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Partnerschaft

Die Realität der Liebe

Wenn die Erwartungen an die Liebe zu hoch sind, kann sie unerreichbar werden - oder wird immer wieder zerbrechen.

Paar am Strand Eine perfekte Beziehung?  –   © fotolia

Fragt man Singles nach ihrer letzten Liebe, so bekommen die meisten von ihnen einen wehmütigen Blick. Sie holen tief Luft und erzählen die traurige Geschichte von grossen Emotionen, die explosionsartig über sie hereingebrochen sind, von dem Gefühl endlich "angekommen" zu sein und dem Glück, einen Menschen getroffen zu haben, mit dem alles anders wird.

Vor allem aber sprechen sie von Hoffnung. Der Hoffnung auf die grosse Liebe, das ewige Glück. Der Hoffnung, dass die Liebe bleibt.

Natürlich ist es anders gekommen - sonst wären sie heute ja nicht Single. Und fast jeder, der von einer zerbrochenen Liebe zu erzählen weiss, hat sich schon einmal die folgenden Fragen gestellt: Erwarte ich zu viel? Lebe ich in einer Scheinwelt? Strebe ich nach einem romantischen Ideal, das es so nicht geben kann? Denn Liebe ist kein Gut ewig gleicher Allgemeingültigkeit. Schaut man sich in der Geschichte der Menschheit um, so hat es viele Vorstellungen von Romantik und dem Ideal der Liebe gegeben. Früher waren es teilweise auch rationale Gründe, die eine Liebe begründet und eine Ehe "gut" gemacht haben: Ein Mann mit gutem Einkommen, der seine Frau respektvoll behandelt hat oder eine junge, gesunde Frau, die mit anpacken kann. Die Ansprüche an Liebe und Partnerschaft sind eben immer auch ein Spiegel der jeweiligen Umstände einer Zeitepoche.

Doch wie ist es heute? Neben der Sozialisierung durch die Eltern, das Umfeld und die Schule, spielen auch Medien eine grosse Rolle in unserem Leben. Wir werden zu Treue und Monogamie erzogen und erfahren aus Film, Literatur und Musik, dass die Liebe eine leidenschaftliche Kraft ist, die alle Grenzen sprengen und Berge versetzen kann. Dass "wahre" Liebende durch nichts aufzuhalten sind, dass sich Romantik in Form kleiner Überraschungen, Rosen, Kerzenschein und der Verwirklichung des Unmöglichen zeigt. Wir sitzen schmachtend vor Filmen wie "Titanic" und "Vom Winde verweht" und warten auf die eine grosse Liebe, die sich allen Streitigkeiten widersetzt, der Routine trotzt und uns von allem Leid erlöst. Leidenschaftlich ist sie, begehrend und wild - die eine, wahre Liebe.

Doch das Gefährliche an Idealen ist, dass sie immer nur ein Ausschnitt einer Wirklichkeit sind. Filme zeigen immer nur einen Blickwinkel, Literatur nur einen Aspekt von Liebe. In einem Gemälde wird vielleicht nur ein Moment festgehalten und der Text eines Songs ist die persönliche Sichtweise seines Komponisten. Im Rausch der Sinne vergessen wir oft, die Liebe an unsere Wirklichkeit anzupassen und der Persönlichkeit des Menschen, dem wir uns gegenübersehen, den nötigen Raum in unserem Liebes-Modell zu geben.

Es ist eben nicht alles immer nur schön, heil und heilend. Wir leben zwar in einer Überfluss-Gesellschaft, aber den perfekten Menschen wird es dennoch nicht geben. Die Ansprüche an den Partner und die Liebe dürfen hoch sein, aber sie müssen realistisch bleiben. Die eigenen Wünsche zu prüfen, ist immer wieder notwendig - weil die Zeit sich ändert, weil man selbst sich ändert. Gerade die Hoffnung ist es, die im Laufe der Zeit zu einer Stolperfalle werden kann. Hoffnungen sind starr, sie sind fertig und werden projiziert - mal ohne unser Zutun, mal ganz bewusst. Wo die Hoffnung zuletzt stirbt, hatte alles andere vielleicht einfach nur keine Chance.

Lea-Patricia Kurz /Parship

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