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Die Generation der 40-plus-Eltern

"Spätgebärend" klingt irgendwie, als hätte man gerade noch den letzten Zug bekommen. Es hat allerdings viele Vorteile, sich mit dem Kinderkriegen Zeit zu lassen.

Mutter und Tochter Harmonie trotz des Altersunterschieds  –   © fotolia

Der Ausdruck "Kinder und Karriere" ist für viele Menschen ein Sinnbild für etwas, das im wahren Leben nicht oder nur schwer realisierbar ist. Besonders für Frauen ist das Kinderkriegen immer noch mit der Vorstellung beruflicher Entsagung verbunden und viele von ihnen glauben, sich entscheiden zu müssen. Entweder, oder - kein schöner Ansatz um über das eigene Leben nachzudenken.

Schaut man auf die Statistiken, so scheinen immer mehr Paare dafür eine Lösung gefunden zu haben: Sie machen erst Karriere und bekommen dann Kinder. So hat heute jedes vierte Neugeborene eine Mutter über 35. Denn waren in den 60er Jahren die Frauen weder gleichberechtigt noch mit besonders optimistischen Karrierechancen konfrontiert, sieht das heute ganz anders aus. Mit den Jahrzehnten stiegen nicht nur die Chancen für Frauen und die Lebenserwartung allgemein, sondern auch die Medizin machte Fortschritte. Und was früher als undenkbar und gefährlich galt, ist heute keine Seltenheit mehr: Das erste Kind mit über 40 Jahren zu bekommen.

Frauen (und natürlich auch Männer, allerdings sind die rein theoretisch ihr Leben lang fruchtbar) können sich also tatsächlich mehr Zeit lassen - und viele tun es. Im Vergleich zu 1990 gibt es heute ungefähr dreimal so viele Mütter, die ihr erstes Kind mit über vierzig bekommen. Sie geniessen eine gute Ausbildung, etablieren sich beruflich und arbeiten für finanzielle Sicherheit und damit Unabhängigkeit, bevor sie sich zur Gründung einer eigenen Familie entschliessen.

Kritiker von "Spätgebärenden" wie Frauen vor gar nicht allzu langer Zeit bereits mit dreissig genannt wurden, bemängeln immer wieder das steigende Risiko bei späten Schwangerschaften und die kurze gemeinsame Lebensspanne von Kindern und Eltern. Doch hat es auch viele Vorteile, erst spät Kinder zu bekommen:

Reife und Gelassenheit

Im Vergleich zu Anfang Zwanzigjährigen haben Eltern um die vierzig schon einiges erlebt. Innere Kämpfe sind überwiegend ausgetragen, ein gewisser Stand im Leben ist erreicht und der Umgang mit Konflikten und Krisen erprobt.

Stabile Beziehung

Eine Garantie gibt es natürlich nie, aber rein statistisch gesehen, sind nur noch wenige Menschen mit dem Partner zusammen, mit dem sie schon Anfang zwanzig liiert waren. Natürlich liesse sich über die Wechselwirkung von Kind und Beziehung streiten, über Gesellschaftswandel, Verantwortung und Individualität - aber eines ist klar: Menschen, die sich erst spät fürs Kinderkriegen entscheiden, haben genug Zeit gehabt, den richtigen Partner zu finden beziehungsweise ihre Beziehung zu stabilisieren.

Das relative Alter

Wer mit Anfang vierzig schon Grosseltern wird, läuft Gefahr, früher alt zu werden. Die eigenen Kinder sind aus dem Haus und wer nicht in vollem Umfang in die Aufziehung der Enkel eingebunden ist, kann schnell eigenbrödlerisch werden. Kinder fordern, sie halten flexibel und jung. Wo also das biologische Alter steigt, steuert ein spätes Kind schon von Natur aus dagegen an.

Die Selbstverwirklichung

Neben der beruflichen Etablierung ist für viele auch die private Selbstverwirklichung ein Argument für das späte Kinderkriegen. Exotische und gefährliche Reisen, ein wildes Partyleben oder künstlerische Aktivitäten, die puren Egoismus erfordern - vieles ist mit Kind nicht mehr möglich. Und vielleicht ist das sogar eines der stärksten Argumente für die neue Generation der 40-plus-Eltern: Ein Kind, dessen Eltern sich selbst verwirklicht haben ist wahrscheinlich deutlich zufriedener, als ein Kind, dessen Eltern für frühes Kinderglück verzichtet haben - und ihm das im schlimmsten Fall irgendwann sogar vorhalten.

Lea-Patricia Kurz/Parship

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