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Ein Geheimnis für 32 Minuten

Single-Leben

Ein Geheimnis für 32 Minuten

Wenn Sie in Zukunft vorhaben einer Frau etwas anzuvertrauen, dann achten Sie bitte darauf, dass Ihr Geheimnis nur 32 Minuten wahren muss. Nach Ablauf dieser Zeit haben es Frauen nämlich längst weitererzählt. Sie können einfach nicht anders …

“Wie fällt doch ein Geheimnis den Weibern schwer“ schrieb William Shakespeare schon vor über 400 Jahren in seinem Drama Julius Cäsar. Jetzt wird dem grossen Dramatiker und Lyriker endlich recht gegeben. Zumindest laut einer Umfrage der britischen Kosmetikfirma Simple, die dazu 3000 Frauen nach ihrem täglichen Gesprächsbedarf gefragt hat. Frauen können ein Geheimnis gerade einmal für 32 Minuten für sich behalten, dann platzt es aus ihnen heraus und wird beim Telefonieren, in der Büroküche oder beim Kaffeetratsch zum Besten gegeben.


Während Männer im Schnitt am Tag 7.000 Wörter benötigen um sich mitzuteilen, brauchen Frauen 20.000 Wörter um zu artikulieren. Der Männerwelt wird daher nachgesagt, sich auf das Wesentliche zu beschränken und reinen Informationsaustausch zu betreiben. Den Frauen hingegen ist der Kaffeeklatsch vorbehalten. In den weiblichen 20.000 Wörtern findet sich also genügend Volumen, um auf Seichteres, fernab von anspruchsvollen Themen, einzugehen.


Wenn Männer am Abend zu Hause sitzen, Fussball schauen und Bier trinken, beschränken sich ihre verbalen Ergüsse oft auf wenige Wörter wie Tor, Abseits und Foul. In illustren Damenrunden werden da schon andere Geschütze aufgefahren. Die Cousine der Schwiegermutter vom Halbbruder des Nachbarn, die anscheinend schon wieder einen neuen Freund hat, ist da schon mal Gesprächsthema Nummer Eins. Laut Studie empfinden 85 Prozent der Befragten ein Gefühl der Freude und haben regelrecht Spass am verbreiten von Gerüchten. Ein Geheimnis hält bei ihnen gerade mal eine halbe Stunde, danach muss es in die Welt gelassen werden.


Nach der Veröffentlichung sind die Damen erleichtert und der Druck fällt von ihnen ab. Für viele ist es sogar ein Zwang, die neuesten Informationen in den Bekanntenkreis zu streuen. Die Kehrseite des Ganzen: Gewissensbisse und ein moralische Dilemma, weil das Anvertraute leichtfertig und rücksichtslos weitererzählt wurde. Knapp 25 Prozent der Frauen kämpfen mit einem schlechten Gewissen.


Die 13 Prozent, die bei der Umfrage angeben, absichtlich zu tratschen und den Löffel in der Gerüchteküche zu schwingen, sind sicher selbst schuld an ihrer Misere. Oder, was meinen Sie? Sagen Sie Ihre Meinung dazu, es wird auch nichts weitergesagt - zumindest nicht in den nächsten 32 Minuten …


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