class="ps_standardText">"Zu Parship kam ich eigentlich eher durch Zufall. Beim Blättern durch die Spiegel-Onlinesite und dann durch Neugierde: Ich wollte einmal sehen, was hinter der Werbung steckt. Und schon war ich im Persönlichkeitstest und der war auch bald ausgefüllt. Aber eigentlich wollte ich ja gar keinen Partner suchen. Oder doch? Schon hatte ich die ersten Spass-Matches und Kontaktanfragen im Posteingang, und plötzlich verschickte ich selber solche.
Die ersten Kontakte nahm ich eher vorsichtig an und merkte bald, dass mir die Lust am virtuellen Kontakt schnell verging und ich nach zwei bis drei Mal Hin und Her, aufhörte zu schreiben. Mir liegt die Begegnung in der Realität wesentlich mehr. So kam es auch zu einem spontan verabredeten Treffen mit jemandem, mit dem ich vier gleiche Antworten im Spass-Match hatte. Ich musste ja meinen Einsatz einlösen: Der Kaffee auf meine Rechnung. Das war nett, und wir gingen dann unserer Wege, jeder auf seinem.
Dann kam das Spass-Match von Carsten: zwei gleiche Antworten, fast drei. Ich wollte die vierte Frage wie er beantworten, dachte aber, dass die andere Antwort auch eine mögliche Lösung sei. Nun gut, bei genauer Ansicht des Profils wurde ich neugierig: Klar, prägnant, geradlinig, keine grossen Worte, sondern schlicht und ergreifend. Das gefiel mir gut. Also, nur Mut: mal gucken, wer das ist. Das war ein Volltreffer, irgendwie, glaube ich, hat es bereits beim ersten Mailkontakt gefunkt. Es gab ein kurzes und sehr inspirierendes Mail-Hin-und-Her, und ich machte bald einen forschen Vorschlag: Ein Treffen! Da war ich schon ein wenig aufgeregt, obwohl ich möglichst cool bleiben wollte. Erst mal die Realität mit der Vorstellung vergleichen.
Das Foto von Carsten, das mir ja schon gefallen hatte, war bei der ersten Begegnung mit dem Original entsprechend. Die Zeit beim ersten Treffen verging wie im Flug, und an den vorher zurecht gelegten Satz 'Es wird nichts mit uns!' konnte ich gar nicht mehr denken. Im Gegenteil: Wir stellten uns ein weiteres Treffen in Aussicht, dass vielleicht bald - vielleicht schon nächste Woche? - stattfinden sollte, denn gefunkt hatte es ja schon lange, und beim Abschied knisterte es schon heftig.
Am Freitag der gleichen Woche bekam ich einen Vorschlag zum Treffen 'morgen, Samstag!' - Morgen, Samstag!? Nach dem, wie unser erstes Treffen verlaufen war, kribbelte es nun verdächtig: 'Oh Gott, jetzt wird es ernst.'
Eigentlich wollte ich ja Zeit gewinnen, und suchte nun nach einem Fluchtweg. Die Agenda bot keine Unterstützung; und dann war da noch diese überzeugende Entschlossenheit von Carsten: Keine Zweifel, zielstrebig. Das Schönste war eigentlich, dass wir uns nicht erklären mussten. Keine steifen, analytischen, abwägenden Fragen, sondern eine ganz natürliche Begegnung, vollkommen unverkrampft. Einfach SEIN.
Also: Morgen, Samstag! Am Samstag begann dann auch die neue Zeitrechnung in unser beider Leben ..."