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Keine Lust mehr auf das Single-Leben?
  1. AlexBerlin

    AlexBerlin

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    Empathie

    Lieber Herr Ernst,
    in der Analyse meiner Persönlichkeit habe ich einen unterdurchschnittlichen Empathiewert.
    Wahrscheinlich kommt sich jeder - und somit auch ich - sehr empathisch vor und ist es in der Realität eben doch nicht.
    Mich wundert es nur, weil ich einen Beruf habe, bei dem ich täglich mit sehr vielen Menschen zu tun habe und mich schnell auf sie und ihre Bedürfnisse einstellen muss. Dazu braucht man viel Empathie, dachte ich zumindest bisher. Ich bekomme dort in der Regal sehr positives Feedback und bin erfolgreich bei dem, was ich tue.
    Kann es sein, dass man die Fähigkeit zur Empathie zwar hat, diese aber in der Partnerschaft irgendwie nicht anwendet? Ich habe auch einen sehr hohen Wert bei Großzügigkeit, der wohl schon ein wenig in Richtung Gleichgültigkeit abdriftet.
    Meinen Test habe ich in einer sehr unruhigen Lebensphase gemacht. Könnte das auch eine Rolle spielen?
    Herzlichen Dank für Ihren Rat und liebe Grüße,
    Alex
     
    Zuletzt bearbeitet: 30.08.2017
    30.08.2017 #1
  2. Ariadne_CH

    Ariadne_CH

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    Hallo Alex,

    irgendwie scheint hier die Antwort vergessen worden zu sein?
    Ich habe das Gefühl, dass die Wenigsten ihre Persönlichkeit durch ihre Auswertung passend dargestellt sehen. Bei mir steht zum Beispiel, dass ich einen sehr hohen Durchsetzungswillen habe. Ich weiss aber aus meinen früheren Beziehungen, dass ich sehr oft nachgebe oder einlenke, wahrscheinlich sogar eher zu viel als zu wenig.
    Dieser Parshiptest versucht mit so wenig Fragen wie möglich (sonst sässest du nämlich Stunden dran und kein Mensch wäre mehr Mitglied, weil alle in der Hälfte der Zeit entnervt den Test abbrechen...;)) so viele Informationen wie möglich zu sammeln. Um aber tatsächlich eine genauere Information für eine Eigenschaft zu erhalten, müssten viel mehr Fragen gestellt werden. Das bedeutet, dass es sehr gut vorkommen kann, dass der Test auch mal falsch oder ungenau misst. Es ist ja auch keine physikalische Messung, wie die Geschwindigkeit beim Autofahren, wo recht präzis gemessen werden kann. Und es hängt natürlich von deinen Antworten ab, wenn du also in der Phase dich anders gefühlt hast, hast du dich selber möglicherweise auch anders wahrgenommen und entsprechend anders geantwortet.
    Ich würde den Test nicht so tragisch nehmen! Ich glaube auch nicht, dass du unempathisch bist!! ;)
    Und falls es dich stört, weil du denkst, dass die Betrachter deines Profils davon abgeschreckt werden...? Ich glaube die wenigsten (insbesondere Männer? :p) schauen sich dein Persönlichkeitsprofil wirklich sooo genau an. Ich lasse mich von den männlichen Foristen aber auch gerne eines besseren belehren. :D
     
    03.09.2017 #2
  3. AlexBerlin

    AlexBerlin

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    Liebe Ariadne_CH,
    vielen Dank, dass Du Dir Gedanken um meinen Post machst.
    Ich halte die PS-Analyse in meinem Fall für sehr zutreffend, daher glaube ich, dass auch an dieser Einschätzung was dran sein könnte, aber ich verstehe es nicht.
    Vielleicht schreibt Herr Ernst ja doch noch was dazu...
    Liebe Grüße
    Alex
     
    04.09.2017 #3
  4. Sandbank

    Sandbank

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    Hallo Alex, ich glaube, es funktioniert besser, wenn du einen jeweiligen Adressaten, hier @Markus Ernst , immer mit dem @ anschreibst, dann bekommt derjenige es direkt als Benachrichtigung.
    :) LG
     
    04.09.2017 #4
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  5. AlexBerlin

    AlexBerlin

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    Hi Sandbank, danke!
    Wir sofort umgesetzt:
    @Markus Ernst
    Lieber Herr Ernst, über Ihre Gedanken meiner Frage würde ich mich sehr freuen.
    Herzliche Grüße,
    Alex
     
    04.09.2017 #5
  6. Markus Ernst

    Markus Ernst

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    Liebe Alex,
    bitte entschuldigen Sie die späte Rückmeldung.
    Zu Ihrer Frage:
    mit dem Parship-Fragebogen wird Ihre "Partnerschaftspersönlichkeit" erhoben - d.h., es geht um die Aspekte, die für eine langfristige und glückliche Beziehung wichtig sind. Wichtig ist dabei, dass wir ausschließlich wissenschaftlich fundierte und erprobte Verfahren verwenden, die auch wirklich das messen, was sie messen sollen.
    Ganz unabhängig von Ihrer Person kann es vorkommen, dass man sich selbst in bestimmten Punkten anders sieht und einschätzen würde, als es das Testergebnis beschreibt. In solchen Fällen lohnt es sich, mit Menschen darüber zu sprechen, die einen gut kennen und eine ehrliche Rückmeldung geben können.
    Es gibt auch die Situation, dass jemand beruflich z.B. extrem durchsetzungsfähig und dominant ist, im Rahmen seiner „Beziehungspersönlichkeit“ aber eher den zurückhaltenden/sich anpassenden Part darstellt. Konkret in Ihrem Fall könnte es auch so sein, dass Ihnen beruflich sehr viel Empathievermögen abverlangt wird und Sie sich deshalb privat (unbewusst) etwas schützen wollen. Eine weitere Erklärungsmöglichkeit wäre die „sehr unruhige Lebensphase“, in der Sie nach eigenen Angaben den Fragebogen bearbeitet haben. Bsp.: eine Person, die direkt nach der Ende einer Beziehung, in der ihr Vertrauen massiv verletzt wurde oder eine schwer Enttäuschung stattgefunden hat, den Fragebogen ausfüllt, wird dies evtl. mit einer gewissen Tendenz tun. In so einem Fall würde ich empfehlen, etwas Zeit ins Land gehen zu lassen und die Fragen erneut in einer etwas ruhigeren Lebensphase beantworten.

    Herzliche Grüße aus Hamburg,
    Markus Ernst
     
    11.09.2017 #6
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  7. AlexBerlin

    AlexBerlin

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    Lieber Herr Ernst,
    vielen Dank für Ihre Antwort.
    Was Sie mir empfohlen habe, tue ich inzwischen immer, wenn ich mir in einer Situation nicht nicht sicher bin. Ich habe erwachsene Kinder / Schwiegerkinder und einige wenige gute Freunde, die alle zusammen ein super-Korrektiv in fast allen Lebenslagen darstellen. Nur in Partnerschaftsdingen geht das nicht in bezug auf alle Aspekte, habe ich festgestellt. Die Erfahrungen meiner Lieben sind hier (zum Glück!) ganz andere.
    Es war für mich anfangs ungewohnt, "um Hilfe zu bitten", denn ich bin 'ne Starke, die eigentlich nichts umhaut und die normalerweise anderen hilft. Aber ich habe es gelernt, nach Hilfe zu fragen und sie anzunehmen.
    In stressigen Lebensphasen ist all' meine Empathie aufgebraucht, wenn ich von der Arbeit nach Hause komme und ich bin tatsächlich im Privatleben weniger einfühlsam - das ist mir klar geworden als ich mich nach dem Lesen der PS-Analyse mal selbstkritisch beobachtet habe. Sie hatten das ja ebenfalls vermutet.
    Ich wäre nie darauf gekommen! Am Arbeitsplatz bekomme ich positives Feedback auch für meinen empathischen Umgang mit meinen Leuten - privat nehmen Familien und Freunde es vermutlich hin, dass ich bin wie ich bin, weil ich ja nicht extrem nach unten abweiche, bin halt leicht unterdurchschnittlich empathisch privat.
    Ich achte jetzt darauf, auch mit Familie und Freunden einfühlsamer umzugehen. Hebt auch meine Lebensqualität, stelle ich fest :).
    Ich kann nur nochmal betonen, dass ich fasziniert davon bin, wie zutreffend mich die PS-Analyse beschreibt.
    Danke dafür!
    Alex
     
    11.09.2017 #7
  8. HrMahlzahn

    HrMahlzahn

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    @AlexBerlin
    Pass mal auf du olle Schrulle.
    Ich finde dich sehr empathisch und sympathisch, deshalb duelliere ich mich auch gerne mit dir, weil ich weiß, es artet nie in Boshaftigkeien aus. Du bist nachdenklich, besitzt viel Allgemeinwissen und bist selbstreflektierend. Du bist noch nicht lange im Forum und schon eine Bereicherung, die sich mit Herzblut in die Diskussionen einbringt. Auf mich machst du hier einen recht selbstbewußten Eindruck. Das Gesamtbild deiner Persönlichkeit kann natürlich ein ganz anderes sein. Aber wichtig für dein Selbstbild ist auch, was die Anderen von dir denken. Wir sind zwar Individuen, aber soziale Wesen.
     
    11.09.2017 #8
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  9. AlexBerlin

    AlexBerlin

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    Ja, so ist es.
    Für mich ist es ziemlich neu, in einem stabilen wertschätzenden Umfeld zu sein. Als ich allein erziehend und voll berufstätig war, war immer nur Zähne zusammenbeißen und irgendwie den Tag überstehen angesagt. Ich bin recht selbstbewusst, aber nicht gewohnt, liebgehabt oder wertgeschätzt zu werden. Das gab es in meinem Leben nicht so viel.
    Seit meine Kinder erwachsen sind, habe ich in ihnen und ihren Partnern wundervolle Menschen in meinem Leben und inzwischen auch wieder Hobbies, Freunde und so. Das ist jetzt schon seit einer Weile der Fall, aber immer noch etwas ungewohnt für mich. In der Pflege von Familie und Freundschaften fehlen mir so einige bits and pieces auf der Festplatte, aber ich arbeite daran :).
     
    11.09.2017 #9
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  10. HrMahlzahn

    HrMahlzahn

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    und dann kommt so ein Kerl wie ich, der dich von oben nach unten süß einschleimt, dass du nicht merkst, wie er dir gleichzeitig von hinten sein Gift injiziert.:D
    Hast du eigentlich dein ganzes Leben in Berlin verbracht? Für mich als alte und eingefleischte Landpomeranze, der noch die Mauer kannte, ist Berlin noch immer ein riesiges betoniertes Gefängnis. Ich habe zwar selbst lange in einer 80 000 Einwohnerstadt gelebt, aber da war man selbst mit dem Fahrrad nach 5 km im Vogelsberg oder Westerwald.
    Hier habe ich eine mittelalterliche Bogenbrücke mit einem Bach vor der Nase, mit Gänsen und Enten, die sich die ganze Nacht laut streiten und von Kindern und Passanten ordentlich gefüttert werden. Manchmal kann ich beim Abendessen einem Graureiher beim fischen zuschauen.
     
    11.09.2017 #10
  11. Sandbank

    Sandbank

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    das könntest du u.a. hier im "betonierten Gefängnis" übrigens auch...nur mal so:)
     
    11.09.2017 #11
  12. Synergie

    Synergie

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    Nö. Also ich nicht. Bin bekennender Unempath.

    Ich war eher überrascht dass bei mir die Werte da im höheren Mittel lagen, wenn ich mich jetzt nicht falsch entsinne. Aber irgendwie stimmt es auch wieder, wenn ich daran denke, was mir alles ans Herz geht. Dass ich mich bewusst von Leuten distanziere ist da wohl was anderes.

    Vielleicht ist es bei dir auf Arbeit zwar umgekehrt, aber vom Prinzip her ähnlich. Vielleicht hast du das, was du für die Arbeit brauchst, unbewusst als Handwerk erlernt und kannst es da anwenden, aber außerhalb dessen, fliegt es dir nicht von alleine zu.
     
    Zuletzt bearbeitet: 11.09.2017
    11.09.2017 #12
  13. HrMahlzahn

    HrMahlzahn

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    Erzähl mal!
    Es gibt ja inzwischen in Städten eigene Tiergesellschaften mit Wildschweinen, Füchsen, Waschbären und gar Wanderfalken, die sich von den vielen Tauben ernähren und auf den Hochhäusern nisten.
     
    11.09.2017 #13
  14. mone7

    mone7

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    Ich glaube eher auch das Umgekehrte - bin von berufswegen recht empathisch - irgendwann reicht es dann damit.
     
    11.09.2017 #14
  15. AlexBerlin

    AlexBerlin

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    Genau das ist es bei mir auch. Ist nur blöd, dass dann die Leute, die man am meisten liebt, nicht mehr viel von der eigentlich großen Empathiefähigkeit abbekommen. Das war mir bisher nicht bewusst. Habe beschlossen, das zu ändern :)
     
    12.09.2017 #15