> Erfolgsgeschichten > Alba (45) und Markus (47)

Tessin

Einmal über den Gotthard und zurück

Alba (45, Projektleiterin) lernte Markus (47, Software Ingenieur) auf Parship.ch kennen. Nach Albas Erfahrung stellte der Gotthard eine beträchtliche - nicht nur geologisch - Hürde für Interessenten aus anderen Kantonen dar. Aber Markus liess sich davon zum Glück nicht abhalten:

Seifenblasenherz © GettyImages.com

Als Tessinerin gibt es leider nicht so viele Teilnehmer aus meinem Kanton und ich hatte den Eindruck, dass der Gotthard eine beträchtliche - nicht nur geologisch - Hürde für Interessenten aus anderen Kantonen darstellt. An diesem Abend habe ich die Initiative genommen und eine Nachricht mit Grüssen aus dem Tessin an jenen Software Ingenieur aus Luzern geschickt. Sein Profilfoto und seine Beschreibung hatten mich angesprochen. Seine Antwort liess nicht lange auf sich warten. Erstaunlicherweise konnte er sogar ein wenig Italienisch! In unserem fleissigen Briefwechsel haben wir uns über unseren Werdegang, Literatur und Reisen geschrieben. Ich genoss den Stil seiner Texte und freute mich immer wieder auf seine neuen Nachrichten.

Als ich vorschlug, eine gemeinsame Ferienreise zu organisieren, erwiderte er, dass wir uns zuerst vielleicht treffen sollten! Ja, keine schlechte Idee! Wir konnten uns schnell darauf einigen, dass er ins Tessin fahren und ich für das Programm sorgen würde. Das schöne Wetter hat mir die Planung leicht gemacht: eine kurze Wanderung mit schönen Ausblicken und ein erfrischendes Schwimmen im Luganersee sollten es uns ermöglichen, den Samstag auf eine ungezwungene Art und Weise miteinander zu verbringen. Ich holte ihn am Bahnhof ab und realisierte bei der Begrüssung, dass ich seine Stimme noch nie gehört hatte. Üblicherweise telefoniert man miteinander, bevor es zum Treffen kommt. Glücklicherweise war (und ist) mein Begleiter kein 08/15 Mann und wir konnten darüber lachen, dass wir so selbstverständlich die Telefoniererei übersprungen hatten. Wir fuhren zum Wandergebiet. Bevor wir losgingen, übergab er mir eine kleine Schachtel Schokolade als kleines Mitbringsel. Beim Wandern unterhielten wir uns über viele verschiedene Themen und seine Offenheit und Spontanität fielen mir positiv auf.

Gegen Mittag leisteten wir uns ein Essen in einem naheliegenden Restaurant. Es war gemütlich aber ich wollte noch unbedingt baden gehen, da ich eine ausgeprägte Liebe fürs Wasser habe. In kürzester Zeit waren wir beim See. Seine schlanke und athletische Figur blieben bei mir nicht unbemerkt. Es stellte sich aus, dass er auch ein guter Schwimmer ist und dieselbe Leidenschaft für das Wasser mit mir teilt. Leider ging die Zeit wie im Flug und bald musste er wieder nach Hause fahren. Wir gingen dann noch etwas zusammen trinken und tauschten Gedanken über die nächsten Schritte aus. Da ich zwei Wochen später nach Skandinavien in die Ferien reisen würde, würden wir kaum Gelegenheit haben, uns noch zu sehen. Spontan fragte er mich, ob wir uns noch am nächsten Tag sehen könnten. Ich nahm mir ungefähr... 35 Sekunden Zeit zu überlegen, dann stimmte ich zu. Ich war dann an der Reihe zu ihm zu fahren. Wir verabschiedeten uns fröhlich am Gleis und freuten uns auf unser nächstes Treffen.

Am nächsten Tag stand ich früh auf und reiste durch den Gotthard. Als ich in Luzern ankam, hatte sich Markus drei mögliche Ausflugsziele ausgedacht. Ich wählte das Abenteuerlichste: Zug, Schiff gefolgt durch eine Wanderung dem See entlang und schliesslich Mittagessen. Der Himmel zeigte dicke graue Wolken auf aber die Temperatur war angenehm. Wir liefen durch Wald und grüne Wiesen bis zum Restaurant. Dort fing es zu regnen an. Grosse Tropfen brachen den Seewasserspiegel. Ich musste an das Lied von Jovanotti “Tensione evolutiva” denken, wo er im Refrain singt “Ci vuole pioggia, vento e sangue nelle vene […] e una ragione per vivere e innamorarmi ogni giorno, ogni ora, ogni giorno, ogni ora di più…”. Regen, Wind und Blut in den Venen hatten wir bereits. Auch ein Grund zu Leben fehlte uns nicht. Ich weiss nicht, wann genau ich mich in Markus verliebt habe. Wie im Lied ist es sicher jeden Tag, jede Stunde mehr geworden. Heute verbringen wir viel unserer Freizeit zusammen und ist es uns nie langweilig. Haben wir einen Ausflug oder eine Ferienreise hinter uns, planen wir schon weiter. Das Leben ist doch viel schöner zu Zweit!

 Möchten Sie lesen, wie Markus unseren Beziehungsbeginn erfahren hat, lesen Sie hier weiter.

Das Ende meiner letzten Beziehung lag zwei Jahre zurück. Zwei Jahre, in der ich einerseits ganz gut allein zurechtgekommen bin. Andererseits waren das zwei Jahre, in denen ich zwar gelegentlich Frauen passenden Alters kennenlernte, aber die waren immer liiert. Ich musste mir eingestehen, dass die zwanglose Partnersuche nicht sonderlich erfolgreich war. Also entweder weiter auf das unerwartete Glück (vergebens?) warten, oder dem Glück etwas nachhelfen und die Partnersuche aktiver angehen. Das war meine Motivation, mich bei Parship anzumelden. Erst mal kommt die Arbeit: ich musste mein Profil füttern. Es ist nicht ganz einfach, da die rechte Ausgewogenheit zu finden. Das Profil ist die Visitenkarte, um eine zukünftige Partnerin neugierig zu machen, allerdings sollte man es nicht übertreiben, sonst kommt beim ersten Treffen die Enttäuschung. Und andersherum: das Profil ist ein Bild, das jeder von sich selber abgibt. Aber mich interessiert der Mensch hinter der Visitenkarte, ich suche ja eine Partnerin und keine Brieffreundschaft. Die Matching Points sind ja gut und schön, aber für mich gehört noch etwas anderes dazu, das sich schlecht berechnen lässt: die Chemie zwischen zwei Menschen. Also möchte ich möglichst schnell von der virtuellen in die reale Welt wechseln, von Angesicht zu Angesicht.

Nach einer Woche Parship erhalte ich ein Lächeln aus dem Tessin. Das Profil ist sehr sympathisch, die Liste mit den Sprachkenntnissen unheimlich lang. Vor Tagen habe ich einen Kontakt in die Ostschweiz abgesagt, weil mir die Entfernung zu weit erschien, aber hier bin ich neugierig. Nicht jede unserer Entscheidungen ist rational nachvollziehbar. Und das ist gut so. Wir chatten viel, machen (noch nicht ganz ernst gemeinte) Reisepläne! Alba eröffnet mir, dass sie in 2 Wochen tatsächlich in die Ferien geht, nach Skandinavien. Wir finden beide, wir sollten uns vorher mal sehen, und so verabreden wir uns nach einer Woche Kontakt für einen Samstag im Tessin.

Samstag. Ich geniesse die Fahrt im Zug, sie kann gar nicht lange genug dauern. Ich geniesse die Serpentinen, erst hinauf zum Gotthard, dann wieder hinunter. Ich bin nervös, und es kommt mir in den Sinn: es ist mein erstes Date dieser Art. Und ich kenne nicht mal ihre Stimme, wir haben nicht einmal miteinander telefoniert! Rückfahrt: was für ein Tag. Bei der Ankunft am Bahnhof war ich so nervös. Was sich zum Glück bald änderte. Wir waren wandern, assen fein zu Mittag. Wir haben viel geredet, manchmal belangloses, aber auch Tiefgreifendes. Beim Baden machte sie keine schlechte Figur. Zum Abschied umarmten wir uns, ich glaube, wir waren kurz vorm ersten Kuss. Ein Zitat von Rosenstolz fasst den Tag treffend zusammen: "Manchmal sind die Dinge gar nicht so, wie man sich‘s vorgestellt hat, sondern besser." Morgen sehen wir uns wieder, in Luzern! Was für ein Tag, ich glaube, ich kann mich in diese Frau verlieben.

Sonntag. Was für ein Tag. Schon wieder! Aber ich schliesse hier mein Tagebuch, nur so viel sein noch verraten: Alba fuhr nicht allein nach Skandinavien in die Ferien…

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