Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben - das gilt laut unserer Befragung von rund 1.300 Singles auch für die Wohnung: 60 Prozent der Single-Männer und 56 Prozent der Single-Frauen räumen gründlich auf, wenn sie den oder die Neue/n zum ersten Mal in die eigene Bleibe einladen. Da werden CDs ins Regal sortiert, peinliche Kuscheltiere versteckt, Pizzakartons entsorgt, kurz: individuelle Nachlässigkeiten behoben.
Dem gegenüber stehen weitere 36 Prozent der Befragten, die weder auf- noch umräumen. Zehn Prozent, weil ihre Wohnung sich (angeblich!) sowieso immer im Top-Zustand befindet, 27 Prozent der Frauen und 23 Prozent der Männer, weil der neue Partner ihr Reich ganz unverfälscht so erleben soll, wie es tatsächlich ist - niedliche Staubmäuse unter dem Bett inklusive. "Bühnenbildner", wie sie uns Single-Komödien gern vorführen, gibt es nur wenige: Lediglich fünf Prozent der Umfrageteilnehmer gaben an, wie zufällig vorzeigbare Gegenstände in ihrer Wohnung zu verteilen - ein gutes Buch, frische Blumen oder eine Tageszeitung.
Es ist schon richtig: Nicht nur man selbst kann mit dem ersten Eindruck überzeugen, sondern auch die eigene Wohnung. Allemal ein Grund, sich beim ersten Treffen zu Hause Mühe zu geben, wenn es um Sauberkeit, Gemütlichkeit und Individualität geht. Allerdings - das als Tipp - sollte man die Verwandlung auch nicht übertreiben und authentisch bleiben. Selbstbewusst zeigen, wie man tatsächlich ist - das ist immer noch die beste Präsentation.
Annemarie Lüning/PARSHIP
"Einen Partner in eine aufgeräumte, saubere Wohnung einzuladen, zeugt von Wertschätzung, die auch ich vom Gegenüber erwarte. Ausserdem ist es spannend, das Heim des anderen zu sehen, da kann ich schon sagen, ob es überhaupt eine Basis geben kann. Manches würde mich sicher die Flucht ergreifen lassen, denn ich sehe schon in einer Wohnung ein wichtiges Persönlichkeitsmerkmal eines Menschen (und das hat nicht unbedingt etwas mit Geld zu tun!)." C. (60), Geschäftsführerin (18.04.07)