten Höhen beflügeln.

Organisatorische Dinge sind ebenfalls weniger problematisch. Man kennt sich, kennt die Art zu kommunizieren und weiss um die Verlässlichkeit des Partners. Streit um zum Beispiel Gewinnausschüttungen wird es nicht geben, da alles in denselben Haushalt fliesst. Auch das Verständnis für Sinnkrisen oder familiäre Probleme, die die Leistungsfähigkeit schmälern, wird ein anderes sein, weil man dem Partner eine ganz andere Vertrautheit entgegenbringt, als einem normalen Geschäftspartner.

Wie eventuell auftretende Probleme bewältigt werden, ob einer von beiden besser den Job wechselt oder eine gemeinsame Existenzgründung zur einem risikobehafteten Unterfangen wird, müssen die Partner letztlich selbst entscheiden. In jedem Fall ist grosse Umsicht anzuraten.

Lea-Patricia Kurz/Parship

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