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Keine Lust mehr auf das Single-Leben?
  1. Bernstone
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    Wann sag ich was?

    Wann sag ich was?
    Seit mehreren Jahren leide ich unter Depressionen und nehm manchmal auch Medikamente. So verliess mich meine Ex nach 25 Jahren!
    Nun gut, wann soll ich mit meinen Gesundheitsproblemen rüberkommen. Schon beim Emailen, erstes Date oder später? Die Depressionsproblematik hat natürlich auch einen Einfluss auf’s Sexualleben und dies macht eine Beziehung ja auch nicht einfacher.

    Ist jemand da, der ne Meinung oder Erfahrungen hat?
    Danke Bernstone
     
    07.10.2012 #1
  2. Lars Schöning
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    AW: Wann sag ich was?

    Hallo Bernstone,

    die Frage ist, wie einschränkend und stark sind die Depressionen? Können Kontakte aufrecht erhalten werden, oder ziehen sie sich mehrere Wochen zurück, ohne jemand sehen zu wollen? Diese starke wiederholte Rückzugstendenz kann dann einen Beziehungsaufbau stark erschweren bzw. verlängern. Wenn die Depressionen zu stark sind und zu starke und wiederholte Rückzugstendenzen vorhanden sind, könnte es empfehlenswert sein, erst nach einer Stabilisierung durch Psychotherapie eine Partnerschaft aufzubauen. Dieses könnte den Vorteil haben, mögliches Scheitern aufgrund der starken Rückzugstendenzen vorzubeugen.
    (Sie nehmen nur "manchmal" Medikamente? Das ist untypisch; meist wirken Antidepressiva erst nach ca. 2Wochen und man nimmt diese eine Zeit lang und schleicht diese dann nach Besserung/Stabilisierung durch Psychotherapie aus.)

    Die Frage ist nicht leicht zu beantworten. Es gibt -vereinfacht gesagt- zwei Möglichkeiten, wie Menschen damit umgehen:
    Entweder schreiben die Personen die Erkrankung in ihr Profil wie eine Art Schutzschild rein und sortieren somit von vornherein mögliche Partner aus. Diese Variante hat den Nachteil, das man das Label "krank/depressiv" hat und viele Personen sich von einem eher fern halten, da sie nicht wissen, wie depressiv jemand wirklich ist. (Es gibt auch Depressive (leichtere Formen), die noch arbeiten und Freunde treffen, und somit nicht am Rande des Suizids stehen oder nur die ganze Zeit depressiv im Bett liegen.)

    Die andere Variante wäre, einen Zeitpunkt für sich zu wählen, der eher am Anfang des Kennenlernens liegt. Hierfür würde ich das eigene Gefühl als Richtwert benutzen: Bei welchen Menschen fühle ich mich früher, bei welchen etwas später aufgehoben bzw. vertraue diesen früher/später und kann dann diesen früher oder etwas später dieses sensible Thema näher bringen.

    Ihr Lars Schöning
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 07.10.2012
    07.10.2012 #2
  3. AW: Wann sag ich was?

    Depressionen und Partnersuche ist schwierig. Ich weiß es, weil ein Freund von mir oft depressiv ist und wegen Depressionen in Behandlung gewesen ist. Mit ihm hatte ich leider so einige "Höhenflüge". Ich kann es nicht richtig beschreiben, aber von 180 auf 0 ging binnen Stunden und ich verzweife manchmal immer noch. Depressionen zu haben ist wirklich eine schlimme Krankheit und trotz meines Wissens habe ich damit Probleme. Tu dir den Gefallen und erzähle es bitte nicht jeder und direkt, denn einige sind noch nicht über diese Krankheit aufgeklärt und verstehen es leider nicht. Dann komme ich zum Thema Geschlechtsverker direkt. Das ist eine Sache, die für viele Menschen auf der Welt wichtig ist und so einige Beziehungen sind daran gescheitert. Wenn du mal keine Lust und Kraft dafür haben solltest, so ist das nicht schlimm. Passiert einigen. Solltest du aber Probleme haben mit der Errektion aufgrund der Anti-Depressiva, so ist es nicht so schön und kann durchaus weitere Probleme mit sich bringen. Vielleicht hast du einen guten Arzt, der dir sagen kann, ob du nicht andere Medikamente nehmen könntest oder gar die "blauen" Pillen. Wichtig ist erst einmal, dass du gesund wirst. Ich finde es gut, dass du dir jetzt schon solche Gedanken machst und wünsche dir alles Gute. Viele Grüße, J.
     
    07.10.2012 #3
  4. Maribo
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    AW: Wann sag ich was?

    Hi Bernstone,

    in meinem Bekanntenkreis habe ich einige Kontakte, die depressiv sind oder waren. Ich kenne deine Lage nicht und finde die Worte von Lars Schönig richtig, würde es aber nicht ins Profil schreiben.

    Ich persönlich würde mich auch von solchen Profilen fernhalten. Ich finde es wichtig, dass du aktiv gegen deine Depressionen vorgehst und versuchst sie Stück für Stück in den Griff zu bekommen. Und sobald du fähig für die Partnersuche bist - ggf. schon jetzt - startest du auch damit. Und dann behältst du die Krankheit erstmal für dich. Denn es ist eine Krankheit und gehört eigentlich nicht zu deiner Persönlichkeit. Stattdessen versuche mehr Spaß zu haben und die Nachrichten mit den Kontakten auch zu genießen.

    Später kannst du die Depression sicherlich erwähnen, würde dies aber nicht zum Elefanten machen. Ich persönlich würde es denke ich sogar für lange Zeit nicht ansprechen bzw. nach der Überwindung gar nicht mehr ansprechen.

    Viel Erfolg!
     
    07.10.2012 #4