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Zwei Menschen, zwei Schlafzimmer?

Eigentlich sollte die Zu-mir-oder-zu-dir-Frage mit der gemeinsamen Wohnung passé sein. Ist sie aber nicht! Getrennte Schlafzimmer sind durchaus beliebt. Laut einer PARSHIP-Umfrage gibt es dabei zwischen den Geschlechtern überraschende Unterschiede.

Zwei Menschen, zwei Schlafzimmer?

Besserer Schlaf vs. Kuschelentzug

Wenn Christoph spät aus der Kneipe heimkommt, gibt es zwar keinen Gutenachtkuss, dafür bekommt er aber auch keinen mit dem Nudelholz übergebraten. Denn Christoph und seine Freundin Hannelore haben sich trotz gemeinsamer Wohnung für zwei Schlafzimmer entschieden. Die Idee kam von Hannelore: "Ich schlafe jetzt viel ruhiger", sagt die 37-jährige Bankkauffrau. "Und das ist gut für unsere Beziehung." Hannelore steht mit dieser Wahl nicht allein. Wie eine PARSHIP-Umfrage in der Schweiz, Deutschland und Österreich zeigt, halten sich Schlafpragmatiker und Kuschelromantiker ziemlich die Waage: Während 40 Prozent der knapp 1.400 Befragten das gemeinsame Schlafzimmer bevorzugen, finden 37 Prozent das getrennte Schlafen okay. Allerdings sollten gute Gründe vorliegen: Schnarchen zum Beispiel oder unterschiedliche Lebensrhythmen.

Romantiker vs. Realisten

Ob Christoph schnarcht, wissen wir nicht. Doch damit, dass Hannelore die Schlaftrennung angeregt hat, liegt sie in einem Trend, den man so nicht vermutet hätte: Die befragten Frauen sind nämlich deutlich pragmatischer als die Männer. Während nur 30 Prozent der Männer getrennte Schlafzimmer okay finden, sind es bei den Frauen über 40 Prozent. Noch deutlicher wird der Unterschied bei zwei weitaus extremeren Partnerschaftsmodellen. Zum Beispiel bei den 5,5 Prozent der Befragten, die getrennte Schlafzimmer sogar für das höchste Ideal halten. Das sind nämlich hauptsächlich Frauen. Ähnlich verhält es sich bei den knapp zehn Prozent der Teilnehmer, die komplett getrennte Haushalte für denkbar halten - dieses Modell bevorzugen doppelt so viele Frauen wie Männer. Das Klischee von der romantischen Frau und dem vernunftgesteuerten Mann - hier wird das Gegenteil bewiesen. Nämlich, dass Frauen - wenn es um ihren Schlaf geht - ihren Partner durchaus mal temporär in die Wüste bzw. ins zweite Schlafzimmer schicken.

Der Mann, das zartfühlende Wesen?

Ist der Mann vom Jäger und Sammler zum zartfühlenden Beziehungsmenschen geworden, weil 48 Prozent der Männer es "schön finden, gemeinsam aufzuwachen"? Und warum können nur 34 Prozent der Frauen diesen Punkt unterschreiben? Der Grund für diese Unterschiede dürfte wohl wenig mit Romantik oder Nicht-Romantik zu tun haben. Vielmehr erklärt sich das Abgrenzungsbedürfnis der Frauen eher damit, dass es nun einmal meistens die Männer sind, die im Schlaf komische Geräusche absondern. Da kann der Mann seinen romantischen Seiten in Umfragen freien Lauf lassen und es "distanziert und wenig liebevoll" finden (11 Prozent), die Nacht getrennt zu verbringen - der eigene Schlaf leidet ja nicht darunter. Hinzukommen mag, dass Single-Frauen einige Seiten des Alleinseins durchaus auch zu schätzen lernen. Ihr gemütliches ureigenes Reich zum Beispiel, das sie sich gern auch in einer Beziehung erhalten würden - während Männer ihr Single-Leben Studien zufolge schnell als defizitär empfinden. Immerhin: Totalverweigerer sind selten Letztlich sind die Unterschiede zwischen den Geschlechtern aber keine Frage der Romantik. Hauptsache, die Beziehung wird so gestaltet, dass beide Partner sich wohlfühlen. Wie man sich auch entscheidet - ein Ergebnis unserer Umfrage dürfte alle beruhigen, die nicht gerade Freunde der extremen Abgrenzungsbeziehung sind: Die Option, überhaupt nicht (wieder) mit einem Partner zusammenleben zu wollen, wählte weniger als ein Prozent der befragten Singles.

Martin Schaefer/PARSHIP

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