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Keine Lust mehr auf das Single-Leben?
  1. No_Kitty
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    Emotionale Opportunitätskosten - das Gefühlsdilemma bei der Partnerschaftssuche

    Angeregt durch Claudis Thread, den ich aber nicht entern oder überfrachten will, stelle ich meine Sicht auf die Single-Börsen als emotionale 'Ausnahme' (?) - Situation dar
    Seht es mir nach, wenn es in Etappen und etwas länger wird. Es ist etwas, was meinen Partner und mich immer wieder beschäftigt. Ich bin Naturwissenschaftlerin und keine Wirtschaftswissenschaftlerin, daher habe ich versucht diese Begriffe für mich in einfachen Worten zu beschreiben.

    Wir freuen uns, wenn ihr mit uns darüber diskutiert.

    Parship ist eine Börse.

    Parship schreibt über sich
    'Die Gefühle in Zahlen: Mehr als 11 Millionen Singles vertrauen PARSHIP (Stand Mai 2013, weltweit). Die Erfolgsquote liegt bei 38% (Mitglieder-Befragung nach Ende der Premium-Mitgliedschaft).'

    Wie in jedem Marktplatz gelten hier marktwirtschaftliche Spielregeln.
    Es gibt Wettbewerb.
    Es gibt individuelle Entscheidungen.

    Jede Einscheidung für eine Option A, beinhaltet, dass Option B, C, ...,X,Y,Z damit abgelehnt wird. Dabei entstehen Opportunitätskosten.
    Das, was wir in allen Lebenssituationen als normal und unausweichlich akzeptieren, damit tun wir uns schwer in der Partnerschaftssuche.

    t.b.c.
     
    03.08.2013 #1
  2. Jorge
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    AW: Emotionale Opportunitätskosten - das Gefühlsdilemma bei der Partnerschaftssuche

    Diese wirtschaftlichen Mechanismen und die damit entstehenden Opportunitätskosten kennen wir alle aus verschiedenen Situationen.

    Jobsuche: Bei der Bewerbung auf eine neue Position gibt es weitere Bewerber und Du nimmst in aller Regel an einem mehrstufigem Auswahlverfahren teil. Bist Du dann überrascht oder beleidigt, wenn Du nicht die erste Wahl des Arbeitgebers bist? Oder weiter - und hier der Vergleich zu parship - wenn Du "nur" die zweite Wahl bist und erst in der Nachrunde zum Zuge kommst. Würdest Du deshalb das Arbeitsangebot ablehnen?

    Wohnungssuche: In einem Ballungszeitraum bist Du der 28.te Interessent für ein Objekt und landest auf der Warteliste der Wohnungsbaugenossenschaft. Mit den fünf - aus Sicht des Vermieters - interessantesten Kandidaten werden Gespräche geführt. Und der Vermieter wird nicht fündig. Jetzt wird Dir die Wohnung angeboten. Wir unterstellen, sie gefällt Dir und verbessert Deine Lebensverhältnisse. Nimmst Du die Wohnung dann nicht, weil Du erst die Nr. 11 warst? Oder unterstellts Du dem Vermieter bei diesem Vorgehen unseriöses oder arglistiges Verhalten?

    Wir könnten diese Beispiel aus dem realen Leben weiter fortsetzen. Letztlich musst Du - genauso wie der Arbeitgeber, der Vermieter, .... - eine Entscheidung treffen. Und diese ist einfach mit Kosten - hier in dem Thread mit emotionalen Kosten - verbunden.

    t.b.c.
     
    03.08.2013 #2
  3. No_Kitty
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    AW: Emotionale Opportunitätskosten - das Gefühlsdilemma bei der Partnerschaftssuche

    Was meine ich mit emotionalen Opportunitätskosten?

    Ich sehe das als die Summe der positiven und negativen Gefühle, die mich bei diesem Vorgang der Partnerschaftssuche per Single-Börse begleiten.

    Auf der positiven Seite sind das Hochgefühle durch Komplimente und Aufmerksamkeit, die ich erhalte;
    ein fast überwältigendes Angebot, das suggeriert, es gibt für mich genau den richtigen Partner unter dem Angebot - ich muss nur geduldig suchen und die richtigen Kriterien für die Auswahl treffen.
    Es gibt auf einmal potentielle Partner, die im realen Leben nicht zu erkennen sind (liebe Grüße an freitag und das Lamento für sitzen statt umherwandern in Kneipen und bei Events). Die Transparenz, mit der man sich hier beschreibt und damit ein Level an Information über potentielle Partner erhält, ist sicher etwas, was als positiv erlebt wird, um Fehlgriffe zu vermeiden.
    Der Aufwand Kontakte herzustellen durch die Börse ist 'optimiert' im Vergleich zum Kennenlernen unter Normalbedingungen.

    Negativ schlagen ein:
    das Gefühl nicht einmalig zu sein, nicht besonders, sondern einer/eine unter vielen.
    Mit der Ablehnung umzugehen, die Wegklicken, Verabschiedungstexte und vermasselte Dates mit sich bringen, ist sicher nicht einfach.
    Das schwerste aus meiner Erfahrung ist, wenn der Abgleich der realen Person mit dem virtuellen Auftritt und meiner Erwartung negativ ausfällt.

    Diese oder ähnliche Gefühle haben wir auch in anderen Lebensbereichen - Job oder Wohnungssuche (s.o). Dort wissen wir aber, dass wir damit umgehen müssen.

    In der Partnerschaftssuche haben wir Probleme - der Wunsch nach Einmaligkeit und 'Schicksal' steht der Marktplatzsituation / Berechenbarkeit einer Partnerschaftsbörse entgegen. (siehe auch die von Parship angegebene Erfolgsquote von 38%)

    Schlimmer noch, das Systematische der Börse, was Möglichkeiten eröffnet, frustriert und belastet mit negativen Gefühlen.

    So, also ist es doch ein klassisches Dilemma .... wir haben ein System mit Spielregeln, und dass diese greifen, ist uns als Menschen dann auch nicht recht.

    Wie empfindet ihr diese Situation, was sind eure Mechanismen damit umzugehen, oder ist es für euch gar kein Problem?

    Ich freue mich auf die Diskussion...
    No_Kitty
     
    03.08.2013 #3
  4. GuidoLexikos
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    AW: Emotionale Opportunitätskosten - das Gefühlsdilemma bei der Partnerschaftssuche

    Heute im Angebot, die Backmischung für den Traumpartner, Schluss mit den nervigen Dates, hinterhältigen Absichten und bösen Überraschungen, sie können sich ein wunderbares Erlebnis selber machen. Greifen sie zu, nur noch drei Packungen vorhanden, und wenn sie jetzt anrufen, bekommen sie diesen formschönen Rührstab gleich dazu...
     
    03.08.2013 #4
  5. AW: Emotionale Opportunitätskosten - das Gefühlsdilemma bei der Partnerschaftssuche

    Für mehr reicht die Zeit jetzt leider nicht, aber Guidos formschöner Rührstab made my day :-DD
     
    03.08.2013 #5
  6. Else
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    AW: Emotionale Opportunitätskosten - das Gefühlsdilemma bei der Partnerschaftssuche

    Interessante Fragestelltung, finde ich. Also ich kann normalerweise mit Ablehnung ganz gut umgehen. Aber als eine Bewerbung im Sande verlief und ich gleichzeitig hier auf PS eine Absage nach der nächsten erhielt, hat mich das schon mitgenommen. Ich habe ernsthaft an mir gezweifelt. Dann habe ich mir aber - wie es so meine Art ist - rationale Gründe für alles überlegt, die "Gefühlskiste" schnell wieder zugeklappt und Handlungsoptionen bedacht. Eine davon war Profiloptimierung. Danach lief es zumindest auf PS besser.
    Will sagen, die Opportunitätskosten einer Partnerschaftsbörse war ich zwar bereit zu tragen, aber in Kombination mit andern "Rückschlägen" war es für mich faktisch nicht ganz einfach. Und die Kosten sind evtl. höher als in der realen Welt, weil ich über eine Börse viele Kontakte und Dates haben kann und die Chance, Ablehnung zu erfahren, dadurch gesteigert wird. Ohne solides Selbstbewusstsein ist die Partnersuche per Singlebörse vermutlich manchmal emotional schwer auszuhalten, wenn es nicht zumindesst ab und an kleine Etappenerfolge gibt (z.B. ein netter Mailkontakt, ein Date etc)
     
    03.08.2013 #6
  7. Arita
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    AW: Emotionale Opportunitätskosten - das Gefühlsdilemma bei der Partnerschaftssuche

    Es ist hier einmalig leicht, Menschen kennen zu lernen und genau so einmalig schwer, "Erfolg" zu haben. Eine Zeit lang habe ich gehadert mit mir, mit Parship, mit den Männern. Doch nun ist jedes misslungene Date eine Übung und eine Erfahrung. Ich mache mich schön, freue mich auch auf das Date, auf ein Glas Wein, ein Essen oder auch nur auf einen Kaffee, habe aber keine Hoffnung und Erwartung mehr. Ich denke, dass, wenn es sein soll, der Richtige kommt. Ganz gleich woher.
     
    03.08.2013 #7
  8. nele5050
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    AW: Emotionale Opportunitätskosten - das Gefühlsdilemma bei der Partnerschaftssuche

    In meinem Profil steht von Anfang an (seit 2012) unter anderem, dass mir die Katalogmentalität nicht liegt, das etwas frech und provokant formuliert. Ich behaupte von mir, dass ich nicht jedem Trend hinterherlaufe und bestimmte Entwicklungen kritisch sehe.

    So schön es ist, Komplimente ob meines äußeren oder zum Inhalt meines Profils zu bekommen, das liest oder hört doch jeder gern. Nur ab einem bestimmten Punkt möchte ich Exclusivrechte und nicht damit konfrontiert werden, dass jemand nach wie vor seinen Marktwert testet, eben zum Beispiel bei Herrn Zuckerberg (sehe ich halt kritisch=Zeitfresser). So bleibt es für mich bei der Nadel im Heuhaufen und ich habe es absolut nicht eilig.

    Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass zu viele negative Einschläge verbunden mit einer gerade kritischen Lebenssituation nicht witzig sind. Wer allerdings schon länger mit leeren Akkus läuft, saugt nette mails wie ein Schwamm, ohne dass da wirkliches Interesse von der anderen Seite besteht. Vielleicht sollte man sich dann nicht auf einer Partnerbörse anmelden, dafür ist das online Geschäft zu hart.

    Einen habe ich noch, weil es draußen für ohne Dach fahren immer noch zu heiß ist. Auch hier im Forum musste ich erst mal sortieren und dachte bei manchen Themen, ich bin von „Bekloppten“ umgeben. Hat sich auch relativiert, denn das Leben ist bunt.
     
    03.08.2013 #8
  9. MarieElle
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    AW: Emotionale Opportunitätskosten - das Gefühlsdilemma bei der Partnerschaftssuche

    Mein erstes Date über PS war für mich etwas ganz besonderes, auch wenn dann nichts daraus geworden ist. Ich habe den Mann mehrmals getroffen um dann doch festzustellen, dass "außer Spesen nichts gewesen" ist. Aber das Bewußtsein, einen Mann "aus dem Katalog" ausgewählt zu haben, war schon sehr speziell... Ich würde sagen eine Gefühlsachterbahn.
    Mit jedem Date bin ich "professioneller" geworden und damit entspannter in der Begegnung. Ich habe die Erwartung, hier "den Richtigen" zu treffen stark heruntergeschraubt und bin so deutlich offener für einfach ein nettes Date. Egal, was dabei heraus kommt. Mit der Vorstellung, hier nette Menschen (Männer) zu treffen und einen schönen Nachmittag oder Abend zu verbringen, komme ich viel besser klar als mit dem Vorsatz bei einem Date zu prüfen oder noch schlimmer geprüft zu werden, ob es der/die Richtige ist.
    Die Enttäuschung in der Realität einen anderen Menschen vorzufinden als das Bild, was ich mir von ihm gemacht habe, versuche ich dadurch zu minimieren, dass ich ganz schnell nach einem Date frage. Lieber ein kurzes Sehen nach ein bis zwei Mails als sich erst ein Bild im Kopf zu machen.
    Nicht falsch verstehen: Es sind nicht evtl. zu hohe Anforderungen an einen Mann (jeder hat irgendetwas Positives an sich gehabt) die bei mir bisher nicht zur Begeisterung geführt haben, es war halt einfach noch nicht "der Richtige" dabei.

    Zur Ausgangsfrage: Ja, die Opportunitätskosten sind ein Faktor, aber den trage ich. Wer nicht wagt - der nicht gewinnt.
     
    03.08.2013 #9
  10. agony_gelöscht
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    AW: Emotionale Opportunitätskosten - das Gefühlsdilemma bei der Partnerschaftssuche

    Mag mir bitte jemand kurz den Begriff Opportunitätskosten erläutern? Bisher dachte ich immer, dass es entgangene Gewinne sind, weil ich mich nicht für die Alternative entschieden habe. In dem Kontext Parship: Ich bin in der PS-Zeit weniger draußen und verpasse da z.B. potenzielle Partner, Spaß und Sport usw. Der emotionale Aspekt wären hier jetzt z.B. entgangene Glücksmomente. Gleiches innerhalb von Parship: Wenn ich mich für Date A entscheide und vielleicht ein tolles Date mit Person B in dem Moment nicht habe, dann fehlt der Spaß mit B bzw. auch die Enttäuschung mit B.
    Aber hier scheint es nicht um den entgangenen Spaß mit B zu gehen, oder?
    Inhaltlich schien es sich mehr um negative Gefühle zu gehen, die durch Partnerbörsen ausgelöst werden - oder? Mag mir jemand kurz nen Hinweis geben, wo mein Denkfehler ist?

    Weiß einer, wie die Zahlen ermittelt werden? Sind das 38% aller Leute oder nur derer, die eine Rückmeldung gegeben haben? Gab es nicht auch eine Vorauswahl der entsprechenden Antwortalternative bei der Befragung? Und da es um Beziehungen geht, wäre eine Befragung nach 1 Jahr sinnvoll... würde mich mal interessieren, ob so eine Partnerbörse dann überhaupt noch eine zweistellige Prozentzahl schaffen würde.

    btw: Ich hatte nur sehr wenige Dates und denen ging jeweils ein eher intensiver Austausch voraus - da gab es keine Ablehnung etc. (also auch keine negativen Emotionen). Allerdings waren manche Kontakte "etwas irritierend": Aber hier gab es auch kein Treffen, weshalb sich die negativen Emotionen im Rahmen hielten. Von daher denke ich, dass da jeder für sich schauen kann, wie er es am besten handhaben will: Wenn es zu anstrengend wird bei den Dates, dann wählt man besser aus - wenn man noch etwas Nerven über hat, dann vergrößert man die Auswahl und nimmt mehr Leute mit.
     
    03.08.2013 #10
  11. Freitag
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    AW: Emotionale Opportunitätskosten - das Gefühlsdilemma bei der Partnerschaftssuche

    einer der gründe wieso ich mich von PS und vom dating zurückgezogen habe.

    was mich auch ganz gewaltig nervt bei den ganzen kontakten war, man befasst sich mit dem profil, macht sich gedanken über den menschen dahinter, investiert zeit in mails, die man auch anders nutzen könnte, und der kontakt versandet plötzlich wortlos und das in einem stadium, wo es schon etwas vertrauter wurde... das macht mich echt rasend. dieses dämliche totstellen.
     
    03.08.2013 #11
  12. No_Kitty
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    AW: Emotionale Opportunitätskosten - das Gefühlsdilemma bei der Partnerschaftssuche

    @agony

    Zur Definition des Begriffs verweise ich gerne auf den Wikipedia-Eintrag, der es umfassender beschreibt als ich es mit "Jede Einscheidung für eine Option A, beinhaltet, dass Option B, C, ...,X,Y,Z damit abgelehnt wird. Dabei entstehen Opportunitätskosten." getan habe
    http://de.wikipedia.org/wiki/Opportunit%C3%A4tskosten

    Und ja, die Auflistung der Gefühle, bzw. die Bilanzierung ist nicht ganz stimmig mit dem Begriff der Opportunitätskosten im engeren Sinne. Wohl aber auch mit dem 'Was bin ich bereit zu investieren', was für mich mit dieser Kostenform verbunden ist.
    Bin ich bereit die Kosten für die negativen Gefühle in Emotionswährung zu bezahlen, bin ich bereit mir das Date B entgehen zu lassen, um die Dates mit Option A zu vertiefen, mich darauf einzulassen. Es wird immer die Entscheidung für das eine andere Optionen ausschliessen. Und bei denen das nicht so ist - na darüber haben wir doch auch schon ausreichendes Material im Forum, wie sich das auswirkt.

    Parallel dazu gibt es einen weiteren Schauplatz: die eigene Unsicherheit, ob die Option, die verfolgt wird, die richtige ist, ob wir bereit sind uns mit den damit verbundenen Risiken zu öffnen für den anderen, auch die Verletzung in der Entwicklung zu zulassen, sie anzuerkennen als mögliche Kosten und als Risiko... diese sind verbunden mit der Partnerschaftssuche.
    Ich hoffe diese Erläuterung zeigt, warum ich diesen Begriff gewählt habe.

    Und zu der 2. Frage - da kann ich keine weitere Auskunft geben, auch die Anregung Mitglieder nach einem Jahr zu befragen - keine Frage, das ist eine gute Idee, um die 'Haltbarkeitsdauer' der gestifteten Beziehungen zu prüfen.
    Es wird wohl an der Machbarkeit scheitern, weil es nicht so viele gibt, die sich freiwillig zum Scheitern auch bekennen. Oder... wenn dann schon der nächste Beziehungsversuch läuft, der Wind von der letzten Beziehung durch die Befragung bekommt, das könnte sich auch durchaus negativ auswirken.

    In der Hauptsache denke ich wird es an der mangelnden Responsivität scheitern, an veralteten E-Mail-Adressen, so dass eine längerfristige Befragung mir nicht realistisch durchführbar scheint. Aber vielleicht sollte Parship es einfach mal versuchen. Dann kann man sehen, wer antwortet und wer nicht.

    Deine Schlussfolgerung finde ich interessant, und die zeigt mir, dass auch deine Konsequenz darauf ausgerichtet ist, den eigenen Seelenzustand mit einfliessen zu lassen darin, wie viele Dates man macht - je gefestigter (ich nehme auch mal an das zeigt den Zustand des Selbstwertgefühls an), desto grösser kann der Kreis an Menschen sein, die man trifft, weil eine mögliche Enttäuschung einen nicht so trifft, oder auch, weil die Erwartungshaltung weniger hoch ist, die emotionalen Kosten bei einem nicht so tollen Date-Verlauf geringer sind.
    Habe ich dich darin richtig verstanden?
     
    04.08.2013 #12
  13. No_Kitty
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    AW: Emotionale Opportunitätskosten - das Gefühlsdilemma bei der Partnerschaftssuche

    Ach freitag, ich hoffe ja nur, dass du 'Pause' machst, um dich emotional wieder zu stärken. Wäre doch schön, wenn du (wieder) jemandIn findest, mit dem du dein Leben teilen kannst - ob sie nun Designer-Schuhe mag oder nicht.
     
    04.08.2013 #13
  14. Freitag
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    AW: Emotionale Opportunitätskosten - das Gefühlsdilemma bei der Partnerschaftssuche

    klar wäre es schön.
    meine letzten erlebnisse bzw kontakte waren eine klangschalensammlerin, die ziemlich schnell in den mails so ausfallend und primitiv wurde daß ich den kontakt abbrach.
    ansonsten eine selbständige workoholic mit grossen projektplänen in russland die sich mit mir vorrangig über abrechnungssysteme unterhalten wollte. das interessierte sie mehr als einen partner zu fnden. arbeitet oft bis 22 uhr und wohnt am AdW
    eine sexuell ausgehungerte ärztin die mir noch vor dem ersten telefonat unaufgefordert ihre vorlieben und unterwäsche schilderte
    eine andere ärztin vom AdW die in den mails nur von sich redete und mich nie was fragte aber unbedingt zusammenziehen will
    eine beamtin aus einer ganz üblen proletenstadt am AdW die ebenfalls unbedingt zusammenziehen will und mir die ganze zeit schriftlich das ohr abkaute von ihrem sonnenschein, sprich ihrer kleinen tochter. die hatte kein anderes thema drauf als das kind.ich sollte die daumen feste drücken dass das kindchen nun endlich schwimmen lernt. (was mich doch echt nen scheiss interessiert) :) aufs telefonat hab ich dann verzichtet.
    reicht :-(
     
    04.08.2013 #14
  15. No_Kitty
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    AW: Emotionale Opportunitätskosten - das Gefühlsdilemma bei der Partnerschaftssuche

    hmmh, das verstehe ich nicht ?
    Da hast du doch den wunderbaren Filter mit der Entfernung, den du scheinbar (?) dann nicht einsetzt, um mehr Auswahl zu haben.

    Kinder als Fokus gibt es ja nicht so selten bei den Alleinerziehenden (hatte ich mal von einem Versuch, der die Wochenenden mit seinem Kind heiligte, da durfte dann auch keine Frau anwesend sein).

    Wie wunderbar, dass das mit den eindeutigen Angeboten und den Workaholics auch von der anderen Seite geht ;o)
    Vielleicht suchte die Dame mit dem Russland-Projekt ja wirklich einen Partner, aber dann in Personalunion: Geschäft und Leben. Wobei ich bei der Kombination eigentlich immer nur von schlechten Erfahrungen gehört weiss (aus eigener Erfahrung und von meiner Umgebung).

    Mach' Pause, und lass locker, es wird schon auch wieder anders
     
    04.08.2013 #15