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Keine Lust mehr auf das Single-Leben?
  1. Philippa

    Philippa

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    Männer mit (kleinen) Kindern in neuen Beziehungen

    Habe gerade etwas Interessantes gelesen, unter dem Titel:
    "Bei einer Trennung werden Mütter zu Frauen und Männer zu Vätern!"

    Über die Mütter, welche (wieder) zu Frauen werden, stand leider im Artikel nichts, dafür einiges über die Männer:
    "Bricht eine Trennung über das Paar und die Familie ein, zeigt sich in jüngster Zeit eine interessante Veränderung, die sowohl auf Seiten der Väter als auch auf Seiten der Frauen, welche ebensolche Väter kennen lernen, registriert wird: Die Väter staunen, wie schwierig es ist, dass sich eine Frau wirklich auf sie einlässt. Sie lernen zwar Frauen kennen, gehen auch Beziehungen ein, aber diese Beziehungen kommen nicht über einen bestimmten Punkt hinaus: Eine vertiefte Bindung entsteht in der Regel selten.

    Bei genauerer Betrachtung bemerkt man, dass ein wesentlicher Hauptgrund darin liegt, dass sich das emotionale Zentrum dieser Männer - nun eben neu - um ihre Kinder gebildet hat. Dabei geht es nicht in erster Linie um den zeitlichen Faktor, der sich hier verändert hat, sondern vielmehr, dass die emotionale Bezogenheit auf die Kinder viel intensiver geworden ist.
    Tritt eine Frau, die selber noch keine Kinder hat, in dieses Leben, erlebt sie oft das Gefühl, das fünfte Rad am Wagen zu sein. Es ist, als ob sie in ein Haus einziehen würde, in dem alle Zimmer schon besetzt sind. Das ist für viele Frauen schwierig, weshalb diese sich meist wieder trennen.
    Tritt eine Frau mit eigenen Kindern ins Leben eines solchen Vaters, besteht zumindest eine Symmetrie der Situation. Doch die oftmals nicht synchronen Zeitfenster sowie der zeitliche und emotionale "Gesamtverbrauch" für die jeweilige Teilfamilie sind meist so hoch, dass sich das Paar nur selten zu zweit sieht. Und ohne Zweisamkeit und Zeit ist ein Aufbau einer Paarbeziehung natürlich erschwert. Deshalb sind Patchwork-Familien ohne gemeinsames Kind oftmals labile Konstrukte.

    Je stärker also nach einer Trennung die Beziehung zu den Kindern als emotionales Zentrum erlebt und gelebt wird, desto weniger besteht auch der Bedarf, rund um eine neue Liebesbeziehung ein neues emotionales Zentrum zu schaffen.
    Es sind nicht nur zeitlich-organisatorische, sondern vielmehr auch emotional-motivationale Aspekte, die sich hier auf Seiten der Männer verändert haben. Dies führt bei vielen zu wechselnden, vorübergehenden Beziehungen oder zu einem Verzicht darauf.
    Diese Situation verändert sich meist dann (erst), wenn die Kinder in die Pubertät kommen, sobald diese also ihr eigenes emotionales Zentrum mehr nach aussen verlagern. Die meisten Eltern werden hier wieder "beweglicher", aber eben auch "bedürftiger", und prompt ermöglichen sich dann vertieftere Bindungen zu Partnerinnen und Partnern."

    (Der Autor Raimondo Lettieri ist Psychologe und arbeitet als Paar-, Einzel- und Familientherapeut.)
     
    02.12.2017 #1
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  2. ionchen

    ionchen

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    Genau zu diesem Thema gibt es hier einen Thread von mir betreffend Kompromiss Bereitschaft. Betrifft nicht nur Frauen, die noch Kinder planen. Heute haben 50 jährige Männer Kinder im Grundschulalter. Muss Frau wollen. :rolleyes:
     
    02.12.2017 #2
  3. lisalustig

    lisalustig

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    Auch bei Ü60 Männern anzutreffen.....
     
    02.12.2017 #3
  4. ionchen

    ionchen

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    Ohje..o_O
     
    02.12.2017 #4
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  5. lisalustig

    lisalustig

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    Das sind dann die, die mit Ende 40 / Anfang-Mitte 50 inserieren, dass sie ein Familie gründen wollen.... :D
     
    Zuletzt bearbeitet: 02.12.2017
    02.12.2017 #5
  6. ionchen

    ionchen

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    Schlimmer geht immer! :D
     
    02.12.2017 #6
    Schokokeks, mone7 und AlexBerlin gefällt das.
  7. Philippa

    Philippa

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    Jetzt dachte ich schon, es hätte jemand was geschrieben...
     
    02.12.2017 #7
  8. lisalustig

    lisalustig

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    ....kommt vielleicht noch, gib die Hoffnung nicht auf ;)
     
    02.12.2017 #8
  9. Philippa

    Philippa

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    Ja, sicher.
    Ich fand ja den Artikel einfach interessant. Meine Haltung zum Thema hab ich schon. Als da plötzlich 5 Antworten standen, freute ich mich trotzdem auf ein paar Erfahrungen oder Gedanken dazu. Jä nu. Auf dem Meer sollte frau nicht erstaunt sein, wenn sie auf ein paar Wassertropfen trifft, oder?
     
    02.12.2017 #9
  10. ionchen

    ionchen

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    Charmant, charmant...
     
    02.12.2017 #10
  11. fafner

    fafner

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    Warum interessiert Dich jetzt dieses Thema...?
    Eine ähnliche Erfahrung hatte ich ja auch, selbst da, wo die "Kinder" erwachsen sind. Blut ist eben dicker als Wasser. Trotzdem date ich auch weiterhin Frauen mit Nachwuchs, aber da schaue ich nun sehr genau hin... ;)
     
    Zuletzt bearbeitet: 02.12.2017
    02.12.2017 #11
  12. Synergie

    Synergie

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    Ich finde solche Allgemeinplätze, wie im Ausgangspost, sind eine schwerliche Diskussionsgrundlage.
    So sieht der Herr Psychologe mit weitreichender Praxiserfahrung das nun mal. Ist seine Meinung. Schön dass er die hat. Meine Praxiserfahrung (n=1) sieht anders aus. Der Herr Psychologe hatte in seiner Praxis sicher auch einige Fälle, die aus diesem generellen Muster raus gefallen sind. Ja und? Worüber soll man da jetzt groß reden? Im Einzelfall ist es eh individuell gestrickt, welche Dynamik das Miteinander annimmt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 02.12.2017
    02.12.2017 #12
    Ulla, mone7 und ionchen gefällt das.
  13. AlexBerlin

    AlexBerlin

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    Liebe @Philippa, nur für Dich habe ich mir hier Mühe gegeben :):

    Das zu verallgemeinern ist Quatsch, denke ich.
    Etwas boshaft überspitzt sehe ich das so:
    Meistens bleiben die Kinder bei der Mutter, sie bleibt also erst mal Mutter, in der Regel mit weniger Geld und der Hauptverantwortung. Da ist nicht viel mit Frausein, sondern erst mal mehr Stress.
    Der Vater ist Vollzeitvater alle 14d am Wochenende. Das ist für die meisten total neu, weil es in den meisten Familien nicht üblich ist, dass Vater und Kind(er) vorher überhaupt mal ein WE alleine waren. Vor allem, wenn die Kinder noch jünger sind, werden oft Oma und Opa mit ins Boot geholt, weil der Papa gar nicht alleine klar kommt. Ja, auf der Endstrecke wird er dann manchmal mehr zum Vater als während der Familienzeit...
    Die Muddi entdeckt ihr Frausein, wenn die Kinder älter werden und meidet dann Papis mit kleinen Kindern in der Regel, freut sich über ihre Freiheit und ist frühestens wieder für ihre Enkel einsatzbereit - und auch da nur noch in begrenzter Teilzeit... (Sarkasmus off).

    Mit Frauen, die noch keine Kinder haben, kann eine Beziehung zu Männern mit Kindern durchaus klappen, glaube ich, genau wie Patchwork, wenn beide Kinder haben. Da hängt dann alles davon ab, ob die beteiligten Kinder und die Familie des Mannes querschießen oder nicht.

    Mütter werden also zu Frauen, wenn sie ihren Mütter-Job erledigt haben, Männer müssen nach der Scheidung und ihre Vaterrolle anders ausfüllen als vorher und erleben sie daher ab und an vermutlich tatsächlich bewusster.

    Ich bin immer sehr froh, wenn ich die heutigen jungen Eltern sehe, die ihre Kinder viel gleichberechtigter groß ziehen, als das vor 25 Jahren üblich war. Ein Gewinn für alle, finde ich.
     
    Zuletzt bearbeitet: 02.12.2017
    02.12.2017 #13
  14. Mentalista

    Mentalista

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    Nix neues!!!

    Habe ich damals erlebt und ergaenze mit den Vätern, oft mit Kindern unter 14 Jahren, die klug sein wolten und eine Frau wollten, deren Kind fast aus dem Haus, auf jeden Fall über 18 ist. An solchen Vaetern hatte ich aber kein Interesse, weil Stress vorprogrammiert war.
     
    02.12.2017 #14
  15. Mentalista

    Mentalista

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    Oft es auch geschafft haben, war logisch, dass es dennoch langfristig nicht klappte und dann Frauen wie mich toll fanden. Über einen Korb von mir dann ganz erstaunt waren.:rolleyes:
     
    02.12.2017 #15