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Parship-Welt

Ein Job zum Verlieben

Noch immer hat die Partnervermittlung vielerorts mit Imageproblemen zu kämpfen. Was besonders deutlich wird, wenn man sich auf einer Party als Mitarbeiter einer Partneragentur vorstellt.

Ein Job zum Verlieben Arbeiten für die Liebe  –   © istockphoto

Es gibt schon merkwürdige Berufe. Vom Archäometer bis zum Zerspanungsmechaniker, vom Aktuar bis zum Zwirner. Und es gibt meinen Beruf, der womöglich noch spektakulärer ist: Ich bin Redakteurin bei einer Online-Partneragentur - womit man auf Geburtstagsfeiern schnell zum bunten Hund wird. Die Liebe interessiert schliesslich jeden, sie ist universelles Allgemeingut und die Endstation Sehnsucht.

Mitunter ernte ich hitzige Reaktionen. Weil schon die Tatsache, dass jemand Hilfestellung bei der Partnersuche feilbietet wie ein Frisör einen Haarschnitt oder ein Gemüsehändler grüne Bohnen, zum Eklat werden kann. Zumal - wie häufig unterstellt wird - das Gemüse wahrscheinlich sowieso ungeniessbar ist bzw. die ganze Partnervermittlung eine einzige Mogelpackung: Ihr habt tausend Männer in der Datenbank und gerade mal zwei Frauen. Und die sind auch noch hässlich. Wenn ich widerspreche, wird noch tiefer in die Kiste mit den guten alten Fertigmeinungen gegriffen: Bei den Kunden von Partneragenturen kann es sich nur um Sonderlinge und Übriggebliebene handeln. Ah ja?! Schade, dass viele es immer noch nicht besser wissen. Und dass auch so manches Internet-Pärchen lieber flunkert, man habe sich beim Brötchenholen, auf dem Ornithologen-Kongress oder der Trüffelmesse in Alba kennen gelernt.

Aber zurück zu mir und den Geburtstagspartys: Mein Job-Bekenntnis kann auch leicht abgestandene Schmeicheleien auslösen ("Als Frau hast du ja ein Händchen für so was ...") oder dramatische Offenheit in Liebesdingen ("Meine Beziehung zu Ralf war ein einziges Desaster ..."). Ein anderes Erlebnis, von dem meine männlichen Kollegen berichten, blieb mir bislang versagt: "Cooler Job - da sitzt du ja an der Quelle, höhöhö ..." Dafür hat mich neulich der Freund eines Bekannten sehr angeregt über das Geschäftsmodell meiner Agentur ausgefragt, den Aufbau der Website, die Belegschaft ... Für mich ein klarer Fall: Der Mann sucht einen Job, wahrscheinlich im Marketing. Darauf liess übrigens auch sein smartes Anzug-Outfit schliessen. Ich lag allerdings total falsch, wie mir mein Bekannter später verriet. Mein Gesprächspartner hatte bloss sein ganz persönliches Interesse an Internet-Partnersuche geschickt verschleiert. Und er war noch nicht mal BWLer. Vielmehr hätte ich von ihm endlich erfahren können, was ein Archäometer eigentlich macht ...

Annemarie Lüning/Parship

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