class="ps_standardText">
"Gabi: 'Das tönt nett. Schreib ich doch einfach einmal.'
Gerd: 'Aber sicher, gute Idee! Fragen darf man ja schliesslich immer, wenn man die Antwort nicht
scheut ...!'
Gabi: 'Und was da alles kommt. Es ist so fesselnd und spannend. Der Computer wird zum täglichen Begleiter.'
Gerd: 'Hat Gabriele vielleicht schon wieder eine neue Nachricht geschickt? Natürlich! Aber nicht nur das: Da klingelt doch eines Abends tatsächlich plötzlich das Telefon - das darf ja wohl nicht wahr sein!'
Gabi: 'Oh, diese Stimme und dieses Lachen! Waren das wirklich vier Stunden? Und was jetzt? Ein wenig frech war das ja schon. Bin ich zu weit gegangen?'
Gerd: 'Ein solches Telefongespräch hat man wahrscheinlich nur einmal im Leben. Habe ich ihr wohl den Kopf voll gequatscht? Und auch die E-Mails werden immer länger, 8000 Zeichen reichen meist nicht mehr aus. Eigentlich kenne ich sie noch kaum, aber irgendwie ist sie mir schon so vertraut.'
Gabi: 'Der unbekannte Bekannte. Ich möchte ihn treffen, ihn sehen, seine ganze Persönlichkeit kennen lernen.'
Gerd: 'Ja, es ist Zeit. So stehe ich also am Bahnhof und warte nervös wie schon lange nicht mehr auf die Frau, von der ich so viel schon weiss, ausser wie sie aussieht. Sie trage einen braunen Mantel, hatte sie gesagt ...'
Gabi: 'Die weisse Rose war nicht nötig. Ich habe ihn sogleich erkannt. Es wurde ein vor lauter Nervosität sehr schwatzhafter Nachmittag. Nur unsere Körper haben sich nicht ablenken lassen und wollten immer nahe beieinander sein.'
Gerd: 'Abschied auf dem Perron mit einem scheuen Kuss. Kurz darauf das erste SMS und die Gewissheit: Das war stark, das war sogar sehr stark! Wohin das wohl noch führen mag? Ich muss sie wieder sehen, lieber heute als morgen!'
Gabi: 'Ein Mail, das zu einem Liebeslied führt, der Termin für das zweite Treffen. - Oh, halte ich das aus?'
Gerd: 'Nein, ich halte es nicht mehr aus, kann kaum mehr erwarten ... Dich zu sehen!'
Beide: 'Ja, es gibt sie noch: die Märchen!'"