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Keine Lust mehr auf das Single-Leben?
  1. Philippa

    Philippa

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    Nein, das ist alles andere als ein Scherz! Da glaube ich ganz fest daran. Einen Buchtipp kann ich dir nicht geben, ich hatte einfach darüber gelesen und gehört, dass Träume wichtig sind, dass sie einem Kraft geben, und dann bin ich selbst auf die Idee gekommen, dass ich das aktiver nutzen könnte. Ich habe mich dann mal vor einiger Zeit - in einer Phase, in der ich starke Sehnsucht nach einer Beziehung hatte, aber auch daran zweifelte, ob es überhaupt möglich sein würde, diese zu stillen - hingesetzt und Folgendes gemacht:
    1) ganz detailliert aufgeschrieben, wie der Mann, den ich mir als Partner wünschte, und die Beziehung mit ihm sein würden, was wir zusammen wie tun würden
    2) mir ganz ehrlich und noch detaillierter eine Liste gemacht, was das von meiner Seite brauchen würde
    3) mir überlegt, wie ich mich in diesen Punkten entwickeln könnte (mithilfe von kreativen eigenen Ideen, Büchern zu diesen Themen, vor allem aber, indem ich einfach hartnäckig drangeblieben bin)

    Dabei war es vor allem wichtig, ehrlich zu mir selbst zu sein und mir einzugestehen, dass ich bei Weitem nicht perfekt bin und also fairerweise das auch von ihm nicht erwarten kann. Dennoch war es ebenso wichtig, klar zu bekommen, dass ich mir all das wirklich wünsche und mich also nicht auf eine Beziehung einlassen wollte, bei der meine Träume nicht erfüllbar sein würden. Diese Erkenntnis hat mir Klarheit gebracht und ermöglicht, dass ich - freundlich aber bestimmt -, einigen Männern, die mich danach anschrieben, ohne Zweifel meinerseits einen Korb geben konnte. Ich war dann eine ganze Weile unsicher, ob ich einen Partner finden würde, kam aber immer mehr zum Entschluss, dass ich ja keinen brauchte, mit dem ich zweifeln würde. Also lieber allein bleiben, als einen faulen Kompromiss schliessen. Das will nun aber nicht sagen, dass frau in Fragen des Alltags keine Kompromisse eingehen sollte! Für mich war nur irgendwann klar, dass ich keinen Mann wollte, der sich nicht klar und dauerhaft als der Richtige für mich anfühlen würde. Irgendwann, etwa 2 Jahre nachdem ich meine Wünsche klar formuliert hatte, hat dann mein heutiger Partner mein Profil besucht, mich aber nicht angeschrieben. Ich habe mir dann sein Profil angeschaut und irgendwie sofort gewusst: das ist er! Also schrieb ich ihm, dass ich ihn unbedingt kennen lernen wolle. Wir sind seit November ein Paar. Ich habe jetzt vorhin gerade nochmals meine damaligen Wünsche durchgelesen und bin selbst ein wenig erstaunt, dass wirklich alles so gekommen ist. Natürlich ist nicht in jedem Moment unseres Zusammenseins alles da, denn wir haben ja auch unsere eigenen Leben und deshalb nur beschränkt Zeit und sind auch nicht in jedem Moment voll inspiriert, aber alles, was ich mir damals als Ziel vorgestellt habe, hat sich dauerhaft oder zumindest zwischendurch gezeigt und ich bin sicher, dass wir das auch weiterhin erleben werden. Da bin ich wirklich sehr dankbar dafür. Und er ist es auch. Gestern hatte ich Post von ihm in meinem Briefkasten: Er hat mir Bilder gemalt, und auf eins hat er draufgeschrieben: "Du bist das Beste, was mir je passiert ist." Da freue ich mich einfach so sehr!

    Ich wünsche dieses Glück allen! Aber es liegt an jedem selbst, ehrlich zu sein und motiviert an den Voraussetzungen zu arbeiten.
     
    Zuletzt bearbeitet: 10.09.2017
    10.09.2017 #31
  2. fafner

    fafner

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    Im Umkehrschluß heißt das für alle hier, bei denen es nicht klappt, daß sie nicht ehrlich zu sich sind und nicht motiviert an sich arbeiten.
     
    Zuletzt bearbeitet: 10.09.2017
    10.09.2017 #32
  3. mone7

    mone7

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    Ooh, das freut mich für dich Philippa :):p. Ich bin gerade in diesem Prozess drin
    @fafner : nein, dieser Umkehrschluss stimmt so nicht, aber du ersparst dir dabei, immer wieder an die gleichen Menschen zu kommen, die dir aber nicht gut tun.
    Bei sich zu beginnen mit: wie bin ich? Was möchte ich? Wo muss ich an mir arbeiten? ist ein ganz wichtiger Schritt.
    Ob es dann klappt mit einem Partner steht in den Sternen, aber ich glaube, dass es auch für den Fall dass nicht das Leben ein besseres ist, wenn man über sich und seine Träume und (und wohin man sich entwickeln will) Bescheid weiß.
     
    10.09.2017 #33
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  4. Philippa

    Philippa

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    Das stimmt doch nicht! Es heisst vielleicht einfach, dass sie noch einen Weg vor sich haben! Ich war ja vorher auch nie glücklich und habe nach meiner Scheidung ziemlich lange gebraucht, bis ich eine glückliche Beziehung gefunden habe.
    Die Länge des Weges und die Mühsal der Arbeit an sich hängt ja auch davon ab, was man früher für schlimme Erfahrungen gemacht hat, sei es in der Kindheit oder dann auch zusätzlich mit späteren Beziehungserfahrungen. Es ist also nicht die eigene Schuld! Es geht mir nicht darum, die anderen schlecht zu schreiben, sondern Mut zu machen, dass es sich lohnt, an die eigenen Träume zu glauben und an sich zu arbeiten.

    Aber gewisse Foristen sind vermutlich schon nicht ganz so ehrlich mit sich selbst. Das denke ich tatsächlich. Z.B. wer sagt, dass er sich nichts wünscht, als nicht das Objekt von Erziehungsversuchen zu werden, verneint in meinen Augen seine Wünsche und Träume. Das finde ich irgendwie traurig.

    Und es stimmt, was mone7 schreibt, dass vielleicht auch, wenn man an sich arbeitet, nicht jeder eine glückliche Partnerschaft finden wird, aber - wie auch sie schreibt - ein zufriedeneres Leben.

    Im Übrigen weiss ja auch ich nicht, wie lange ich in einer glücklichen Beziehung sein werde. Das Leben kann allerhand bringen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 10.09.2017
    10.09.2017 #34
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  5. fafner

    fafner

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    Wenn diese große Wunschliste, wie denn der Partner sein soll, damit man eine glückliche Beziehung führen kann, permanent unerfüllt bleibt, wie das bei manchen doch der Fall ist? Das glaubst Du doch selbst nicht.
    Meine Liste ist durchaus auch länger als der eine plakative Punkt. Deshalb bringt sie mich einer Partnerschaft kein Jota näher. Und einem glücklicheren Singleleben auch nicht.
    Ich finde es sehr vermessen, immer so zu tun, als wäre Dein Glück allein Dein Verdienst und die anderen schlicht unfähig, es Dir nachzutun.
     
    Zuletzt bearbeitet: 10.09.2017
    10.09.2017 #35
  6. Philippa

    Philippa

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    Das wäre in der Tat vermessen. Betonung auf dem Konjunktiv.
    Einen schönen Sonntag, fafner, du machst es mir zu schwer, an dich zu glauben, weshalb ich im Moment nicht weiter mit dir diskutieren will.
     
    Zuletzt bearbeitet: 10.09.2017
    10.09.2017 #36
  7. Ariadne_CH

    Ariadne_CH

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    Das klingt klasse! Und sehr mutig und selbstbewusst! Du hast ihm wirklich geschrieben, dass du ihn unbedingt kennenlernen willst? Ich glaube ich hätte Hemmungen so etwas zu schreiben. Aber ich bin vor einigen Wochen auch über ein Profil gestolpert, bei dem ich gedacht habe: Das ist er! Allerdings war er nie mehr online seither...
    Ich freue mich für dich, dass du so glücklich mit deinem Partner bist!
    Und ich finde deinen Bericht sehr eindrücklich und positiv, lass ihn dir bloss nicht schlecht reden. ;)
     
    10.09.2017 #37
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  8. mone7

    mone7

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    Nein, die Liste allein bringt dich nicht weiter (weder einer Partnerschaft näher, noch zufriedener mit dir selbst).
    Aber das, was du zu recht als fehlend kritisiert hast (im Thema waren aber auch nur die Wünsche gefragt) - nämlich was bin ich bereit zu geben, was fehlt mir (im Sinn von woran muss ich bei mir arbeiten)? Wo sind meine Baustellen?
    Ändern kann nur ich mich, wenn ich glaube, der andere wird schon noch, ist ein unglücklich sein vorprogrammiert
     
    10.09.2017 #38
  9. fleurdelis

    fleurdelis

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    Man kann zwischen deinen Zeilen deine Absicht schon erkennen, aber ich bin mir nicht sicher, ob du genau weißt, wie das, was du schreibst, bei denen ankommt, die sich mit der Thematik beschäftigen. Trotz deiner Wünsche für andere bewegst du dich hier auf dünnem Eis ... Denn deine insgeheime Bewertung über andere, die nicht den gleichen Weg wie du gegangen sind, bleibt nicht unentdeckt .... ich würds jetzt nicht so extrem wie @fafner sehen, aber ganz weit weg ist er auch nicht ...
     
    10.09.2017 #39
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  10. Philippa

    Philippa

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    Guten Morgen, fleurdelis!
    Wo genau liest du meine "insgeheime Bewertung"? Das nähme mich wunder.

    Ich denke, dass da schon so etwas leicht Arrogantes bei mir mitschwingen kann, denn ich weiss, dass ich manchmal zu wenig im Blick habe, dass anderen Menschen andere Dinge wichtig sein und sie trotzdem glücklich sein können. Es mag auch etwas mit dem Thema Helfenwollen zu tun haben. Denn wer helfen will, denkt wohl immer auch zu einem gewissen Teil, dass er es besser weiss. Könnte es sonst einen Antrieb und eine Möglichkeit geben, hier jemandem etwas zu raten?
    Andererseits ist mein Bericht hier ja nicht eine Antwort auf das konkrete Problem von jemandem gewesen, sondern in einem Thread geschrieben worden, in dem es um Wünsche geht, und als Reaktion darauf, dass jemand Wünsche als etwas Problematisches sah und sogar als Antwort auf eine konkrete Frage an mich. Ich wollte erzählen, dass man Träume als Motivation nutzen kann. Und meine Erfahrung sollte zeigen, weshalb ich daran glaube. Damit habe ich ja auch transparent gemacht, dass es sich um meine eigene persönliche Erfahrung handelt, und da kann ja dann jeder damit umgehen wie er will, oder nicht?
    Ich glaube halt einfach nicht, dass Pessimismus und Passivität hilfreich sind. Mich würde das depressiv machen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 10.09.2017
    10.09.2017 #40
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  11. jayyjayy

    jayyjayy

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    Danke für Deine Antwort. Ich finde es immer mal wieder interessant zu wissen, was Frauen darunter verstehen. Ich habe häufig den Eindruck, dass Männer sich nicht trauen Mann zu sein, weil sie die Emanzipation missinterpretieren. Sie werden dann zum lieben Kerl, weil sie glauben, einer Erwartung entsprechen zu müssen. Sie nehmen sich dann zurück und werden so anstrengend rücksichtsvoll.
     
    Zuletzt bearbeitet: 10.09.2017
    10.09.2017 #41
  12. Philippa

    Philippa

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    Es gibt auch Männer, denen es nicht gegeben ist, die aktivere, initiativere Rolle zu übernehmen. Dennoch sind sie männlich.
    Ebenso gibt es Frauen, die nicht zu Männern passen, welche in dem von TPT vertretenen Sinn "männlich" sind.
    Wichtig wäre für Männer und Frauen, dass sie sich trauen (dürfen), so zu sein, wie sie sind, egal was der gesellschaftliche Mainstream als männlich oder weiblich definiert.
     
    10.09.2017 #42
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  13. jayyjayy

    jayyjayy

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    Das ist sicherlich so. Finde aber, dass TPT da schon ein wesentliches Merkmal beschreibt. Offenbar ist es so, dass mit männlich etwas gemeint ist, was man auch als zupackend, offensiv, klar bezeichnen kann. Unerschütterlich, mutig, Kontroversen anzettelnd und aushaltend. Auch mal mit der Faust auf den Tisch hauen.
    Aber ich fürchte, das ist einer dieser uralten Threads, der bei den meisten nur gähnende Langeweile auslöst.
     
    10.09.2017 #43
  14. Philippa

    Philippa

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    Dann wäre ich vielleicht ein Mann, jedenfalls zeitweise. :)

    Kannst du noch etwas genauer sagen, was du damit meinst und weshalb? Und ist es relevant, was er bei "den meisten" auslöst? Es ist doch egal, wer und wieviele hier was lesen oder wo mitschreiben. Ich lese längst nicht alle Threads. Das kann doch aber den andern egal sein.
    Vielleicht freuen sie sich ja sogar über meine Abwesenheit. :)
     
    Zuletzt bearbeitet: 10.09.2017
    10.09.2017 #44
  15. Ariadne_CH

    Ariadne_CH

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    Aber sind diese Eigenschaften nicht generell attraktiv? Egal ob bei Männern oder Frauen?
    Es gibt ja auch diesen Typ Frau... Sie sagt klar ihre Meinung, sie spielt keine Spiele, sie "nimmt" sich die Männer, die sie möchte. Sie hat keine Angst vor Widerspruch oder davor mit ihrer Einstellung anzuecken.
    Das wirkt doch auf Männer auch anziehend. Zumindest habe ich das so von männlichen Freunden gehört. ;)
     
    10.09.2017 #45