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Keine Lust mehr auf das Single-Leben?
  1. Aladin
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    Brieffreundschaft

    Früher starteten Beziehungen gar nicht selten mit einer längeren Brieffreundschaft. Das klingt in Zeiten von WhatsApp altmodisch. Für euch auch?
     
    16.01.2019 #1
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  2. Ronzheimer
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    Wir lernten uns hier bei Parship kennen.

    Mein Interesse an ihr war groß, sie war grundsätzlich auch nicht abgeneigt, aber da lagen mehr als 300 Kilometer zwischen uns.

    Letztlich teilte sie mir mit, dass sie keine Fernbeziehung eingehen wolle, aber da wir uns so gut verstanden, schlug sie vor, dass wir dennoch in Kontakt bleiben.

    Und das taten wir auch.

    Mindestens einmal wöchentlich tauschten wir uns per Mail über die vergangene Woche aus - insbesondere über unsere Datingerlebnisse bei Parship.

    Manchmal schrieb sie mir auch mal "ausser der Reihe", wenn ihr mal wieder eine ganz "besondere" Geschichte bei Parship passiert ist.

    Gefreut habe ich mich immer auf ihre Nachrichten und unseren Austausch. So lernte ich viel über Online-Dating aus Sicht einer Frau, und sie merkte, dass es für Männer auch nicht immer ganz leicht ist in der Datingwelt.

    Da wir nun mittlerweile beide in Beziehungen sind, ist der Kontakt etwas eingeschlafen. Aber eine schöne Zeit war es und, so denke ich, hat unser Austausch auch beiden etwas geholfen, wenn es mal nicht so rund lief.

    Bei uns war es also klar, dass es nur eine Brief- (besser: Mailfreundschaft) sein und bleiben wird.
     
    16.01.2019 #2
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  3. luckilucki
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    Man ist früher auch miteinander ausgegangen oder war länger befreundet bis es KLACK gemacht hat.
    Alles geht schneller und Beziehungen dauern kürzer. Das ist der Zeitgeist. Den mag ich nicht :(
    https://www.youtube.com/watch?v=qr67whGJfmI
     
    16.01.2019 #3
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  4. Lilly22
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    Hallo Aladin,

    nein, für mich klingt das nicht altmodisch. Ich schreibe heute noch mit Freundinnen usw. echte Briefe, Karten und zwar unabhängig davon, dass wir parallel, bei wichtigen, terminlichen Absprachen oder ganz dringenden Nöten, auch soziale Medien nutzen.

    Mein Freund erhält von mir auch hier und da mal einen "Liebesbrief" usw.
    Oder selbst in kriseligen Situationen kenne ich das eigentlich nur so, dass man sich hier vornehmlich in Briefen seine Gedanken dazu mitteilt.

    Lediglich mit einem Kumpel von mir, der nach Afrika ausgewandert ist, schreibe ich mich regelmäßig per Mail. Das wär via Post einfach viel zu umständlich, lang und unsicher. Zumal selbst ein I-Net-Zugang bei ihm dort nicht immer sicher ist.

    Ebenso schicke ich u.a. Urlaubs-, Geburtstags- oder z.B. Weihnachtsgrüße lieber per Post und erhalte solche auch immer noch (aus aller Welt dazu!) selbst auch so.

    Aber genau, das sind alles Leute, die bereits wirklich kenne.

    Mit einem mir fremden Mann, während der Kennenlernphase, würde ich hingegen lieber telefonieren, als schreiben wollen, wenn Treffen grad nicht möglich sind.
    Ich bin der Auffassung, dass man bei vertieften online- Nachrichten mit einer einem fremden Person leicht zur Pflege von Illusionen neigt. Man formt sich also gedanklich einen Menschen zurecht, der in der Wirklich-keit so nicht existiert.
    Das Gehirn ersetzt hier einfach sämtliche Gestik, Mimik usw. Eben all das, was einem in dieser Zeit fehlt, um das gemachte Bild vervollständigen zu können. Um so länger ein solch reiner Schreibkontakt besteht, um so de-tailierter wird diese Illusion vom Gegenüber und um so größer die Mög-lichkeit, später enttäuscht zu sein.

    Missverständnisse ergeben sich in der rein schriftlichen Kommunikation mit einer fremden Person ebenso viel schneller.

    Vielleicht meinst du es aber eher so, überhaupt erst durch`s Lesen, z.B. in einem Forum, auf jemanden aufmerksam geworden zu sein? Da würde ich allerdings ebenso zu einem baldmöglichen persönlicheren Kontakt bzw. Treffen anraten, sollten da Absichten für "mehr" mitspielen.
     
    16.01.2019 #4
  5. Sevilla21
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    Willst Du mit mir gehen?
    Kreuze an:
    Ja (riiiieesiges Kästchen)
    Nein (winziges Kästchen)
    Vielleicht (mittelgroßes Kästchen)

    Gilt das als Brief?
     
    Zuletzt bearbeitet: 17.01.2019
    17.01.2019 #5
  6. Aladin
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    Hallo Lilly,
    meine erste Freundin schreibt mir gelegentlich Briefe, das finde ich nett. Mir geht es aber nicht um das Medium, sondern um die Frage, ob ich eine Art Dating-Rallye starten soll, oder erst mal versuche, ein etwas grösseres Mass an Vertrautheit mit einer Frau herzustellen.
     
    17.01.2019 #6
  7. Aladin
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    Auf jeden Fall. Intuitiv neige ich zum riesengrossen Kästchen, leider kenne ich aber mein Alter :)
     
    17.01.2019 #7
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  8. Aladin
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    @luckilucki Vor ein paar Jahren gab es bei Arte einen Themenabend Treue. Darin ein Film über fünf Paare, die jeweils über 50 Jahre zusammen waren. Zum Weinen schön. Die Zahl der Paare, die durch die Unauflöslichkeit der Ehe unglücklich geworden sind, liegt aber ungleich höher.
     
    17.01.2019 #8
  9. Lilly22
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    Hallo Aladin,

    keine Dating-Rallye, aber im gesunden Maß doch lieber auf das rL verle-gen, finde ich. M.E.n. kann nur hier auch echte Vertrautheit entstehen, wo-hingegen das andere eben eher Illusionen begründet.

    Als Mann könntest du so z.B. nach kurzen, aber tiefgründigeren Schreibkontakt, dein Interesse daran kundtun, sie lieber direkt im rL kennen lernen zu wollen und ihr so u.a. hierfür erstmal deine Telefonnummer (z.B. auch die Festnetznummer) geben.
    Gib dabei nach Möglichkeit zugleich in etwa Zeiten an, zu denen du üblicher Weise gut erreichbar bist und dir auch Zeit für sie nehmen kannst. Schlag Ihr ferner vor, dass du sie auch gern zurückrufst, wenn sie dich kurz anklingelt.

    Vielleicht weißt du für das erste Telefonat auch ungefähr, was du hier gern zum Inhalt machen würdest, um z.B. "nervöse Pausen" zu vermeiden.
    Man muss das erste Telefonat zeitlich auch nicht gleich übertreiben. Noch weni-ger, sollte man bemerken, dass der "Fluß" fehlt bzw. der andere in Zeitnot ist oder sich ggf. unwohl (Schüchternheit) fühlen könnte. Hier gilt es, das Gespräch lieber beenden, so lange es noch schön ist (prägt sich nämlich ein).
    Ich weiß jetzt nicht, wie es konkret um dein Empathievermögen, deine Kreativität, deine Zuhörer-Qualitäten bzw. deine Redegewandtheit steht.
    Bei mir sind solche ersten Telefonate i.d.R. immer viel länger geworden, als das ursprünglich beabsichtigt gewesen ist. Mit meinem Freund kann ich hingegen über`s Telefon usw. nicht wirklich gut kommunizieren, was wir im rL dafür aber umso besser können.

    Man kann aber dennoch dafür sorgen, dass so ein erstes Telefonat möglichs angenehm verläuft, indem man ein solches z.B. schon mal gut einleitet. Also mit solchen Dingen wie, Freude darüber zu verkünden, die Stimme usw. des anderen hören zu dürfen, Nachfragen zum Tag und eigene Aussagen hierzu usw., Hier kann mann dann, bei Bedarf, auch weiter nachfragen und das Gespräch somit
    am Leben halten kann.

    Wenn Du dann z.B. auch schon weißt, was sie gern mag usw., kannst du dement-sprechend mit ihr einen Plan zum ersten Treffen schmieden.
    Frauen gehen dabei ja oft davon aus, dass der Mann einen konkreten Vor-schlag macht. Sollte sie dementsprechend keinen eigenen Vorschlag parat haben, wär es also gut, wenn du dir hierzu bereits im Vorfeld ein paar Ge-danken gemacht hast.
    Schlage du ihr also Unternehmungen vor, die ihr nicht nur gefallen dürften, sondern die auch in ihren Alltag passen und bei denen sie ihr Gefühl von Sicherheit behalten kann.
    Ferner, wie man sich treffen will (abholen oder vor Ort usw.) und wie sie im Anschluß daran ggf. nach Hause kommt, sollte es später werden. Viele schlagen hier ja z.B. ein Restaurant usw. vor.
    Ich fänd das nicht nur langweilig, sondern ungünstig für ein erstes Date.
    Mir würde hier z.B. ein Spaziergang tatsächlich besser gefallen oder eine kleine sportliche Aktivität (Bowlen, Klettern, Radtour, Eislaufen usw.) eher zusagen.

    Warum? Weil man dabei in der Regel lockerer ist. Sich in Bewegung erlebt und trotzdem gut miteinander reden und noch irgendwo einkehren kann.
    Außerdem merkt sie dabei, dass du dir darüber nicht nur deinen Kopf gemacht hast hast, sondern z.B. auch, ob und wie aufmerksam du in Wirklichkeit bist. Und genau solche gemeinsamen Unternehmungen / Erlebnisse sorgen für echte Gefühle von Verbundenheit usw. usf.

    Und weißt du, du kannst ja viel schreiben bzw. der Dame erzählen wollen. Aber, im rL erlebt sie, wie du wirklich bist und ob die Chemie zwischen euch tatsächlich stimmt. Du umgekehrt natürlich auch.

    Das ganze langwierige Geschreibsel hingegen ist reine Zeitverschwendung, wenn du den anderen noch nicht einmal kennst. Man pflegt im "günstigsten Fall" lediglich die Illusion darüber, dass es passen könnte, steigert sich selbst immer weiter da rein, entwickelt extreme Erwartungen an das Ganze und ist am Ende ggf. nur restlos enttäuscht, weil die Chemie (Geruch, Stimme, Mimik, Bewegungen, Gestik usw. ) im rL einfach nicht stimmt usw. usf.

    Falls dein Gegenüber einfach nur übervorsichtig ist (weil sie dich nur aus dem Internet kennt), kannst du ihr ja, wie oben angerissen, entsprechende Angebote machen, dass du wirklich der bist, für den du dich ausgibst usw. usf. Also, dass du nicht der in Wahrheit 55-jährige, sabbernde Lustmolch, der sich lediglich für einen 21-jährigen schüchternen Kerl ausgibt usw. usf.
     
    Zuletzt bearbeitet: 17.01.2019
    17.01.2019 #9
  10. Aladin
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    Vielen Dank für deine Gedanken Lilly,
    meine Ausgangslage ist allerdings ganz anders als Du vermutest:
    Mit Zuhörer-Qualitäten und Redegewandtheit habe ich mein Geld verdient, jetzt lebe ich zurückgezogen und geniesse das. Schüchtern geworden bin ich dadurch nicht, eine schüchterne Frau hätte es schwer mit mir - und ich mit ihr.
    Im Moment bin ich dabei, charmant eine 55-jährige abzuwimmeln. Sie lobt überschwänglich mein Profil und ich finde ihres auch sehr interessant. Aber mit 66 hätte ich gerne eine etwa gleichalte Partnerin, damit wir die Freuden des Alters gemeinsam geniessen können.
     
    18.01.2019 #10
  11. Lilly22
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    Hallo Aladin,

    handelt es sich hierbei um die selbe Dame, über die es dem Grunde nach in deinem Eingangspost geht?

    Ich war gerade am Verfassen einer Antwort, bis ich zu der Überlegung kam, ob du beim obigen Zitat vielleicht jemand ganz anderen meinen könntest?

    Ich glaube zwar, das "Kernproblem" ggf. erfasst zu haben, bin mir aber grad nicht wirklich sicher, wie das beim Glauben nunmal so ist.

    Falls ich doch den richtigen Riecher habe, geh doch bitte mal ein bisschen mehr noch darauf ein, was du unter konkret unter dem Herstellen eines größeren Maßes an Vertrautheit meinst? Ich war hier ja irriger Weise davon ausgegangen, du könntest eben diese Zweifel beheben wollen, die sich u.a. aus einem Kennenlernen aus z.B. einem Forum usw. und eher im jüngeren Alter ergeben, wo man nicht wirklich weiß, ob man da ggf. einem Fake- Profil aufgesessen ist usw.
    Sprich: wo es sich ja doch um eine Partnerbörsen- Bekanntschaft handelt, worin erblickst du hierbei konkret Bedarf zum Herstellen eines größeren Vertrauens? Zweifel ihrerseits? In welcher Hinsicht?
     
    19.01.2019 #11
  12. Aladin
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    In dem Eingangspost ging es nicht um eine konkrete Frau, Lilly. Eher um das, was ich tindern nennen würde: Ein Sammeln von Dates um der Dates willen. Ich sammle keine Dates, ich suche eine Partnerin.

    Vertraut sein ist in meinen Augen eine Vorstufe von Vertrauen. Beides können wir nicht durch Wollen herstellen, es entsteht durch Gewöhnung.
     
    19.01.2019 #12
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    Sehe ich anders.
    Vertrauen ist - in meinen Augen - auch eine Frage des Wollens und damit eine Entscheidung.
     
    19.01.2019 #13
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  14. Aladin
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    Kennst Du die Geschichte vom kleinen Prinz und dem Fuchs @Synergie ?

    "Man kennt nur die Dinge, die man zähmt", sagte der Fuchs. "Die Menschen haben keine Zeit mehr, etwas kennenzulernen. Sie kaufen sich alles fertig bei Parship. Aber da es keine Kaufläden für Freunde gibt, haben die Menschen keine Freunde mehr. Wenn Du einen Freund haben möchtest, zähme mich!" "Was muss ich dafür tun?" sagte der kleine Prinz. "Du musst sehr geduldig sein", antwortete der Fuchs.
     
    19.01.2019 #14
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  15. D.VE
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    Wenn es um's Kennenlernen geht: Ja, definitiv! Damit tut man sich wahrscheinlich keinen Gefallen.

    Generell schreibe ich meiner Partnerin aber schon gerne mal einen Liebesbrief. Denn sie wird irgendwann mal in 50 Jahren auf dem Dachboden sicherlich keinen USB-Stick mit dem WhatsApp-Backup finden...

    Aber das was für WhatsApp gilt, gilt auch für Briefe: Man kann sich schriftlich nicht sehr gut kennenlernen. Und wenn man mal ein paar Stories Älterer anhört, lernt man auch schnell : Das mit den Briefen ist auch nicht immer sooooo gut ausgegangen, wie man sich das (romantisch verklärt) heute oft vorstellt, denn manchmal ist genau das passiert, was heute bei Parship auch geschieht: Nach langem Briefverkehr gab es beim Treffen dann ein böses Erwachen.

    Daher: (Liebes)briefe in der Beziehung: Ja, auf jeden Fall.
    Aber zum Kennenlernen: Möglichst schnell auf direkte Kommunikation (Treffen und Telefonieren) umsteigen.

    Gruß, Dave
     
    21.01.2019 #15
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