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Bern

Marianne (42) und Marcel (46)

Marianne (42, Anglistin) traf mit Parship.ch Marcel (46, Elektromonteur). Das Paar lebt in Bern. Marianne hat ihre Geschichte für uns dokumentiert:

Erfolgsgeschichte © Shutterstock

"Um ein Haar hätte Marianne ihre Parship-Mitgliedschaft nicht noch einmal verlängert. Nur wenige Männer haben sie kontaktiert, und es ist bloss zu ein paar Treffen gekommen. Zugegebenermassen hätte sie selbst noch aktiver sein können. Ausserdem geht ihr nicht aus dem Kopf, dass nicht weniger als vier Freunde ihrer Kollegin ihre Ehepartner via Parship gefunden haben und dass ihr Schwager an der Hochzeit eines Freundes war, der seine Frau ebenfalls bei Parship kennengelernt hat. Darum beschliesst sie, ihr Glück erneut zu versuchen. Marianne macht sich diesmal die Partnersuche konsequent zur Priorität und tut täglich etwas dafür. Ausserdem lässt sie beim Profifotografen aktuelle Bilder von sich machen und überarbeitet ihr Profil. Sie sagt weiterhin offen, was sie sich wünscht: einen passenden Lebenspartner zum Heiraten und Kinderhaben, der wie sie noch ledig und ohne Kinder ist.

Nach einer enttäuschend verlaufenen kurzen Bekanntschaft sagt sich Marianne: Jetzt erst recht! So arbeitet sie sich systematisch durch ihre Partnervorschläge, die sie nicht immer alle gleich angeschaut, aber zum Glück auch nicht gelöscht hat. Am Sonntag, 19. April 2009, stösst sie auch auf Marcels Profil. Aus einer Laune heraus beschliesst sie, ihm sogleich ein Spass-Match zu schicken. Sie klickt sich durch etwa 20 Fragekombinationen, bis ihr die Auswahl schliesslich passt. Sie sagt sich, wer wagt, gewinnt, und so antwortet sie auf die Frage, was sie denke, wenn sie ein Brautpaar sehe, wahrheitsgemäss 'Ich wäre gerne an ihrer Stelle'. Ausserdem macht sie ihm ihre Fotos bereits zugänglich, entgegen ihren sonstigen Gepflogenheiten.

Marcel ist erst seit gut einem Monat Mitglied. In jüngeren Jahren hat er kaum je eine Frau getroffen, die ihn ernsthaft interessiert hätte, und nun wird er überschwemmt mit Kontaktanfragen von interessanten potenziellen Partnerinnen. Wer die Wahl hat, hat die Qual. Im Nachhinein würde Marcel sich eher einem Kontakt nach dem anderen widmen, anstatt sogleich auf alle eingehenden Anfragen reagieren zu wollen. In den vergangenen Wochen hat er sich bereits mit mehreren Frauen getroffen und findet es schwierig, sich zu entscheiden. In der Zwischenzeit kommen immer neue Anfragen herein, so dass es ihm langsam zu viel wird. Darum beschliesst er, ab jetzt von vornherein nur noch Absagen zu erteilen. Entsprechend will er Marianne also einen Korb geben, wenn da bloss nicht dieses Foto mit ihrem Lächeln wäre ...

Marcel antwortet also noch am Sonntag auf Mariannes Spass-Match und schreibt ihr ein witziges, persönliches, poetisches Mail, in dem er sie bittet, ihm eine zweite Chance zu geben, obwohl ihre Antworten 'nur' zu 50% übereinstimmen. Am Montagvormittag antwortet ihm Marianne: 'Ich lade dich gerne auch so zu einem Drink im Café ein' - was ihr Einsatz beim Spass-Match gewesen war. Am späten Montagabend schreibt Marcel zurück: 'Darf ich dich bereits für Mittwochabend zu einem Treffen einladen?

Er darf. Sie treffen sich. Es funkt nicht. Unsympathisch ist man sich aber auch nicht. Marianne muss daran denken, dass sie im Kurzprofil bei der Persönlichkeit und bei den Gewohnheiten je 4 von 5 Punkten und 3 von 5 Punkten bei den Interessen. Bei den meisten Partnervorschlägen hat sie vielleicht 1-2 Punkte bei diesen Aspekten. Marianne redet viel, vor lauter Aufregung noch mehr als sonst. Marcel ist still und zurückhaltend. Sie erzählt von ihren Reiseabenteuern in aller Welt und von ihren Studienjahren in England, er von seinem bevorstehenden ersten Flug und vierwöchigen Sprachaufenthalt in England. Um Mitternacht herum verabschieden sie sich.

Erst mal drüber schlafen. Bei Parship sagen sie ja, wenn man sich einigermassen ausstehen könne, solle man sich auf alle Fälle ein zweites Mal treffen. Warum auch nicht? Ausserdem gibt jedes Treffen mehr Erfahrung und Übung für den Ernstfall, damit hat sie sich bisher immer getröstet. Marianne ist sich nicht sicher, ob das mit Marcel etwas werden könnte und ob sie das überhaupt möchte, sie will jetzt einfach mal dranbleiben. So schreibt sie ihm am nächsten Morgen ein entsprechendes Mail, entschuldigt sich auch bei ihm dafür, dass sie aus Nervosität so viel gesprochen habe, wo sie doch gerne mehr über ihn erfahren möchte. Er hat unabhängig davon den gleichen Gedanken, ruft sie von der Arbeit aus an und hinterlässt eine entsprechende Nachricht auf ihrem Anrufbeantworter.

So treffen sie sich am Freitagabend ein zweites Mal. Sie entdecken, dass sie beide ins gleiche Gymnasium gegangen sind. Später am Abend erzählt Marcel Marianne mit Tränen in den Augen von seiner grossen Liebe Annegret, mit der er 12 glückliche Jahre gelebt hat, bevor sie mit nur 41 Jahren gestorben ist. Rückblickend frage er sich, warum er sie nie geheiratet habe ... Marianne möchte ihm tröstend die Hand streicheln, aber hat sich nicht getraut. Sie erzählt ihrerseits, wie sie bisher nicht viel Glück mit dauerhaften Beziehungen gehabt habe. Wie sie vor ein paar Jahren ihre letzte Beziehung beendet hatte, weil dieser Mann ihr den Wunsch nach Kindern hatte ausreden wollen. Wie sie damals nicht ahnte, dass sie so lange niemand anderen finden würde.

Nach dem Treffen geht Marianne einiges durch den Kopf. Sie erwacht früh und beschliesst, Marcel ein Mail zu schreiben, in dem sie ihn wissen lässt, wie sehr er sie damit berührt hat, wie er ihr von seiner Liebe zu Annegret erzählt hat. Sie weiss von Marcel, dass noch mindestens zwei weitere Frauen 'im Rennen' sind; jetzt heisst's handeln. Mittags findet sie eine Nachricht von Marcel auf dem Anrufbeantworter. Marianne kommt nicht dazu, ihre E-Mails anzuschauen, kommt auch nicht auf die Idee, dass Marcel sie nicht nur angerufen, sondern ausserdem ihre Mail sehr gefühlvoll beantwortet hat (was sie erst am Montag entdeckt) und ihr gesteht, dass sie ihn total durcheinandergebracht habe. Marianne ist deshalb bei ihrem kurzen dritten Treffen völlig ahnungslos, was Marcels Gefühle für sie angeht.

Am Sonntagmorgen muss Marianne mit ihrem Schwager die Geschäftsbuchhaltung abschliessen und die Steuererklärung ausfüllen; für E-Mails bleibt keine Zeit. Danach ruft sie Marcel an. Sie treffen sich am Nachmittag zum Minigolfspiel in Mariannes Nachbarschaft. Beim Tee nach dem Spiel fragt Marcel, was sie nun als Nächstes unternehmen könnten. Marianne schlägt einen Spaziergang am Fluss, einen Kinobesuch oder ein Abendessen in der Stadt vor, aber Marcel ist nicht so begeistert darüber. Marianne wäre es auf neutralem Boden vorläufig noch wohler. Als sie ihm halbherzig vorschlägt, zu ihr heimzugehen, unter der Bedingung, dass er sich gut benehme, sagt Marcel zu. Ziemlich steif und verlegen sitzen die beiden auf dem knallroten Sofa. Marianne erzählt von ihren Erfahrungen als Brautführerin bei ihrer Freundin und bei ihrer Schwester, auch davon, dass sie mit einer Freundin als falsche Braut im Fachgeschäft Brautkleider anprobiert hat, um ihren Traum greifbar zu visualisieren. Als Marianne aufs Klo geht, denkt sie: 'Sch..., jetzt hast du alles vermasselt, noch bevor's richtig begonnen hat. Warum kommst du bloss mit all diesem Hochzeits- und Brautzeug daher und treibst ihn damit in die Flucht ...! So peinlich. Jetzt legst du eine CD mit romantischer Musik auf oder, noch besser, schlägst vor, ein einfaches Abendessen zuzubereiten.' Als Marianne zurück ins Zimmer kommt, ist sie auf alles Mögliche gefasst, bloss nicht auf Marcels Bemerkung: 'Ich würde dich gerne umarmen!' Ein ungläubiges Lächeln als Antwort ermutigt ihn. Die zwei küssen, herzen und umarmen sich stundenlang; der letzte Bus ist längst gefahren, sie bestellt ein Taxi für ihn, weil sie nicht will, dass er zu Fuss nach Hause geht. Nur 1,5 km Luftlinie trennen sie, er wohnt auf der einen Seite des Flusses Aare, sie auf der anderen, aber ohne Parship wären sie sich wohl nie begegnet.

Noch zweimal treffen sie sich, für einen Kinoabend und ein Abendessen bei ihm, dann heisst es Abschied nehmen: Marianne hat zwei Wochen Ferien in England gebucht. Jahrelang lehnte sie Mobiltelefone und SMS kategorisch ab. Kurz nach ihrer Ankunft jedoch kauft sie ein Mobiltelefon. Mariannes englische Freunde entdecken sie frühmorgens noch im Bett beim SMS-Schreiben an Marcel und spätabends ebenso. Heisse Liebesbotschaften fliegen über den Ärmelkanal hin und her. Ausserdem telefonieren die zwei viel miteinander.

Marcel hat sich freigenommen, um Marianne am Flughafen in die Arme zu schliessen. Noch nie hat sich Marianne so sehr aufs Heimkommen gefreut! Die nächsten 10 Tage verbringen sie jede freie Minute miteinander. Die Zeit ist kostbar - Marcels vierwöchige Sprachreise steht bevor. Neben unzähligen SMS fliegen in dieser Zeit auch wunderbar altmodische Liebesbriefe per Luftpost hin und her. Das Wiedersehen am Flughafen schliesslich fällt sehr leidenschaftlich aus.

Von nun an geniessen die zwei den Sommer zu zweit. Ende August fliegen sie gemeinsam nach England, wo Marianne Trauzeugin ihrer Freundin ist. Marianne fängt den Brautstrauss, und es stellt sich heraus, dass Marcel diesen Brauch gar nicht kennt ... Bei ihrer ersten gemeinsamen Reise möchte Marianne natürlich einen möglichst vorteilhaften Eindruck machen, was gründlich misslingt: Wegen einer Magen-Darm-Grippe muss sie sich unmittelbar neben ihm stehend übergeben. Marcel hilft ihr nachher sogar dabei, halb verdaute Pilze den Abfluss hinunterzustopfen. Wenn Marianne danach gefragt würde, was für sie wahre Liebe sei, so würde sie ohne zu zögern sagen: 'Seiner Liebsten dabei zu helfen, die erbrochenen Pilze den Badewannenabfluss hinunterzustopfen!' Igitt, ja, das hat so gar nichts mit romantischen Vorstellungen von Tête-à-tête bei Kerzenlicht zu tun, dafür umso mehr mit dem wirklichen Leben.

Es folgen Herbstferien auf der griechischen Insel Kos, die sich zu den reinsten Flitterwochen entwickeln. Als die beiden ein gutes halbes Jahr zusammen sind, werden gemeinsam Wohnungen angeschaut. Mit Erfolg: Anfang Dezember ziehen Marianne und Marcel in eine 5-einhalb-Zimmer-Familienwohnung in einem Berner Vorort. Zwischenzeitlich haben sie auch verschiedene Kirchen besucht und finden es nicht einfach, sich für ihre Hochzeitskirche zu entscheiden ... Im April 2010, ein Jahr nach ihrer ersten Begegnung, soll es soweit sein. Das Allerschönste ist auf Erden, zu lieben und geliebt zu werden ... Parship sei Dank!"

Marianne und Marcel haben ihre Heiratspläne verwirklicht und sich am 26. März 2010 das Jawort gegeben. Das gesamte PARHIP-Team gratuliert herzlich!

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